30.12.2011

zählen

zählen I fräulein text
Goldregen über poppies & sunshine. Punkte über l'atelier de l'impasse. Rotfuchs fotografiert von Phoebe Rousseaux. Rezept für Mini-Brezeln über sister-mag. Kette von Christina Pauls.
364 Tage, 193 mal gedacht, geschrieben und veröffentlicht, (über) 1000 Pins, kurz vor der 12 - und am Ende irgendwie angezählt. Ausgeknockt. Darnieder lieg ich. Der Rücken streikt, die Finger können noch - tippen, was ich denke, und finden, was gefällt. Punkte und Punkte, oben wie unten. Und nebenbei punktet er gewaltig. Was stünde auf dem >Zettel auf dem Boden< wohl bei mir? Lasst es krachen!

Auf dem Plan für morgen stehen übrigens die tollen Mini-Brezeln mit würziger Butter, gerollt zu einem Punkt. Mit dem Winz-Eisportionierer, meinem neuen Freund. Ich bin verliebt in das Küchengerät.

Und zum Schluss sage ich >Danke< für das Jahr mit euch, das wir quasi gemeinsam Internetseite an Internetseite verbracht haben. Es war aufregend (und) schön.

Wer Süßes sucht, der findet es weiterhin bei Katrin - auch am ersten Sonntag im nächsten Jahr. 

27.12.2011

creme brulée

creme brulée I fräulein text
creme brulée I fräulein text
creme brulée I fräulein text

Das war schön. Am Heiligen Abend - in Ruhe und später mit Glanz. Post in der Krone, Wärme im Herzen und eine knackige Decke im Glas. Nach Kartoffelsalat und Würstchen, gibt es traditionell >Creme Brulée<. Und weil ich es so mag wie Amelie, leistet seit einiger Zeit ein Mini-Bunsenbrenner treue Dienste. Das gelingt - immer und mit Zeit. 

Denn der Trick sagt Lea Linster, sind zwei Stunden im Ofen (bei 100 Grad und Wasserbad). Und vorher: eine Nacht im Kühlschrank für die große Pfütze aus 200 Gramm Sahne, 70 Milliliter Milch, 40 Gramm Zucker, zwei Eigelb und dem Mark einer Vanilleschote. Eine Schicht brauner Zucker, karamellisiert unter Hitze, sorgt nach dem O für das Ahh. Macht am Ende vier. Portiönchen. Und ein göttliches Gefühl.

Das Fest geht weiter!

23.12.2011

froh

froh I fräulein text

Noch mehr FROH! Mit diesen vier Buchstaben verabschiede ich mich in eine kleine Feiertagslaunenpause. Ich wünsche euch ein großes Fest und ein schönes Wochenende. Macht es gut und habt Dank für die viele gute Zeit, die wir bisher miteinander verbracht haben. Es ist schön mit euch - und nun macht es euch schön. Ich wünsche euch Tage nach eurem Geschmack.
* *  *
Apropos Geschmack: Kurz vor dem Fest möchten wir auch noch ein paar Worte in eigener >sonntagssüßer< Sache verteilen. Die Daten vor dem Dank und damit kurz zum Ablauf über die Weihnachtsstage und das neue Jahr: Da wir wissen, dass ihr über Weihnachten wahrscheinlich ebenso fleißig wie beschäftigt seid, dehnen wir das >Sonntagssüß< ein wenig aus und verwandeln es in ein >Festtagssüß<. Das heißt, ihr könnt eure Kreationen von Sonntag bis Sonntag, also von Heiligabend bis Neujahr posten und bei Katrin abgeben. Regulär weiter geht es dann am 8. Januar bei Julie. Bitte seht uns nach, wenn sich die große Tafel erst peu à peu füllt. Wir geben unser Bestes - und hoffen, ihr verbringt wunderbare Tage mit mehr Süß als nur dem auf dem Tisch.

Gleichzeitig möchten wir uns bedanken für dieses zuckersüße (Fast-)Jahr mit euch. Was mit einer spontanen Idee begann, hat sich mittlerweile zu einem richtig >großen Ding< ausgewachsen. Wir staunen und freuen uns immer wieder, sind begeistert von euren Ideen und Kreationen - und wenn sich ein >Süß< herauskristallisiert, das wie eine Welle gleich durch mehrere Blogs schwappt, dann können wir mehr als zufrieden sein. Wir freuen uns, dass ihr diesen süßen Weg mit uns geht, und wir freuen uns, wenn wir euch mit unserer Idee einmalig, wieder, immer in die Küche und an den Tisch bringen können. Genießt das süße Leben. Wir bleiben noch ein bisschen - auch in 2012.
 * *  *
Lasst es leuchten!

