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13.01.2017

golden cookies (oatcakes + gewürzkekse)

schottische oatcakes + knusprige gewürzkekse I fräulein text


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Eigentlich hatte ich vor, die Siebzehn mit einem kleinen Rückblick zu begrüßen – einfach, um mir (auch) selbst vor Augen zu halten, dass es da was Gutes gab im letzten Jahr. Neben den vielen ernüchternden (vor allem gesundheitlichen) Dauer/Baustellen – und dann ist plötzlich schon der dreizehnte Tag. Und ich entscheide mich für goldene Zuversichts-Cookies. Auf 352 kommende Tage voller Mut und Strahlkraft, genügend Biss und noch mehr Leichtigkeit, Akzeptanz und (inneren) Frieden. Glück, Gelassenheit und ein >Gemeinsam< in den richtigen Momenten.
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Es schneit (gerade).
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Die Plätzchensaison ist letztes Jahr einfach ausgefallen. Es fehlte die Lust, ja, aber es war auch ein bewusster Verzicht zugunsten meines Körpers. Ausnahme waren die krossen Gewürztaler mit Nuss, Trockenfrucht und Amaranth. Letzte Woche kamen schottische Oatcakes hinzu. Sehr mild gesüßt, fast schon neutral, perfekt als salzig belegte Frühstücks/Lunch/Snack-Basis. Süßer wird es mit ein bisschen Nussmus uo Fruchtaufstrich. Ich zehre immer noch vom Sanddornglas aus der >Villa Augustus<, deren Herbstbesuch in Spontanweite zum Meer definitiv zu diesen >richtigen Momenten< zählte.

Oatcakes (nach 3191 Miles Apart)

150 Gramm Haferflocken, 125 Gramm Dinkelmehl (Typ 630), 40 (bis 50) Gramm Zucker im 1:1 Verhältnis von Kokosblüte und Muscovado, 1/2 Teelöffel Salz, 1/2 Teelöffel Natron, 115 Gramm weiche (!) Butter sowie als persönliche Geschmackszugabe 1 Esslöffel gemahlener Mohn in einem >Food Processor< o auf der untersten Stufe des Handrührers langsam miteinander verkneten. 2 großzügige Esslöffel (Rahm-)Joghurt hinzufügen, bis sich ein weicher, leicht klebriger Teig formt. Mehlbestäubt zu einer Kugel rollen.

Ausrollen, am besten auf Mehluntergrund und nicht allzu dünn, und (25 bis 30) Kreise ausstechen. Mit einer klassischen Ausstechform o mit Hilfe eines Glases. Auf Backpapier 15 Minuten in den 175 Grad heißen O/U Ofen schieben. Leicht gebräunt sollen die Oatcakes sein … Nach dem Abkühlen luftdicht verschließen.

Gewürzkekse (in Anlehnung an die Knusprigen Weihnachtskekse aus dem >Alverde Magazin<)

25 Gramm Cashews und 30 Gramm geröstete Haselnüsse (fein) hacken, ebenso getrocknete Mango und Ananas (in etwa 20 Gramm). 75 Gramm Butter schmelzen und bräunen (!). Seit Nicole Stich verzichte ich auf diesen Schritt nicht mehr, wenn es um >Cookies< geht : )

Nüsse, Früchte und Butter zusammen mit 50 (bis 75) Gramm Zucker in einer Mischung aus Rohrohr, Muscovado und Kokosblüte, 1 Ei, 50 Gramm Haferflocken, 20 Gramm Dinkelmehl (Typ 630), 15 Gramm gepopptem Amaranth, 10 Gramm Chiasamen, 30 Gramm Kokoschips, 1/2 Teelöffel (Weinstein-)Backpulver und großzügiger (!) Gewürzprise aus Ingwer, Kardamom, Zimt, oder in meinem Fall: dem Keksgewürz >Ginger & Bread<, (mit einem Holzlöffel) verrühren.

Mit feuchten Fingern (rund 25) handflächengroße Taler formen und auf ein Backpapierblech legen. Bei vorgeheizten 160 Grad U etwa 10 Minuten goldbraun backen – sagt das Originalrezept. Meine Kekse erreichten den gewünschten Knusperfaktor allerdings erst bei 20 Minuten. Oder waren es gar 25 Minuten? Dann aber wirklich.

