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13.01.2017

golden cookies (oatcakes + gewürzkekse)

schottische oatcakes + knusprige gewürzkekse I fräulein text


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Eigentlich hatte ich vor, die Siebzehn mit einem kleinen Rückblick zu begrüßen – einfach, um mir (auch) selbst vor Augen zu halten, dass es da was Gutes gab im letzten Jahr. Neben den vielen ernüchternden (vor allem gesundheitlichen) Dauer/Baustellen – und dann ist plötzlich schon der dreizehnte Tag. Und ich entscheide mich für goldene Zuversichts-Cookies. Auf 352 kommende Tage voller Mut und Strahlkraft, genügend Biss und noch mehr Leichtigkeit, Akzeptanz und (inneren) Frieden. Glück, Gelassenheit und ein >Gemeinsam< in den richtigen Momenten.
Es schneit (gerade).

Die Plätzchensaison ist letztes Jahr einfach ausgefallen. Es fehlte die Lust, ja, aber es war auch ein bewusster Verzicht zugunsten meines Körpers. Ausnahme waren die krossen Gewürztaler mit Nuss, Trockenfrucht und Amaranth. Letzte Woche kamen schottische Oatcakes hinzu. Sehr mild gesüßt, fast schon neutral, perfekt als salzig belegte Frühstücks/Lunch/Snack-Basis. Süßer wird es mit ein bisschen Nussmus uo Fruchtaufstrich. Ich zehre immer noch vom Sanddornglas aus der >Villa Augustus<, deren Herbstbesuch in Spontanweite zum Meer definitiv zu diesen >richtigen Momenten< zählte.

Oatcakes (nach 3191 Miles Apart)

150 Gramm Haferflocken, 125 Gramm Dinkelmehl (Typ 630), 40 (bis 50) Gramm Zucker im 1:1 Verhältnis von Kokosblüte und Muscovado, 1/2 Teelöffel Salz, 1/2 Teelöffel Natron, 115 Gramm weiche (!) Butter sowie als persönliche Geschmackszugabe 1 Esslöffel gemahlener Mohn in einem >Food Processor< o auf der untersten Stufe des Handrührers langsam miteinander verkneten. 2 großzügige Esslöffel (Rahm-)Joghurt hinzufügen, bis sich ein weicher, leicht klebriger Teig formt. Mehlbestäubt zu einer Kugel rollen.

Ausrollen, am besten auf Mehluntergrund und nicht allzu dünn, und (25 bis 30) Kreise ausstechen. Mit einer klassischen Ausstechform o mit Hilfe eines Glases. Auf Backpapier 15 Minuten in den 175 Grad heißen O/U Ofen schieben. Leicht gebräunt sollen die Oatcakes sein … Nach dem Abkühlen luftdicht verschließen.

Gewürzkekse (in Anlehnung an die Knusprigen Weihnachtskekse aus dem >Alverde Magazin<)

25 Gramm Cashews und 30 Gramm geröstete Haselnüsse (fein) hacken, ebenso getrocknete Mango und Ananas (in etwa 20 Gramm). 75 Gramm Butter schmelzen und bräunen (!). Seit Nicole Stich verzichte ich auf diesen Schritt nicht mehr, wenn es um >Cookies< geht : )

Nüsse, Früchte und Butter zusammen mit 50 (bis 75) Gramm Zucker in einer Mischung aus Rohrohr, Muscovado und Kokosblüte1 Ei50 Gramm Haferflocken20 Gramm Dinkelmehl (Typ 630), 15 Gramm gepopptem Amaranth10 Gramm Chiasamen30 Gramm Kokoschips1/2 Teelöffel (Weinstein-)Backpulver und großzügiger (!) Gewürzprise aus Ingwer, Kardamom, Zimt, oder in meinem Fall: dem Keksgewürz >Ginger & Bread<, (mit einem Holzlöffel) verrühren.

Mit feuchten Fingern (rund 25) handflächengroße Taler formen und auf ein Backpapierblech legen. Bei vorgeheizten 160 Grad U etwa 10 Minuten goldbraun backen – sagt das Originalrezept. Meine Kekse erreichten den gewünschten Knusperfaktor allerdings erst bei 20 Minuten. Oder waren es gar 25 Minuten? Dann aber wirklich.

An dieser Stelle ü noch ein >Merci< für die schöne W/Post, die mich wieder aus dem virtuellen Raum erreicht hat :)
+ >Alles über Bord< von Anna. Ich freue mich so. Fühlt sich an wie ein Geschenk.