20.12.2011

fest


Hier stellt sich langsam so etwas wie Gefühl ein. Ein festes Gefühl. Festgefühl. Zubeissen - mit jedem Stück ein bisschen näher. Heute hat es sogar ein wenig geschneit. Hätte ruhig fester sein können. Ich mag es, wenn die Welt flach liegt. Wenn sie ausgebremst wird vom Schnee und alles etwas langsamer wird. Gelassenheit ist immer ein gutes Ding, auch und vielleicht gerade jetzt. Fühlt ihr euch schon weihnachtlich? Erzählt mal.

Und ich zähle euch derweil noch ein paar Pluspunkte auf, für das Plus an Gefühl: 
Ritschratschkarten 
Ein wenig vorwärts geht es noch: 1 bis 24. Rückwärts ist mindestens genauso schön. 
Nils Holgerssons wunderbare Reise
Butter mit Lebkuchengewürz und Honig
Christmas Dessert
Ein Berghaus in den Pyrenäen
Goldene Hänger
Und ein Video, das mir gefällt. Nüsse passen ja auch irgendwie.
Geht ganz gut, oder?

Was in den Bildern steckt: Granola // Froh! // Schneekappen (mit Zucker unterm Puder werden die Gräben übrigens ... ähm, bestimmt schöner! ) // Stollen // Danke Konstanze.

18.12.2011

crumble (mit cranberries + birnen)

crumble (mit cranberries + birnen) I fräulein text
crumble (mit cranberries + birnen) I fräulein text
crumble (mit cranberries + birnen) I fräulein text

Spät kommt mein >Süß< ins Netz, aber genau richtig auf den Tisch. Zwischen Packen und Pause schummelte sich ein Birnen-Cranberries-Crumble. Entgegen des vorweihnachtlichen Plätzchentrends ergriff mich die Lust auf >noch nie<. Und da entdeckte ich gestern doch tatsächlich auf dem Markt einen Beutel frischer Cranberries. Mit Rot ins Fastfest starten erschien mir perfekt. Perfekt auch die Ausgeglichenheit der Aromen. Die Süße der Birnen und die Säure der Beeren ergeben ein tolles Paar. Obenauf dicke Streusel mit einem Hauch Ingwer und Zimt. Lauwarm serviert mit einem Schlag Sahne: Süß, du darfst wiederkommen! Vielleicht sogar in diesem Jahr ...

Wollt ihr auch? Dann paart 170 Gramm frische Cranberries mit drei Birnen, die sich fein aufstreifen, in einer gebutterten Form. Berieselt sie mit 50 Gramm Zucker, einer Spitze Vanillepulver und einem Teelöffel Stärke. Produziert Streusel: In meinem Fall aus 125 Gramm Dinkelmehl, 100 Gramm Butter, 70 Gramm braunem Zucker und jeweils einem Teelöffel Zimt und gemahlenem Ingwer. Im Ofen bei 175 Grad etwa 45 Minuten bräunen lassen, bis es in der Form dauerköchelt. Das war's. Schmeckt mir sehr gut.

crumble (mit cranberries + birnen) I fräulein text

Und ich sehe: Auch ihr wart äußerst fleißig. Der Kipferl scheint momentan Spitzenreiter zu sein. Schaut selbst!

(Die Rezeptinspiration lieferte mir Smitten Kitchen.)

16.12.2011

elf


Heute werde ich auch Teil der schönen 11 aus 2011 Bewegung, die Ricarda von 23qm Stil ins Leben gerufen hat. Manchmal fühlt es sich an, als wäre nicht so viel passiert in 365 Tagen, aber wenn man zurückblickt auf die Details und Begegnungen, die da waren, dann ist da doch ganz schön viel passiert. Vieles für das ich dankbar bin. Dinge, die mich zum Lachen gebracht haben, Dinge die zum Innehalten führten, und der Wunsch die Momente noch intensiver auszukosten, wenn sie da sind.