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An dieser Stelle ü noch ein >Merci< für die schöne W/Post, die mich wieder aus dem virtuellen Raum erreicht hat :)
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+ >Alles über Bord< von Anna. Ich freue mich so. Fühlt sich an wie ein Geschenk.

10.10.2016

torta di zucchine

torta di zucchine o herzhafter zucchinikuchen I fräulein text

>Isst du das überhaupt?< lautet ihre erste Frage, als sie in die Küche kommt. Ich fühle mich ertappt. Quiche, Tarte, Flan oder wie hier: eine >Torta die Zucchine< ist mit ihrer Konsistenz immer noch eine Frage der Laune für mich. Ohne viel Nachdenken klappt es ganz gut mit uns. Und dieser herzhafte Zucchinikuchen war so spontan wie der Besuch – und vielleicht gerade deshalb einfach der Beste. Flugs gerührt, grün und flaumig, dabei durch und durch würzig dank dreierlei Käse. Macht/e pur drei Menschen satt und glücklich. Perfekt für einen Abend in der Küche, auf der Arbeitsplatte sitzend, ein kleines Glas Wein in der Hand. Zucchini im Vorbeiwehen quasi (nicht nur fotografisch ;)). Bevor die Saison also nun endet, gehet hin und kaufet Zucchini. Jajaja!

Katharinas kulinarische Notiz war mir einmal mehr bester Wegweiser. Allein Kräuter und Haube – geröstete >Piemonteser Haselnüsse< – variierte ich. Was für ein Treffer :) Dessen Reste am nächsten Tag im Auto (auf der Fahrt zum Meer) gebührend verabschiedet wurden. Ein Stück, eine Gabel und alle Drei wild auf den letzten Krümel …

Für eine Tarteform (meine misst im Durchmesser 25 cm) braucht es Zucchini, 750 Gramm. Das sind 4 bis 5 (je nach Größe) gute grüne saftige Stangen – am besten natürlich in Bio-Qualität. Die werden gewaschen und entkappt auf der groben Seite der Vierkantreibe geraspelt und verschwinden dann zusammen mit 50 Gramm Butter und ein wenig Salz in einer weiten Pfanne. Garen dort rund zehn Minuten bei niedriger Hitze. Anschließend den Sud durch ein Sieb abgießen, und zusätzlich mit einem Löffelrücken ausdrücken (oder auffangen; Katharina weiß wofür!).

4 Eier, 250 Gramm Ricotta, 100 Gramm geriebenen Parmesan, 200 Gramm grob zerpflückten Schafskäse (ja, das ist doppelt so viel wie im Originalrezept :)) verschneebesen, die Zucchinistreiferl und Kräuter nach Gusto (ich: Bergthymian und Basilikum) unterrühren. Salzen und pfeffern, ebenfalls nach Geschmack. Die Tarteform zücken, mit Olivenöl ausstreichen und mangels Semmelbrösel mit Polenta bepudern. Teig einfüllen und eine Handvoll gehackte, geröstete >Piemonteser Haselnüsse< aufstreuen. Nie wieder andere :) Alternativ: Mandelblättchen. Evt bräunen beide zu schnell, dann lieber nach der Hälfte der Zeit abdecken – o erst später zugeben …

In den Ofen schieben, bei vorgeheizten 180 Grad O/U für 35 bis 45 Minuten.



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04.07.2016

schokoladenriegel (die mit kokos)

raw bounties o schokoladenriegel mit kokos I fräulein text

Bou. Sni. Twi. Rezepte für die Drei aus dem Supermarktregal machten schon vor ein paar Jahren die Runde im Netz. Süßer als heute – natürlich ;) Ich hatte damals Kokosträume, und weil mich diese auch vier Turni später nicht loslassen, war ich sofort Flamme und Kühlschrank, als Ulma und Frau Gold ihre #(mehroderweniger)rawbounties präsentierten. Da musste ich auch nochmal ran. Gesehen, getan. Zart angepasst an meinen Geschmack und nicht so schneeweiß wie damals, aber mindestens eine Wiederholung wert. Vielleicht sogar als Schmelz/t/r/iegel aller vier Varianten. Die Kokosmilch war damals nämlich eine gute Wahl . . .