04.07.2016

schokoladenriegel (die mit kokos)

raw bounties o schokoladenriegel mit kokos I fräulein text

Bou. Sni. Twi. Rezepte für die Drei aus dem Supermarktregal machten schon vor ein paar Jahren die Runde im Netz. Süßer als heute – natürlich ;) Ich hatte damals Kokosträume, und weil mich diese auch vier Turni später nicht loslassen, war ich sofort Flamme und Kühlschrank, als Ulma und Frau Gold ihre #(mehroderweniger)rawbounties präsentierten. Da musste ich auch nochmal ran. Gesehen, getan. Zart angepasst an meinen Geschmack und nicht so schneeweiß wie damals, aber mindestens eine Wiederholung wert. Vielleicht sogar als Schmelz/t/r/iegel aller vier Varianten. Die Kokosmilch war damals nämlich eine gute Wahl . . .

für etwa 20 SchoKoMinis

180 Gramm Kokosraspeln (aus der Not heraus habe ich teilweise K-Chips in die >Moulinette< geworfen, und den Krisp der etwas gröberen Raspel fand ich richtig gut :))
60 Gramm flüssiges Kokosöl
1 (oder 2) Esslöffel Kokosblütenzucker
1 Esslöffel hellen, festen Honig
1 Esslöffel weißes Mandelmus 
1 Esslöffel Wasser
1 Prise >Maldon Salt<

: löffelnd miteinander vermischen : gut mit den Händen nachwalken

: in eine kurze, schmale Kastenform pressen (ich habe mit einer quadratischen 20x20-Form gearbeitet, dadurch waren mir die Riegel aber zu flach, weshalb ich die >Platte< anschließend geteilt und gestapelt habe)

: über Nacht im Kühlschrank fest werden lassen

: für die Schokoladenglasur (ich sage ganz bewusst Glasur, denn meine Kokosriegel sind nicht komplett umhüllt, sondern schlicht bestrichen. Das würde ich ttsl wieder so machen! Plus: Sie lassen sich so auch schneller anfassen ;)) setze ich auf 100 Gramm geschmolzene feine Bitter mit 60 Proz. Alles darüber ist mir persönlich zu kirschig. Geschmackssache – und eine Frage von #raw oder #nichtraw.

: mit der rührenden Löffelspitze Bahnen ziehen

: nochmal kurz nachkühlen

So schnell weg, wie ich Riegel sonst nicht kaufen würde ;)

29.11.2015

advent (+ zeit/zeichen)

advent (+ zeit/zeichen) I fräulein text


für
:

Gewürzquadrate nach Frau Gold // mit Quittenlack
Quarkstollen, blitzschnell #allejahrewieder
Salzbuttertrüffel (mit dem Geschmack der Gebroeders auf der Zunge)

Licht und Schatten.
Ein bisschen Glimmer.

+ einen (weiteren) kräftigen Zug an der Schublade

>>


Ich bleibe bewährt treu. Gleichzeitig offen für den Blick auf andere Teller.

:

Was liegt bei euch?

und: Sind Engel Geflügel

?

09.10.2015

dattel mit erdnuss

dattelriegel mit erdnuss + meersalz I fräulein text

– sonnen _
energie 



Der Einstieg funktioniert nahtlos. Drei Schritte (vor), anderthalb Jahre zurück. Das süße Prinzip Fruchtkonfekt, das damals schon richtig gut war, ist es auch heute noch. Energie dank drei Zutaten. Dattel. Erdnuss. Meersalz. Dieser Geschmack fuhr neulich mit mir Zug. Ein >Raw Bite Peanut< steckte im Gepäck. Nussiger Knack, tiefe Süße und eine Prise Salz. Fand ich ziemlich sensationell. Ich will mehr. So der erste Gedanke. Das kann ich auch, der zweite. Fahrtwindverhuscht liegt das Ergebnis nun auf dem Papier. Und ich möchte immer noch mehr.

– Die Formel ist erneut ziemlich einfach. 200 Gramm Datteln (vorzugsweise die fleischigweichen >Medjools<; etwa 10 Stück), 200 Gramm geröstete, ungesalzene (!) Erdnüsse (oder auch 150 Gramm E und 50 Gramm Cashews), 1/4 Teelöffel Meersalz (ich nehme das geliebte >Maldon Salt<).