Vorfreude kurz vor dem Sprung, auf dieser irrwitzigen Plattform hier begann ich zu reisen. Sie ermöglichte mir Einblicke hinter fremde Vorhänge und natürlich lüpfe auch ich immer wieder diesen ein wenig. Ich bin Menschen begegnet, die heute Freunde sind. Das >Sonntagssüß< kam auf den Tisch und ist ein elementarer Baustein in 2011 geworden. Ich habe viel Zeit in der Küche zugebracht, probiert, geflucht, gewirbelt und gestaunt über Aromen. Überhaupt habe ich in diesem Jahr wahnsinnig viel und gut gegessen. Zuhause und woanders. 

Ich war unterwegs. In Amsterdam, in Berlin und an der See. An der geliebten - ohne die ein Jahr nicht sein darf. Ich habe herzliche Post bekommen. Ich hatte eine goldene Begegnung, die mich für eine kurze Zeit sehr gut getragen hat. Ich habe gehört. Die Natur, die Welt, Boy. Und Anna Depenbusch. Das Gold schließt. Ganz schön aufregend war's, schnell verflogen ist das alles trotzdem. Da muss noch so viel mehr sein. 2012.

Danke.

13.12.2011

dreizehn


Heute verrate ich Euch meinen unangefochtenen Liebling auf dem Plätzchenteller im sehr sehr schönen Adventskalender des Sister Magazine. Klickt rein, wenn ihr mögt! 

Und: Danke an Thea und Toni für die Präsentation im tänzelnden Gold.

(Bild: sister-mag.com)

11.12.2011

dritter

hefebällchen mit vanillecreme I fräulein text

Der Dritte geht mit Hefe auf. Mit Zimtschnecken und Zuckerbällchen mit Vanilletropfen. Angerichtet in der Keksschachtel, die ich bei Katrin entdeckte. Gutes muss in der Welt bleiben. (Danke für die Idee!)

Das Tolle am Hefeteig ist seine Grundvariabilität. Einmal kneten, und dann variieren. Finde ich super. Die Schnecken sind übrigens die bewährten Cousinenleckerlis. Die Vanillebällchen gehen auf das Konto von >Leila Lindholm<. Einfach aus einer Teighälfte kleine (oder große) Kugeln formen und ihnen eine Infusion Vanillecreme verpassen. 

Die selbstgemachte besteht aus 250 Milliliter Milch, die mit dem Mark einer Vanillestange sowie der Schote aufgekocht wird. Parallel 50 Gramm Zucker, 4 kleine (Bio-)Eigelbe und 60 Gramm Speisestärke zu einer hellen cremigen Masse schlagen. Die warme Milch unter Rühren hinzufügen, zurück in den Topf verfrachten und bei gut regulierter Hitze und ausdauernder Musekelkraft solange weiterrühren bis eine >Creme< entsteht. Das kann mitunter ein bisschen dauern, aber wenn ihr schlapp macht, gibt es kleine Klümpchen - wie bei mir. Diese Vanillecreme jedenfalls spritzt ihr mithilfe eines Spritzbeutels (einfach die Tülle in die Bäuche stecken) in die Hefebällchen. Oben bleibt ein Punkt. Im vorgeheizten Ofen machen sie sich dann bei 200 Grad in etwa 10 Minuten fertig. Anschließend mit flüssiger Butter bepinseln und in Zucker wälzen. Noch lauwarm ein Knaller.

Welche Knaller heute noch auf dem Adventstisch landeten, seht ihr bei Julie.

09.12.2011

falten


Schwuppdiwupp zieht die Woche vorbei - und es ist schon wieder Freitag. Was hat sie hinterlassen? Falten. Falten im Papier, das die oberköstlichen Fabrikate der Freunde eindeckt. >Panforte< und >Mandelsplitterquadrate<. Falten, die in Dreierreihen liegen. Im Kochbuch meiner Oma. Falten, die im Wind wehen, bestrahlt von der kühlen Sonne. Falten, die an Fingern sitzen. Ein Ringgebilde aus Lederresten. Immer wieder neu baut es sich auf - je nachdem, wie man es dreht. Falten in Frietjestüten. Statt Kartoffelstäbchen wohnen Mandeln darin. Die gebrannten, die guten nach diesem Rezept. (Übrigens neulich gemacht: Pommes ruckizucki. Rohe Kartoffeln in dicke Stäbchen schneiden. Ab aufs Blech. Olivenöl drüberträufeln. 40 Minuten, 220 Grad. Salzen. Sehr gut.)

Und da wären noch weitere Falten: zum Nachbauen, zum Kaufen und zum Staunen.
Ein Faltbonbon aus Wäscheleinen.
Ornamente für den Baum.
Säilytyspussi.
Die Arbeiten von Yiqing Yin.
Entfaltet euch gut. Bis zum Sonntag.  