für etwa 20 SchoKoMinis

180 Gramm Kokosraspeln (aus der Not heraus habe ich teilweise K-Chips in die >Moulinette< geworfen, und den Krisp der etwas gröberen Raspel fand ich richtig gut :))
60 Gramm flüssiges Kokosöl
1 (oder 2) Esslöffel Kokosblütenzucker
1 Esslöffel hellen, festen Honig
1 Esslöffel weißes Mandelmus 
1 Esslöffel Wasser
1 Prise >Maldon Salt<

: löffelnd miteinander vermischen : gut mit den Händen nachwalken

: in eine kurze, schmale Kastenform pressen (ich habe mit einer quadratischen 20x20-Form gearbeitet, dadurch waren mir die Riegel aber zu flach, weshalb ich die >Platte< anschließend geteilt und gestapelt habe)

: über Nacht im Kühlschrank fest werden lassen

: für die Schokoladenglasur (ich sage ganz bewusst Glasur, denn meine Kokosriegel sind nicht komplett umhüllt, sondern schlicht bestrichen. Das würde ich ttsl wieder so machen! Plus: Sie lassen sich so auch schneller anfassen ;)) setze ich auf 100 Gramm geschmolzene feine Bitter mit 60 Proz. Alles darüber ist mir persönlich zu kirschig. Geschmackssache – und eine Frage von #raw oder #nichtraw.

: mit der rührenden Löffelspitze Bahnen ziehen

: nochmal kurz nachkühlen

So schnell weg, wie ich Riegel sonst nicht kaufen würde ;)

22.05.2016

schokoku (mit mandelmus + kakaonibs)

schokoladenkuchen mit mandelmus und kakaonibs I fräulein text

klein und mächtig
wie ein )) . . . oder gar zwei



Eigentlich . . . gibt es keine Alternative, und umgeguckt wird sich auch nicht. Einmal entschieden, passt. (Das gilt natürlich nur für Kuchen; sonst bin ich weniger entschlossen ;)) Tatsächlich sind die meisten der hier verbloggten Rezepte feste Aromenbestandteile in meiner Küche geworden, wenn sie es nicht eh schon waren. Immer wieder, immer wieder. Wenn es schmeckt, schmeckt es. Wahrscheinlich bin ich meine beste Leserin :)

Für Schokolade gab es also viele Jahre keinen Spitzen/Ersatz – bis auf die dicken Scheiben, die ich aus dem Ofen zog, wenn das Herz tief im Keller hing. Doch dann kam unverhofft (wie so oft) Neues in den Blick. Klein, saftig, dekadent. Erneut (wie so oft) folgte die Umsetzung prompt. Der Geschmack musste auf die Zunge. Sie war hocherfreut.

#gönndir 

Im Grunde ist die Basis ähnlich gestrickt wie bei den französischen Pics. Plus Mandelmus. Plus Pfeffer. Plus Kokosblüte. Plus Kakaonibs. Plus Schokoladenfahrbahn mit Orange. Wie gesagt: ein ziemlich teurer Mini. Das gilt wohl branchenübergreifend. Und schnell weg ist er auch . . .  

. . . dafür aber auch schnell gemacht. Füllt übrigens nur einen Kasten von 19 x 9 x 5 cm. Größer wird (noch) flacher.

So. Zuerst das Förmchen fetten und den Ofen heizen, auf 220 Grad O/U. Nun 100 Gramm bittere Schokolade (ich greife gewohnt mittelbitter auf 60 Prozent) zusammen mit 75 Gramm Butter über dem Wasserbad langsam schmelzen. Von der Flamme ziehen, eine Prise Salz einrühren, ebenso einen kräftigen Schwung zerstoßene rosa Pfefferbeeren und 1 1/2 Esslöffel braunes Mandelmus. Angemerkt: Mit der weißen Variante wird’s wohl noch einen Tick feiner, süßer, marzipanöser. Zwei Eier trennen. Das Weiß salzbeprist zu Schnee schlagen und beiseite stellen. Das Gelb mit 60 Gramm Zucker (m/eine Mischung: 30/30; Kokosblüte/helles Rohrohr) cremig verbinden und unter die Schokoladenbutter heben, mit 40 Gramm gemahlenen Mandeln. Rühren. Den Schnee im Anschluss sachte unterbesen. Es ergibt sich eine fast flauschige, moussige Konsistenz. In diesem Zustand wechselt der Teig nun in die Form und mit ihr in den Ofen. Bäckt dort für knappe 20 Minuten. Einzwei mehr, einzwei weniger. Der Kuchen darf sich ruhig noch ein wenig weich anfühlen, wenn ihr ihn aus der Röhre holt. Innen leicht klitschig, sehr gerne.