Im (Hochleistungs-)Mixer (ich verwende dafür m/einen Vitamix) zu einer knetfähigen Paste pürieren, die jedoch gerne ein wenig erdnusskerndurchzogen bleiben darf. Ich bevorzuge keine komplett homogene Masse. Falls ein kräftiger Mixer fehlt, schneidet mit dem Messer lieber vor – oder ausschließlich. Das kernige Pü nun zusammendrücken, ausrollen und dann zu einem Block schieben. Scheiben schneiden. Oder Bälle formen. In Wachspapier zu Päckchen schnüren. Als Proviant . . . : )

PS/sst: Klebt’s beim Verarbeiten zu sehr, einfach kurz ins Tiefkühlfach schieben.

Zusätzlichen Motivations/an/schub gaben übrigens Katjas Mafrukokus. – und jetzt auch Frau Gold.

Ein gutes Wo.

22.06.2015

salzkaramellpopcorn

karamellpopcorn mit meersalz I fräulein text




- _ -

topf
unter
deckel

karamellpopcorn mit meersalz I fräulein text

Aus einer Laune für die Laune: schnell mal Popcorn machen. Es ist ewig her – wenn nicht noch länger. Dabei ist es so gut: einfach hineingreifen. Hilft in allen Situationen. Die, die einen unerwartet und müßig zurückwerfen, und in den guten sowieso. Macht unbekümmert. Irgendwann ist die Schüssel leer, aber Nachschub dauert kein Leben. Die Kombination mit Salzkaramell ist ein Klassiker, ja. Und Klassiker mag ich. Es ist dezent, aber gut süß. Etwas weicher im Geschmack, nicht ganz so knackigklebrig wie im Kino. Kaut sich in meine Stimmung perfekt ein :)

Für eine große Portion oder zwei mittlere. Für ein Backblech braucht es 90 Gramm Popcornmais und einen Topf. Meiner misst im Durchmesser 24 Zentimeter. Das sage ich dazu, weil es wichtig für die Körner ist, dass sie sich Korn an Korn ausbreiten können, nicht aber Korn über Korn. Ist euer Topf kleiner, braucht ihr eventuell weniger Mais. Den Topfboden mit einer Mischung aus Sonnenblumenöl und Kokosöl (das gibt einen schönen Geschmack!) auskleiden und maiskornbedeckt erhitzen.

Irgendwann geht es richtig heiß her, ihr hört es – oder seht es, wenn euer Topf einen gläsernen Deckel hat. Sind alle Körner zu schönen Blumenkohlrosen ausgewachsen (eventuell mal am Topf rütteln), auf einem Backpapierbackblech ausbreiten. Mögliche Blindgänger und ähm ... verbrannte Körner aussortieren. Mit löffelweichen Salzkaramellbahnen überziehen.
Das Karamell habe ich vorher gekocht und dann auf den Punkt kurz erhitzt. Denn leicht warm, umhüllt es das Popcorn am besten. Dafür 75 Gramm Rohrohrzucker und zwei Esslöffel Ahornsirup ohne Rühren bei moderater Hitze im Topf zusammenschmelzen. 150 Gramm flüssige Sahne zugießen und mit Rührlöffelschwung golden einköcheln lassen. Mit Meersalzflocken würzen. Ich nehme gerne >Maldon< Kristalle. Angemerkt: Beim nächsten Durchlauf darf es gerne auch ein wenig mehr goldener Sirup sein . . .


Das karamellisierte Popcorn (mit Besteck) gut durchmischen, um es mit lauter kleinen K-Inseln zu bes/n/etzen. Im vorgeheizten Ofen bei 150 Grad nochmals für etwa 10 Minuten durchwärmen. Mit Extra-Flocken nachsalzen. So schmeckt es mir.

Und wie schmeckt es euch?

29.12.2014

davor (+ dazwischen)

breit
über beide Winkel

über
die herr/z/lichen
Weihnachtsposten
lächeln

//
danke
:
)
die Flocken rascheln hören
blitzschnelle Dattelperlen aus dem Mixer fischen
:
dafür
:
fünfzehn Soft-Datteln (oder die guten >Medjools<, wenn ihr einen starken (!) Messerpartner habt)
mit zwei Esslöffel ungesüßtem Kakao
und einem Esslöffel Kokosöl (+/-) zur flotten Runde in die >Moulinette< stecken
aus der Masse kleine Kugeln formen
+ in ein Meer aus PulverK tauchen

lovefoodeat


 
auf dem Pergamentlaken herumblättern
einen belgischen >Peperkoek< aus der Papierbettwäsche befreien


Zweige behängen (mercimerci!) : im Dunkeln auf der KÖ kleine Vogelpunkte leuchten sehen : dem Reifen neues Leben einzwitschern






aus dem Fenster einer zarten Puderzuckerhülle gegenübersehen
fein besprühtes Goldgras ins Trockene bringen

Wärme aus dem Umschlag ziehen
über einen Handschuh für die Küche freuen






besten Besuch empfangen

dieser Ausstellung froh vorausäugeln
Gedanken bündeln
+ ganz viel dazwischen.