P.S. Es empfängt euch Julie beim >Süß<.

02.12.2011

krönchen


Ich erzähle euch heute zum Wochenendeinstieg eine schmale Geschichte, die mich diese Woche neu begleitet hat. Sie steckt in diesen kleinen süßen Dingern - oder vielmehr in dieser Schachtel. In den sechs Buchstaben: D-E-L R-E-Y - und sie ist fast dreißig Jahre her. Meine Mutter besuchte zu dieser Zeit meinen Vater oft in Antwerpen. Er legte dort mit dem Schiff im Hafen an. Während der Liegezeiten fuhr sie immer auch in die Stadt, und drückte sich ein jedes Mal die Nase platt am Fenster. Fast schon hinein in die Zuckerberge, die zu Pralinen wurden - zu gönnerhaften Köstlichkeiten der Confiserie Del Rey. Der Laden liegt direkt am Bahnhof, und kreuzte so immer ihren Weg. Wie ein Magnet zog er sie weg. Es ist eine Faszination, die sie bis heute gehalten hat. Manchmal gönnte sie sich eine Handvoll Pralinen, die über die Ladentheke kamen - und schiffte sie an Bord. 

Vor ein paar Tagen fuhr meine Mutter wieder nach Antwerpen. Zurück kam sie mit einer Schachtel - und das Geheimnis des Herzens lag in ihr. Macarons aus der Confiserie >Del Rey<. Die heutigen Pralinen von damals. Sie waren für mich. Und bei jedem Biss knackt ihre Erinnerung, die jetzt auch meine ist. Getragen durch die Jahre, konserviert in Baiser und Ganache. Wie ein >Sonntagssüß< behandle ich die Krönchen: Ihr Geschmack geht mit mir in dieses Wochenende.

Wenn ihr mögt, erzählt mir doch auch eine schmale Geschichte, die im Süßen verborgen liegt. Vielleicht gibt es da etwas.

Sonntag ohne mich, dafür fängt euch Katrin auf. Einen schönen zweiten Advent wünsche ich! (Für alle >Rund-um-Düsseldorfer< an diesem Wochenende übrigens: Needfulthings ...)

Del Rey
Appelmansstraat 5
2018 Antwerpen

29.11.2011

kleinknusper

kleinknusper I fräulein text

Bis auf ein paar Makronen, ist hier noch kein >Kleinknusper< eingezogen. Das soll sich ändern. Nachdem ich gestern abend mit Lavendelheidesand gefüttert wurde, und vier >Badezimmer in Tüten< nach Hause trug, möchte ich nun auch irgendetwas halbwegs Irres backen. In den vergangenen Weihnachtsjahren schnitt ich immer Ruprechts Pfeffer-Schwips (Gebäckstreifen mit Orange und Pfeffer) nach einem Rezept aus der >Brigitte< zurecht. 

Was könnte ich noch in den Ofen schieben? Habt ihr schöne Kombinationen parat? Das würde mich freuen - ich lege dann hier eine kleine Liste an.

Das ist euer Geschmack:

Cranberries - Pistazie - Zitrone
(Hartes) Karamell vom Blech mit Orangensaft - Orangenschale - Peffer - Macadamia
Glühweinkuchen mit Nuss und Schokolade
Ingwer-Rauten
Doppeldecker mit Marzipan und Ingwer
Linzerschnitten mit Nuss und Himbeer
Marzipankartoffeln mit Schlehenlikör
Süße Schnitten mit Sahne - Butter - Honig - Mandeln
Rosmarinkekse
Earl-Grey-Plätzchen
Limetten-Makronen
Ochsenaugen mit Rotem Pfeffer
Himmchen mit Himbeer - Haselschnee - Zuckerguss
Fruchtkugel mit Aprikose - Mandel - Vollmilch - Kokos
Walnuss - Orange - Piment
Zitronengras - Ingwer - Sesam - Schokolade
Nuss-Früchte-Brot in Scheiben