Abkühlen lassen. Um ihn dann mit einer Spur geschmolzener Orangenzartbitter zu bepinseln (20 Gramm, gewöhnlich eine Rippe.) Natürlich geht auch eine andere, ich aber finde gerade diese O-No/Te formidabel. Streue in die noch flüssige Bahn Kakonibs.

Für ein bisschen mehr Krach am Schokokuhimmel.

09.10.2015

dattel mit erdnuss

dattelriegel mit erdnuss + meersalz I fräulein text

– sonnen _
energie 



Der Einstieg funktioniert nahtlos. Drei Schritte (vor), anderthalb Jahre zurück. Das süße Prinzip Fruchtkonfekt, das damals schon richtig gut war, ist es auch heute noch. Energie dank drei Zutaten. Dattel. Erdnuss. Meersalz. Dieser Geschmack fuhr neulich mit mir Zug. Ein >Raw Bite Peanut< steckte im Gepäck. Nussiger Knack, tiefe Süße und eine Prise Salz. Fand ich ziemlich sensationell. Ich will mehr. So der erste Gedanke. Das kann ich auch, der zweite. Fahrtwindverhuscht liegt das Ergebnis nun auf dem Papier. Und ich möchte immer noch mehr.

– Die Formel ist erneut ziemlich einfach. 200 Gramm Datteln (vorzugsweise die fleischigweichen >Medjools<; etwa 10 Stück), 200 Gramm geröstete, ungesalzene (!) Erdnüsse (oder auch 150 Gramm E und 50 Gramm Cashews), 1/4 Teelöffel Meersalz (ich nehme das geliebte >Maldon Salt<).

Im (Hochleistungs-)Mixer (ich verwende dafür m/einen Vitamix) zu einer knetfähigen Paste pürieren, die jedoch gerne ein wenig erdnusskerndurchzogen bleiben darf. Ich bevorzuge keine komplett homogene Masse. Falls ein kräftiger Mixer fehlt, schneidet mit dem Messer lieber vor – oder ausschließlich. Das kernige Pü nun zusammendrücken, ausrollen und dann zu einem Block schieben. Scheiben schneiden. Oder Bälle formen. In Wachspapier zu Päckchen schnüren. Als Proviant . . . : )

PS/sst: Klebt’s beim Verarbeiten zu sehr, einfach kurz ins Tiefkühlfach schieben.

Zusätzlichen Motivations/an/schub gaben übrigens Katjas Mafrukokus. – und jetzt auch Frau Gold.

Ein gutes Wo.

22.06.2015

salzkaramellpopcorn

karamellpopcorn mit meersalz I fräulein text




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topf
unter
deckel

karamellpopcorn mit meersalz I fräulein text

Aus einer Laune für die Laune: schnell mal Popcorn machen. Es ist ewig her – wenn nicht noch länger. Dabei ist es so gut: einfach hineingreifen. Hilft in allen Situationen. Die, die einen unerwartet und müßig zurückwerfen, und in den guten sowieso. Macht unbekümmert. Irgendwann ist die Schüssel leer, aber Nachschub dauert kein Leben. Die Kombination mit Salzkaramell ist ein Klassiker, ja. Und Klassiker mag ich. Es ist dezent, aber gut süß. Etwas weicher im Geschmack, nicht ganz so knackigklebrig wie im Kino. Kaut sich in meine Stimmung perfekt ein :)

Für eine große Portion oder zwei mittlere. Für ein Backblech braucht es 90 Gramm Popcornmais und einen Topf. Meiner misst im Durchmesser 24 Zentimeter. Das sage ich dazu, weil es wichtig für die Körner ist, dass sie sich Korn an Korn ausbreiten können, nicht aber Korn über Korn. Ist euer Topf kleiner, braucht ihr eventuell weniger Mais. Den Topfboden mit einer Mischung aus Sonnenblumenöl und Kokosöl (das gibt einen schönen Geschmack!) auskleiden und maiskornbedeckt erhitzen.