//
Habt es warm.
Habt es funkelnd.
Habt es leise, habt es laut.

Lacht, weint, tanzt.

Schaut nach vorne, schaut zurück.
Hört und horcht.

Öffnet – das Herz und vielleicht auch die Fenster.
 -
Hier wird (wie im letzten Jahr) geräuchert.
Dank Caro und Katja.

// Übermorgen nun schon vier Jahre an diesem Platz.
Wir lesen uns wohl wieder.

16.12.2012

trüffel (mit salzbutter)




uuuu uu 
uuuh!

Die Salzbutter teilt sich ganz selbstverständlich meine Zuneigung mit dem Meer – neben Blumen, ungeraden Zahlen und weißer Bettwäsche. Die Salzbutter schlich sich darüber hinaus ganz unverhofft in mein Geschmackszentrum, und das mitten in Amsterdam. Bei den Gebr. Niemeijer entdeckte ich sie im Regal, schlicht gehüllt in Schokolade und verpackt in Zellophan: >Truffes au beurre salé<. Diese Stückchen nun schmolzen perfekt auf die gute Prise Salz im Mund herunter. Das wollte ich unbedingt nochmal (oder zumindest so ähnlich).

Die Trüffel bedürfen nur weniger Zutaten, die es allerdings in sich haben. Hochwertige Schokolade, Sahne, Vanille, Salzbutter und Kakao. Im Detail (und für ca. 30 bis 35 Trü) heißt das: 75 Gramm Sahne mit dem Mark einer Vanilleschote sowie der Schote selbst aufkochen und anschließend zehn Minuten abseits der Platte ziehen lassen. 150 Gramm Bitterschokolade mit einem großzügigen Esslöffel Salzbutter und der durchgesiebten (!) Sahne über dem Wasserbad schmelzen. Die glänzende Masse in (eine) Form gießen, mit einer Füllhöhe von einem Zentimeter. Das sorgt für m/einen guten Schokoladenbissen im Mund. Über Nacht foliert im Kühlschrank fest werden lassen.

Aus der Folie befreit, mit einem scharfen Messer in (unregelmäßige) Stücke schneiden. In rotstaubigem Kakaopulver wälzen, optional mit >Maldon Salt< beflocken. In Tüten schaufeln – et voilà.

Wünsche: Bestfest.

Gebr. Niemeijer * Nieuwendijk 35 * Amsterdam

09.11.2012

tangram


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Keine Sieben.
Aber viel Geduld, die braucht es. 

 

quittenbrot I fräulein text
quittenbrot I fräulein text

Die Quitte begleitet mich weiter – auch in der Küche. Vernaschte ich letztes Jahr noch fremdproduzierte Frucht, drehte ich diesmal selbst die >Flotte Lotte<. Heraus kommt Speck, Brot und Konfekt in einem. Zurecht eine Königin, die Q.

Für 1500 Gramm Nettoquitte (das reicht später für zwei Bleche) rund zweieinhalb Kilo Bruttoquitte vierteln, entholzen, entblüten und in einem großen Topf knapp mit Wasser bedecken. Etwa 40 Minuten weichköcheln lassen. Anschließend in der >Flotten Lotte< mit ordentlich Muckis rotieren und passieren – oder durch ein Sieb streichen (Dafür bräuchte ich allerdings doppelt so viele Muckis!). Übrig bleibt das gute Mark. Zusammen mit 1500 Gramm Gelierzucker 2:1 und dem Mark einer Vanilleschote verrühren, aufkochen, drei Minuten sprudeln, Gelierprobe durchführen und dann auf ein leicht geöltes Backpapierblech streichen. Nun: trocknen, trocknen, trocknen lassen. Ein paar Tage an der guten Luft oder auch für mehrere Stunden im 80 Grad warmen Ofen. Oder beides. Klebt ganz schön lange. In Würfel, Rauten oder Ecken schneiden, in Zucker wälzen und einen Schwan legen. Oder anderthalb Blumen.