Und, weil gefragt wurde, habe ich das Rezept für den Lavendelheidesand in Erfahrung gebracht. Es besteht aus 200 Gramm Butter (wer mutig ist nimmt einen Teil gesalzene Butter; es kommt aber auch unabhängig davon Salz hinein), 180 Gramm Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker, dem erwähnten knappen Teelöffel Salz - und 1 Ei. Alles zusammen cremig rühren. Die ungespritzten Lavendelblüten (zum Beispiel aus der Apotheke oder dem Garten) kleinhacken und unterrühren. Je nach Geschmack - nicht zu viele Blüten, sonst schmeckt es seifig. 320 Gramm Mehl sieben und ebenfalls unterkneten. Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und kalt stellen. Mindestens 30 Minuten. Anschließend Rollen formen und nochmals kaltstellen - etwa 3 Stunden. Dadurch behält der Teig beim Schneiden seine schöne runde Form. Den restlichen Zucker (also 50 Gramm) mit dem Abrieb einer (Bio-)Zitrone mischen und die >Teigrollen< darin wenden.. Erneut kaltstellen. In dicke Scheiben schneiden, und im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad 12 bis 15 Minuten backen. Abkühlen lassen, verstauen, eine gute Woche ziehen lassen, damit sich das Aroma schön entfaltet - und dann essen. 

Oder mir schenken. (Danke Claudia!)

27.11.2011

schokoladenstreich (und eine verlosung)

schokoladenstreich I fräulein text
schokoladenstreich (und eine verlosung) I fräulein text

Die erste Kerze brennt. Und lässt die Schokolade schmelzen. Das heutige >Süß< ist ein zarter Strich mit einer Prise Weihnachtsgefühl – Lebkuchengewürz sei Dank. Tropft herunter von knackigem Früchtebrot, leicht angewärmt. Das Brot brachte ich einst aus Maastricht mit nach Hause, zusammen mit dem Rosinen-Fenchel-Schwarzbrot. Die verbackenen Nüsse harmonieren wunderbar mit der Schokoladen-Nuss-Creme, die ich eigentlich als Geschenk produzierte. Eine Portion ging, eine blieb. Das Röstaroma ist formidabel, und die Zubereitung ein Zuckerschlecken. 

150 Gramm Haselnüsse bei 200 Grad im Backofen 10 bis 15 Minuten rösten. Anschließend in ein Handtuch hüllen und die Schalen kräftig abreiben. Wirklich kräftig! Portionsweise in den Blitzhacker geben und zu einer Paste heranzüchten. 100 Gramm (Zartbitter-)Schokolade (ich schwöre auf die 55 % Grand Noir von Gepa) im Wasserbad schmelzen, mit der Nusspaste verrühren, zwei Esslöffel ungesüßten Kakao, zwei Esslöffel Puderzucker und das Mark einer Vanilleschote einrühren. Abfüllen, essen. Oder verschenken und essen.

Apropos verschenken: Die Pinguine im Bild sind für euch. Ilmgold hat sie mir zur Verlosung freigegeben – und weil ich wirklich begeistert bin von den Kreationen, die Laura Straßer und Kai Mening fertigen, nehme ich das sehr gerne an. Die limitierte Weihnachtskollektion >Thanks for all the fish< beherbergt unter anderem diese tolle Pinguinschale – für Müsli, Kekse, Zuckerperlen. Für Kaffee, Tee und Schokolade.

Ich verlose die Schale unter allen >Sonntagssüß<-Kommentaren hier unter diesem Beitrag (solltet ihr sie nicht gewinnen wollen, einfach anmerken) und natürlich auch unter allen anderen Menschen, die sich hier in der Kommentarbox dieses Beitrags verewigen. Also: Einen Kommentar an dieser Stelle bis Donnerstag, 1. Dezember 2011 um 24 Uhr hinterlassen, und auf das Glück hoffen! Und, liebe >Anonyme<: Bitte unbedingt eine E-Mail-Adresse angeben, unter der ich euch im Glücksfall kontaktieren kann! 

*** Glückwunsch an Nikki! ***

Euch einen schönen ersten Advent! Die Tafel deckt sich wie immer hier – ich freue mich.

(Rezeptquelle: Letizias Gaumenfreuden)

25.11.2011

vorfreude

eierlikör I fräulein text

Nippen, wippen, behutsam sein, sich manchmal aufplustern und vorfreuen - es geht nur um das Glück. Das Wochenende naht, ich fiebere ihm entgegen. Zeit mit Freunden, für Freunde, mit schneeweißen Gipfeln, der Stern über mir, die Wichtigen am Tisch. Serviert wird - vielleicht schon eine Scheibe Stollen, auf jeden Fall Kokosküsse und das >Sonntagssüß<, ganz im Zeichen des ersten Advents. Ich baue auf euch. Gesammelt wird diesmal bei mir. Apropos bauen: Wer auf die Schnelle noch einen Kalender bauen möchte, holt sich die Waldtiere nach Hause. So eine schöne Umsetzung. 