Irgendwann geht es richtig heiß her, ihr hört es – oder seht es, wenn euer Topf einen gläsernen Deckel hat. Sind alle Körner zu schönen Blumenkohlrosen ausgewachsen (eventuell mal am Topf rütteln), auf einem Backpapierbackblech ausbreiten. Mögliche Blindgänger und ähm ... verbrannte Körner aussortieren. Mit löffelweichen Salzkaramellbahnen überziehen.
Das Karamell habe ich vorher gekocht und dann auf den Punkt kurz erhitzt. Denn leicht warm, umhüllt es das Popcorn am besten. Dafür 75 Gramm Rohrohrzucker und zwei Esslöffel Ahornsirup ohne Rühren bei moderater Hitze im Topf zusammenschmelzen. 150 Gramm flüssige Sahne zugießen und mit Rührlöffelschwung golden einköcheln lassen. Mit Meersalzflocken würzen. Ich nehme gerne >Maldon< Kristalle. Angemerkt: Beim nächsten Durchlauf darf es gerne auch ein wenig mehr goldener Sirup sein . . .


Das karamellisierte Popcorn (mit Besteck) gut durchmischen, um es mit lauter kleinen K-Inseln zu bes/n/etzen. Im vorgeheizten Ofen bei 150 Grad nochmals für etwa 10 Minuten durchwärmen. Mit Extra-Flocken nachsalzen. So schmeckt es mir.

Und wie schmeckt es euch?

22.04.2015

granola(la)

haferflocken buchweizen granola(la) I fräulein text
 

mund auf

..
o


Einfach machen. Der Vorsatz für dieses Granola – nur anders – klebte nun so lange am Rezept wie die Strahlen am Himmel. Also ganz schön viele Tage. Und damit das so bleibt, sage ich: lieber gleich in die Küche, wer weiß, was (uns) morgen blüht. Apropos m/Morgen: Nichts könnte schließlich besser passen als ein oder zwei Löffel Krisp auf dem Obst, dem Mus, dem Kompott, auf dem Joghurt, in der warmen Frohstücksschüssel samt Flockenbrei. So strahlt mir nun für die nächste Weile dieses >o(h)lala< aus dem Glas entgegen. Im Wechsel mit der grünen Routine und der Schokoladenlandschaft – natürlich ;)

Für alle, die wissen möchten, ob sich einfach machen lohnt (ja, sowieso!), sei kurz gesagt, wie es ist: zartsüß und nussig dank geschmeidiger und gehaltvoller Paras, mit einer leichten Säure dank winziger Berberitzen, tropenfruchtig dank der geliebten Kokoschips, dazu zimtig und ahörnig – all das auf einer Basis knackigen Buchweizens und klassischer Haferflocken.

Überzeugt?

Dann stellt ein großes Blech bereit und zückt eine Schüssel für folgende füllende Zutaten: 200 Gramm kleinblättrige Haferflocken, 60 Gramm Buchweizen (gespült und gewaschen), 50 Gramm Mandelblättchen und 40 Gramm Kokoschips. Dazu 50 Gramm gehackte Paranüsse, 40 Gramm getrocknete Berberitzen, eine Prise Salz und ein Teelöffel gemahlener Zimt. Anschließend auf kleiner Flamme 40 Gramm Kokosöl (gewogen im festen Zustand!) verflüssigen und kreisend über den Flockenberg gießen. Ebenso 100 Milliliter Ahornsirup. Mit einem Löffel kräftige Bahnen ziehen, bis das Noch-nicht-aber-bald-Granola ein klebriger Film überzieht. 