Traumhaft.

Danke, liebe Alma – für Papier und mehr.

18.03.2012

meringue


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Chai, der sanft schäumt - dazu Lektüre. Das neue COS Magazin mit Annette Müller von Berliner Honig im Interview. Die Kastanie knospt, auf ihr sitzen Packpapierhütchen, die einst in einem Paket zu mir kamen. Sie machen es sich gemütlich. So wie ich. So wie ein Sonntag sein könnte, in diesem Fall nicht war, zumindest nicht heute. Aber manchmal ist schummeln erlaubt, oder? Und das Gefühl trägt sich durch. So wie die Meringue Mandeln tragen, und zart nach Kaffee schmecken. Geschmacksknospen, die dazu optisch wieder den Gipfelhütchen gleichen. Ihr wisst ja, ich mag die Bilder, die stets beisammen sind.

Außerdem mag ich, wenn alles seinen Platz findet, so wie diese Meringue, die ich aus eigelbverlassenen Weiß schlug. Zwei an der Zahl mit einer Mischung aus braunem und weißem Zucker. Dazu etwas Espressopulver für Geschmack und Farbe. Gehackte Mandeln on Top. Knackige Schale, weicher Kern.

Jetzt habt auch ihr einen Platz - hier und auf der Tafel. Einen schönen Sonntag.

(Inspirationsquelle: house to haus)

19.02.2012

rosinen


Helau! Tätarätä. Ein Teller voller Schnecken sollte es sein an diesem Karnevalswochenende: Ihr Kostüm: Ein schmucker Überwurf aus Zuckerguss, Rosinen im Haar, gute Laune in der Tüte. Perfekt für unterwegs die fröhlichen Naschrondelle. Sie zwinkerten mir zu - aus dem schmalen (Werbe-)Rezeptheft der Buchhandlung. Nimm mich mit. Back mich. Iss mich. Vertrau mir. Was sie halt alles so rufen, diese Schnecken. Wollt ihr auch?

Ich höre ein >Ja< und sage: Wiegen und sieben. 320 Gramm Mehl und 1 Päckchen Backpulver. Dazu: 75 Gramm Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker, 1 Prise Salz, 1 Ei, 150 Gramm Quark und 100 Gramm Butter in Würfeln. Holt den Knetrührer aus dem Schrank und züchtet einen glatten Teig heran. Gerne auch mit den Händen nachhelfen. Und dann: zu einem blechgroßen Rechteck ausrollen und mit einer Paste aus 30 Gramm flüssiger Butter und 100 Gramm Marzipan bestreichen, aufrollen (von der Längsseite) und in fingerdicke Streifen schneiden. Auf die Seite legen, sanft plattdrücken und ab aufs Blech damit. Einheizen, den Ofen auf 180 Grad und 15 bis 20 Minuten backen. Kurz abkühlen lassen und mit einem dicken Guss aus Zitrone und Puder begießen.

Alaaf.

Weiteres >Sonntagssüß< sammelt heute Julie.

(aus dem Buch: >Heimwehküche Backen<)

08.02.2012

kokosträume

kokosriegel I fräulein text
kokosriegel I fräulein text

Du wärst mein bestes Betthupferl. Ein Traum in Weiß, um es mal etwas kitschig auszudrücken. Die Kokoskrönung auf meinem Kissen - würdest Du es bis dahin schaffen. Du bist so gut, um wahr zu sein. Und deshalb bist Du auch schon weg. Schwupps. Von der Hand in den Mund. Und in die Tüte.

Die Dritte im Bunde: Neben Snickers und Twix, das bindende Glied in der süßen Kindheitskette. Die beiden anderen der Ansporn, Dich zusammenzurühren. Ganz fix funktioniert das, einzig und allein die Glasur erfordert ein wenig Geschick und Geduld. Ich habe es erst mit der Pralinengabel probiert, doch mit ein paar Wendungen geht es auch so.

Und zwar aus 150 Milliliter Kokosmilch, die mit 60 Gramm Zucker auf der Flamme köcheln. Angemerkt: Wer nicht gerne zuckert, probiert's mit dieser Variante. Dann wird gekippt: 2 Teelöffel (Weizen-)Grieß und 100 Gramm Kokosraspeln. Runterschalten, eindicken bis eine formbare Masse entsteht. Abkühlen lassen. Anschließend kleine Barren formen. Ich habe insgesamt zehn Riegel modelliert. Im Tiefkühlfach anfrieren, damit die warme Schokolade, das Kokosgut nicht in Teile zerreißt. 100 Gramm dunkle Schokolade (mein Klassiker: >Grand Noir< von GEPA) über dem Wasserbad schmelzen und mit einem Pinsel auftragen. Das ist ein wenig kniffelig, aber ihr macht das schon! Wieder kaltfrieren. Essen. Verschenken. Ich tausche meine Träume gegen Tortellini.