Der Schluck im goldenen Glas ist übrigens Eierlikör. Süffiger Schmelz auf der Zunge - mit Orangennote. Seit ich im Klippkroog daran schürfte, ging er mir nicht mehr aus dem Kopf. Der erste Selbstversuch fand diese Woche in der Küche statt: Mhhhmhhmhh. Für alle Nachmacher folgt das Rezept. 

Für den Likör werden mindestens 5! Minuten mit dem Mixer zusammengerührt: 6 (Bio-)Eigelb und 150 Gramm Puderzucker, die zusammen eine dickliche Verbindung eingehen sollen. Mit in die cremige Masse schleichen sich das Mark einer Vanilleschote und der Abrieb einer (Bio-)Orange. 125 Milliliter Milchmädchen und 125 Milliliter Sahne sowie 150 Milliliter frisch gepresster Orangensaft und 350 Milliliter Weinbrand sachte zugießen und mit einem Teigschaber untermischen. Ziehen lassen (gut 2 Stunden), dann durch ein feines Sieb seihen und mit Hilfe eines Trichters in (sterilisierte) Flaschen oder Gläser füllen. Nippen. Immer wieder nippen.

Ich wünsch euch viel. Bis Sonntag.

(Rezeptquelle: Tim Mälzer)

22.11.2011

quarkstollen

quarkstollen I fräulein text
quarkstollen I fräulein text
quarkstollen I fräulein text

Der Countdown zum Countdown läuft. Am Sonntag: erster Advent. Und ich habe mich schon einmal in Stimmung gebacken – mit meinem zweiten (Quark-)Stollen des Lebens. Stollen war lange Jahre ein >Ungewisssüß< bei mir. Mag ich’s oder mag ich’s nicht. Ich mag’s jetzt. Und das liegt auch ein bisschen an meinem Gefühl für die Dinge. An der Sehnsucht nach den beständigen und traditionellen Dingen. Vor kurzem kam ich in den Genuss des alten Kochbuchs meiner Oma. Das hat so viel geweckt auf Sachen, die ich ausbacken möchte. Ein Stollenrezept war auch dabei – scheiterte am letzten Samstag allerdings an den bitteren Mandeln. Deshalb wurde es eine Wiederholungstat, die auf dem Rezept von Steffis Mutter basiert. Hat letztes Jahr zum Auftakt ganz wunderbar geklappt und geschmeckt.

Das Schönste am Stollenbacken ist für mich das Durchkneten dieser enormen Teigkugel. Mein Handmixer rebelliert ob dieser Menge schon nach kurzer Zeit – und dann heißt es: umtopfen. In den größten Kochtopf, den ich habe. Und: kneten! Dann stehe ich da mit diesem rosinengepunkteten Klops in der Hand und fühle mich, als hätte ich den dicksten Fisch aus dem Teich gezogen. Und ich renne hin und her – in die Küche zum Pinseln. Zwölfmal wird ein ordentliches Stück Butter in der Decke des Stollens versenkt. Parallel stecke ich den Herrnhuter Stern zusammen – Rähmchen an Rähmchen, fluche, weil die Klammern nicht durch die Löcher passen, drücke sie trotzdem durch und habe Knicke im Papier. Am Ende aber strahlen die Spitzen, und alles ist gut. Wie der Stollen.

Der übrigens so geht: Eine große Schüssel zücken und befüllen mit 100 Gramm Zitronat, 50 Gramm Orangeat, 200 Gramm gemahlenen Mandeln (ohne Haut), 250 Gramm Sultaninen und 250 Gramm Korinthen. Großzügig mit Rum begießen, und über Nacht zugedeckt ziehen lassen. Am nächsten Tag 500 Gramm Magerquark, 200 Gramm Zucker und 350 Gramm weiche Butter schaumig schlagen. 4 Eier sowie die abgeriebene Schale zweier (Bio)-Zitronen, 2 Teelöffel zermörserten Kardamom und 2 ordentliche Prisen Salz hinzurühren. 200 Gramm Marzipan zerzupfen und mit dem Kochlöffel unterheben, ebenso die Rumrosinenplus-Mischung. Wer mag und hat, reibt noch zwei Bittermandeln hinzu; anschließend in ein großes (!) Gefäß umtopfen. 1100 Gramm Mehl (am besten Typ 405) mit 2 Päckchen Backpulver vermischen, und peu à peu auf die Stollenmasse sieben. Mit den Knethaken des Handrührers einarbeiten und zum Schluss mit den Händen – wenn der Mixer zu heiß läuft. 