Auf einem Blech verteilen (ich bevorzuge die Variante ohne Backpapier für den meiner Meinung nach größeren Knuspereffekt) und in den vorgeheizten 140-Grad-Umluft-Ofen schieben. Insgesamt röstet und rastet das Granola dort 35 bis 40 Minuten. Bitte alle 10 Minuten umwälzen und wieder gleichmäßig verteilen. Obligatorisch: der Blick auf die Farbe. Wenn es gut gebräunt daherkommt und hörbar knuspert, ist’s gut! Abkühlen lassen und im aromaschützenden Glas verschließen.

In diesem Sinne: Haltet die Sonne aufrecht und den Schirm sowieso.

Angemerkt: Wer die Berberitzen (o andere Trockenfrüchte) nicht so kross auf dem Löffel mag, mischt sie nach (!) dem Röstprozess einfach naturell unters Gra(i)nola. O Cranberries, Walnuss und Kakaonibs.

Noch mehr angemerkt: Kürbiskerne und getrocknete Kirschen sind auch eine schöne Kombination. 

Die Zutatenliste erhält ein weiteres Plus: Zitronenabrieb (zweier Bio-Früchte) und getrocknete Mangostreifen. 

Das neueste Aromenkarussell: Aprikose. Erdnuss. Pistazie. Kürbiskern.

Ich erweitere um Bergaprikosen, Erdmandeln und Orangenschale.

17.04.2015

alles oder mix

alles oder mix I fräulein text
bosnische torte o bosnischer kuchen I fräulein text



Die neueste Laune meiner Natur.



morgens
// Grüne Smoothies – oder auch mal rote.

Die schnelle Nummer mit drei Handvoll Postelein (falls ihr noch fündig werdet!) oder jungem Spinat, mit Pflücksalat und Vogelmiere. Mit Avocado, Apfel, Banane und beschaltem Zitronenachtel. Mit einer dicken Dattel, einem Stück Ingwer und 400 Milliliter Wasser. Plusminus.

mittags o abends
// Schüsselfreude aus der LaMeng. Reicht für einen großen Hunger oder bei moderatem Appetit auch für zwei Personen.

Mit einer Tasse Bulgur und einem kleinen Kopf Radicchio. Mit einer Avocado, mit Rosinen, Kürbiskernen, Kokoschips und Parmesanblättern. Mit einer sehr großen Ofensüßkartoffel, gewärmt in flüssiger Olive und mit einem ordentlichen Löffel Lieblingswürze. Mit Honig-Senf-Zitronen-Badeöl, natürlich Salz und Pfeffer.

danach davor dazwischen
// Bosnischer Kuchen. Auf der Suche nach klarer Verwertung im Anschluss an die österliche Likörproduktion, entdeckte ich den BoKu. Adé Baiser.

Erinnert in seiner Konsistenz ein wenig an die mürben Mandelitaliener namens >Ricciarelli<. Mischt sich zusammen aus acht Eiweiß (in meinem Fall). Zu Schnee aufgewirbelt und gesüßt mit 150 Gramm Rohrohrzucker. Darunter zieht der Gummihund 200 Gramm Haselnüsse und 80 Gramm Mandeln, beides in gemahlener Form, sowie eine gehackte Hundert-Gramm-Tafel milde Bitterschokolade mit 60 Prozent. 

Einstreichen in eine 24er-Springform – bebuttert und bemehlt – und bei vorgeheizten 170 Grad rund 50 Minuten im Ofen ausbräunen. Wer mag, stäubt anschließend noch PuZu auf – und serviert mit einer geschlagenen Sahnehaube und zimmerwarmen (Tiefkühl-)Himbeeren. Optional.

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Erzählt, was mischt ihr gerade gerne?

02.04.2015

rosenkranz

hefekranz mit marzipan und rosenkonfitüre I fräulein text
Gefüllter Hefekranz mit Marzipan, Rosenkonfitüre, getrockneten Kirschen und Pistazien sowie das Vegetative Nervensystem von Gerda Steiner und Jörg Lenzlinger im Foyer des museumkunstpalast in Düsseldorf

das




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Hefekranz mit Marzipan, Rosenkonfitüre, getrockneten Kirschen und Pistazien
 