Die Postkarte kommt übrigens aus dem >Museum für verwandte Kunst<.

(Rezeptquelle: Suppentopf

11.10.2011

quitten

Genussstückchen.
Die Quitten in Hülle und Fülle versanken als Saft und Gelée in unzähligen Gläsern und Flaschen. Was von ihnen übrig blieb wurde Brot - Nikki sei Dank! Sie brachte mir die Idee auf die Zunge, die Lust ward geweckt, nur die Ausdauer fehlte mir nach meiner letzten 8-stündigen Pflaumenmussause im Ofen. Deshalb geht das wunderbare Quittenbrot auf das Genusspunktekonto meiner Mutter. Sie hat es wirklich gut gemacht.

Aus 1000 Gramm Quittenmus (den kalten Rückständen der Geléebereitung, passiert durch ein Sieb oder die >Flotte Lotte<) im Verbund mit etwas geriebener Zitronenschale und dem Mark einer Vanilleschote sowie 500 Gramm Gelierzucker im Verhältnis 2:1. Zusammen aufkochen, etwa 3 Minuten. Anschließend auf geöltes Pergamentpapier streichen (etwa 2 Zentimeter dick) und trocknen lassen. Lange, lange trocknen lassen. Zur Unterstützung des Trockungsprozesses wurde der Backofen auf 50 Grad eingeschaltet, für ein paar Stunden Umluftenergie. In Rauten geschnitten und genüsslich gewälzt in feinem Kristallzucker wird ein geniales Konfekt daraus. Ach, und in Dreiecke geschnitten. Passend zur Optik des New Fall Festivals. Auch ein Genuss, der heute beginnt.

31.07.2011

fudge

Blütenwürfel.
Kleine Kalorienquadrate habe ich soeben produziert. Ja, alle vier Tafeln Schokolade (Vollmilch und Zartbitter) schmolzen dahin – zusammen mit Butter und einer Dose >Milchmädchen<. 400-50-400 lautet die Formel. Aber die dürft ihr keinem verraten – und vor allem nicht darüber nachdenken, während sich die Kalorien im Wasserbad zu einem zuckersüßen See verschwimmen. Der sich anschließend wiederum in einer Backpapierkleid tragenden Form im Kühlschrank zu einer großen Schokoladenplatte verfestigt.

Salz, Pfeffer, Blüten – alle Aromen, die ihr euch vorstellen könnt, sind die Krönchen auf den Königinnenwürfeln. Pur, ganz ohne, natürlich auch ein Genuss. Dank der sanften Konsistenz lösen sie sich im Nu auf. Was bleibt, ist ein gutes Gefühl. Das sage ich euch. Nichts anderes, ok?

Welche Gefühle Katrin mit dem >Sonntagssüß< verbindet, verrät sie euch hier. Das ist übrigens auch der Ort für eure heutigen Beiträge aus der Küche ...

(Hilda Grahnat inspirierte mich.)

27.01.2011

ganz in weiß

Kokosschnippsel.
Heute ist Donnerstag, quasi Fast-Wochenende, und das beginne ich mit einem Leckerli vom letzten. Mit einem Traumstrandtraum-Cupcake, der so begehrenswert ist, dass ich dafür sogar meine geliebte Nordsee eintauschen würde. Fundort: { Ohh...Mhhh } - der Blog von Steffi, der seit heute übrigens ein neues äußerst schickes Kleid trägt. Alle, was dort zu sehen ist, ist einfach nur schön. Ich wiederhole: nur schön. Und köstlich, wie der Cupcake aus der Freitags-Kolumne. Der Clou ist übrigens im Inneren versteckt. Das Herz. Mehr wird nicht verraten. Deshalb: nachbacken und herausfinden. Eins muss ich allerdings zugeben: Mein Cupcake ist in seiner Hülle leider nicht so recht gewachsen, weswegen er einer extragroßen Portion Kokosschnippsel bedurfte - und damit eher wie ein Berg aussah, denn ein Strand. Geschadet hat es ihm aber nicht. Probiert ihn aus!