Einen geschmeidigen Ballen formen. Drei gleich große Stücke >abtrennen<, erst zu einer Kugel formen, dann zu einem kleinen Brotlaib, einen rechtsversetzten Schnitt machen. Zwei Drittel des Teiges etwas >auseinanderziehen< und auf das restliche Teigdrittel schmal überlappend einschlagen. Habt ihr das verstanden? Schmeckt natürlich auch ohne diese Vorgehensweise gut, sieht aber so hübscher aus. 

Ofen vorheizen auf 175 Grad (Ober-und Unterhitze). Umluft hat mir den Stollen zu sehr eingebräunt. 25 Minuten backen lassen – und das erste Mal mit ordentlich (!) flüssiger Butter einpinseln. Dreimal (jeweils nach 15 Minuten) wiederholen. Nicht zimperlich sein: Für meine drei Stollen habe ich 2 Pakete Butter versenkt. Insgesamt bäckt der Stollen 70 Minuten. Angemerkt: Falls der Stollen zu schnell bräunt, in der zweiten Halbzeit mit Folie abdecken. Nach dem letzten Pinseln den Stollen dick mit Puderzucker einstäuben. Bei Raumtemperatur vollständig auskühlen lassen, nochmal bepudern und in Alufolie verpacken bis zum Anschnitt. Mir schmeckt er sehr sehr gut. Er wird definitiv nächstes Jahr wieder in Produktion gehen.

Und ihr: Womit seid ihr bereits in weihnachtliche Produktion gegangen? 

Erzählt mal.

20.11.2011

cantuccini

italienische mandelkekse o cantuccini I fräulein text
italienische mandelkekse o cantuccini I fräulein text
italienische mandelkekse o cantuccini I fräulein text

An diesem Wochenende hat sich ein ganz besonderer Geschmack und Duft in meiner Küche entfaltet. Ich bin den Mandelkeksen, den >Cantuccini<, verfallen - diesen kleinen Broten mit ihrem morbiden Charme. In meinem letzten Beitrag erwähnte ich, dass mich eine farbliche gute Stimmung in der Gruppe stets beglückt, und so wurde das >Sonntagssüß< auch zu einer guten Verbindung in Kupfer-Gold-Grau. Der Falter hat sich verirrt bei mir, ich hoffe er findet noch einen guten Platz. Die Fühler sind nach vorne gerichtet. So soll es sein.

Wie es auch sein soll, verrät eine Sequenz aus der Küche, die mich strahlen ließ. Übung zahlt sich aus, und das zeigt sich im Kleinen. Nach zahlreichen >Sonntagssüß< in diesem Jahr, kann ich die Butter blind wiegen. Auf das Gramm genau. Ein Schnitt mit dem Messer, 50 Gramm waren es. Hat mich begeistert. Geht es euch manchmal auch so, dass euch solche Kleinigkeitien entzücken?

Die >Cantuccini< fischte ich übrigens aus dem sonntäglichen Becken, ein Rezept von grain de sel. Die rustikale Optik, der knackige Biss, der weiche Kern, der Spritzer Amaretto und die ganzen Mandeln (mit Haut), die  beim Schneiden so einen wunderbaren Zwei-Lagen-Look ergeben, begeistern mich. Noch dazu sind sie fix fabriziert. Fein. Finden hoffentlich auch die Beschenkten.

Und jetzt ihr: Habt ihr schon angerichtet? Dann präsentiert euer Süß doch Julie, bei der heute wieder einmal die Aromen explodieren ...

18.11.2011

übergang


Mögt ihr das auch gerne, wenn die Beiträge untereinander farblich so schön übergehen? Wenn es fließt und der Übergang einfach stimmt? Das ist (m)ein roter Faden, dem ich gerne folge - und ganz oft ergibt er sich einfach. Ganz ohne Intention, vielmehr mit Intuition. Und so folgt auf das rote www ein dunkelroter Gönnerstift. Zum Wochenende - da wäre dann auch wieder der Übergang. 

Kurz zum Stift und warum er für mich ein Zeichen setzt: Ich trage nichts auf den Lippen. Nur mich selbst durch die Welt. Doch seit heute geht da ein Schneewittchenrot mit mir spazieren. Thea war meine Zündung, ihre Lipstick Diaries die rote Verstärkung. Jetzt fühle ich mich irgendwie anders, laufe zum Spiegel und bin mir ein bisschen fremd. Gut fremd - ich glaube, ich gefalle mir.   