Durch die feinen Äste schiebt sich die Erinnerung – und ein Ablauf, der nicht besser passen könnte. Erst die Insel, mit ihr der Tee, dann die Idee. Wie geschehen im letzten, so in diesem Jahr. Aus Sylt nämlich überführte ich einen kräftigen schwarzen Aufguss in meine Küche, gespickt mit Rosenknospen, mit Mandelblättchen und Marzipan. Ein Geschmack, der sitzt. Gerne mit mir, an Apriltagen wie diesen. Und eben dieser Geschmack animierte mich dazu, meinen (aber nicht nur meinen!) geliebten Zopf fröhlich zu entflechten, ihn aromenreich neu zu beziehen, sein Polster aufzufüllen und strähnenreich zu einem Kranz zu winden. Hatte ich früher auch – auf dem Kopf. Nur zum O. Eine weitere Erinnerung, wenn auch eine ganz andere ;) Für das große Geschmacksglück setzen sich noch gehackte Pistazien und getrocknete Kirschen ins warme Hefenest. Ganz schön proper, ganz schön gut. 

Ich schicke ihn wieder auf den Tisch!

Die Basis für diesen Hüften-Hula-Hoop ist ein flaumiger Hefeteig. Verwendet gerne eure Basis – oder diese: Einen halben Würfel Frischhefe zur Entspannung in warme Milchspritzer bröseln und mit 50 (bis 75) Gramm Rohrohrzucker glatt rühren. Ein Ei und zwei Gelbe, 250 Milliliter laue Milch, einen Teelöffel Meersalz sowie 500 Gramm Mehl (Typ 405) zufügen. Erst zart beknethaken, dann Gas geben und weitere fünf Minuten durchhalten. 75 Gramm weiche Butter peu à peu zuflocken und bei hohem Tempo weitere fünf Minuten glatt und seidig tournieren. Abdecken, gehen lassen, eine Stunde.

In der Zwischenzeit eine pr/m/ächtige Fülle anrühren. In die Schüssel wandern dafür 200 Gramm geraspeltes Marzipan (ich empfehle im Vorfeld einen Kurzurlaub im Tiefkühlfach, dann raspelt es sich leichter!), die übrig gebliebenen zwei Eiweiß, zwei geriebene Bittermandeln, zwei Esslöffel Zitronensaft. Cremig rühren! Außerdem 100 Gramm gehobelte Mandeln anrösten  und in die Warteposition schicken.

Hat sich der Teig ordentlich aufgeplustert, nochmals kurz durchkneten, auf bemehlter Fläche zum großen Eck ausrollen, die Marzipancreme aufstreichen, die Mandeln aufstreuen sowie 80 Gramm getrocknete Kirschen. Von der langen Seite her aufrollen, längs halbieren, die beiden Stränge miteinander verzwirbeln und zu einem dichten Kranz legen. Durch die Pirouette presst sich die Füllung wunderbar und lückenlos in Form.

Mit Geschick – oder zwei weiteren Händen – das dicke Kränzchen auf ein Backpapierblech verfrachten und in den vorgeheizten 190 Grad heißen Ofen schieben. Etwa 35 Minuten (im unteren O-Drittel) backen; bräunt der Kranz zu schnell, vor/recht/zeitig mit einer Lage Folie abdecken. Für den finalen Glanz nach dem Sonnenbad nun noch drei Esslöffel Rosenkonfitüre (+/-) erwärmen und aufpinseln. Die Rose ist ein sehr dominantes Geschmacksgewächs, nehmt nur so viel, wie ihr >riechen< könnt! In die zartwarme Glasur eine Handvoll gehackter Pistazien fallen lassen – und wer richtig süße Zähne hat, besprenkelt das Ganze zur Krönung noch mit einem Puderzuckerlack. 

Ein w/n/ahrhaft üppiges Fest.
Möge sich das O rund anfühlen für euch.
PS: Danke TiMä – und hallo, Herr Nachbar!