Euch ein farbenfrohes Wochenende - bis zum Sonntag. Dessen Gastgeberin diesmal Julie ist.  

Gesehen Einen Falter.  
Gehört Nothing compares 2 U.

Gelesen >Alle sieben Wellen< zu Ende.
Getan Meine Mittagspause in der Qüche verbracht.
Gegessen Gnocchi mit Fenchel, Tomaten und Haselnüssen. Noch besser: mit Cashewkernen.
Getrunken Chai Latte.
Gefreut Über einen Anruf. Eine Momentbegegnung aus dem >Copy Shop<.
Geärgert Über leise Vorwürfe.
Gelacht Über den Klang des Ruhrgebiets.
Geplant Diese Topfuntersetzer.
Gewünscht Ein besser organisiertes Leben.
Gekauft Chanel Rouge Coco >Lune Rousse<.
Geklickt The Makers
.

(Wochenrückblick nach einer Idee von Fräulein Julia)

08.11.2011

herb

milchschaum mit erdnussbutter I fräulein text

Mandeln fallen wie Blätter, Schaumlöcher gleichen Baumlöchern - das ist der Herbst. Der schönste von allen am letzten Wochenende. Einpacken möchte ich ihn. Denn er ist das Licht und die Sanftmut, das Gold und die zarte Wärme. Der Übergang. Ich genieße ihn sehr. Und für noch mehr am Sonntag ist meine neue Kuchenplatte (in der Ecke) da. Fünfzig Cent, und sie ward mein. Für Süß, für Süß, für Süß. 

Das Glück unterm Milchschaum flößte mir übrigens Anja ein mit ihrer Milchidee. Erdnussbutter aufgelöst in warmer Milch versteckt sich unter der Decke. Ein wenig brauner Zucker dazu. So will ich dich, Herbst.

Danke ihr >Tafelnachbarn<. Bis demnächst.

06.11.2011

creme

käsekuchen mit frischkäse (und haferkeksen) I fräulein text
käsekuchen mit frischkäse (und haferkeksen) I fräulein text

Manche Tage verlangen nach viel - nach dicken warmen Polstern, die einen auffangen. Wenn nichts mehr geht, geht immer noch ein Kuchen. Und dieser äußerst cremige Käsekuchen hat ein verdammt dickes Polster - aus Frischkäse und Mascarpone und einen >Rost< aus kernigen Keksen. Er kann sehr gut fangen.

Wenn auch ihr ein Polster braucht, sei euch hier verraten, wie es sich herstellen lässt. Der Boden geht ganz fix aus 100 Gramm >Hobbits< oder Haferkeksen, die im Küchenhexler zu feinen Krümeln werden. Alternativ tut's auch ein Nudelholz. Mit 60 Gramm geschmolzener Butter wird eine streichfähige Masse daraus. Eine ordentliche Prise Salz dazu. Eine Springform mit Backpapier auskleiden und mit einem Löffelrücken die Keksbutter zu einem Boden ausstreichen. Bei 180 Grad im vorgeheizten Ofen etwa 10 Minuten sonnenbaden lassen. 

Währenddessen das Samtpolster zubereiten: 3 Eier und 100 Gramm Zucker zu Schaum verschlagen, 2 Packungen Frischkäse (je 200 Gramm) und einen Becher Mascarpone (250 Gramm) hinzukippen und gut durchrühren. Ich habe der Creme noch 10 Esslöffel Quittensaft eingeflößt, die sich allerdings nur spärlich bemerkbar machten. Da suche ich noch die richtige Dosierung für einen feinen Quittengeschmack. Ist alles gut verrührt, schwungvoll auf den vorgebackenen Boden gießen, ein bisschen Faltenreduzierung betreiben und für rund 40 Minuten (ebenfalls bei 180 Grad) in die Röhre schieben. Immer mal wieder spingsen, wie die Deckenfarbe sich verändert. Hell soll sie bleiben. Anschließend in der Form auskühlen lassen und kühlen - am besten über Nacht. Am nächsten Tag sich streicheln lassen; und am übernächsten, und überübernächsten - bis sich Wirkung zeigt.

Dazu: >The Good Morning Diary<. Schlich sich mir gestern Abend vor >Boy< ins Ohr.

Und jetzt ihr: Was versüßt euch den Sonntag? Erzählt's und werdet Teil der Tafel ...