24.03.2015

auf der insel

auf der insel I fräulein text


dahinter und da/vor/hängen
im Sonnenschlitz früh/stücke/n

durch Gräser blicken
den Apfelblüten zu/sehen



auf der insel I fräulein text


mit der Nasenspitze ganz nah am Ellenbogen
einen Eisfluts/ch/aum löffeln





auf der insel I fräulein text

Sonne, Schutz und Gleichmut
in die kleine weiße Kirche schreiben
ja, dort
;
)

unter einem anderen Dach dem Meer nachsehen
ganz oben ganz weit werden

auf der insel I fräulein text

auf die Wiesen trinken 
                                                             
 (ein paar Schritte weiter gibt’s übrigens 
auch ziemlich guten Käse!)
den >krummen Hund< nach Hause führen




auf der insel I fräulein text



nah ans Kliff heranstaunen
vor dem Hagel s/türmen

große Gespülfreude empfinden

eine Gran/olala/ndschaft mitnehmen

für ein großes Blech

200 Gramm kleinblättrige Haferflocken
100 Gramm Buchweizenflocken
200 Gramm Buchweizen
150 Gramm gehackte Mandeln/Haselnüsse/Walnüsse
einzwei Handvoll Kokoschips
30 Gramm Sesam
100 Gramm ungesüßter Kakao
1 Teelöffel Vanillepulver
1/2 Teelöffel Zimt
1/2 Teelöffel Meersalz

mischen

60 Milliliter Dattelsirup/Honig/Ahornsirup
60 Milliliter erhitztes flüssiges Kokosöl

unter die
Flockendüne
rühren

auf ein (leicht) gefettetes Backblech umbetten
bei 175 Grad U im Ofen krossizieren
zehn Minuten von der einen,
zehn Minuten von der anderen Seite
plumi

immer schön im Auge
und den Löffel in der Hand
halten

wendenwendenwenden

ins Früchtefrohstück heben
oder unter den Joghurt

//
ein Farbschema entdecken

auf der insel I fräulein text

den Durchblick finden
den Kühlschrank leer räumen

und dabei
auf den Geschmack
kommen

in einer Schüssel

Bulgur Rauke Radicchio
Avocado Orange Parmesan
Cranberries und Kokoschips

Senf Honig Zitrone Olivenöl
Salz Pfeffer

Apropos Geschmack:
Hätte ich nicht gedacht,
nun schon zum zweiten Mal Sylt.
Unbedingt wieder.

Meer, Strand, Heide, Watt, Grün und manchmal wie in einem Film von Jacques Tati.

unbedingt: Mittwochskonzert in St. Severin // Fliederbeersuppe in der Alten Friesenstube // vorbei an Haus Kliffende Richtung Klappholttal // einmal um die Südspitze // die Wattseite gegenüber der Sansibar // ein Stück Rosentorte // durchatmen // die Sicht freihalten // den Wind machen lassen

+
die Insel zum Nippen
ins Schaufenster überführt
°

24.11.2014

engadiner nusstorte

Engadiner o Bündner Nusstorte
Engadiner o Bündner Nusstorte
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kulinarisch gabelwandern in den walnussbergen


. . . .                                          .

. . . .

Es gibt solche und solche – Kuchen. Die ganz spontanen, die mir von Seiten (seien sie gedruckt oder gepixelt) auffordernd entgegenlächeln, und die, die sich zeitüber verdichten bis zur Tat. Die aus Erinnerungen, aus Momenten – erlebt und gesehen – zusammenwachsen wie ein Berg frisch geknackter Walnussschalen. Die >Engadiner Nusstorte< gehört (natürlich ;)) zur zweiten Sorte, die wie eine Erste zu punkten weiß.

Einen Teil ihrer Erinnerung speist sie aus dem März der Elf und einem schwäbischen Walnussbaum. Aus einem Sonntag ohne Nussknacker und einem Messer zur Hilfe. Aus schönster Begleitung sowieso. Den anderen Teil steuert Myriam bei – die mir spätestens jetzt zur vorfestlichen Zeit wieder in die Augen schaut. Vor zwei Jahren besuchte sie Arthur Thoma-Giacometti, den Herrn der >Engadiner Nusstorte<. Und so findet im Vierzehner-Herbst aus vielen Puzzleteilchen nun das zusammen, was hier so friedlich auf dem Teller liegt: ein äußerlich unscheinbarer bedeckelter Mürbteigkreis mit einem prallen Innenleben aus aromatischer Nuss und süßem Karamell. Schmale Spitzen statt breiter Ecken, gerne auch zwei davon. Zur Sündentäuschung. Unaustauschbar für mich. Mit Leichtigkeit erklimme ich die kleinen klebrigen Hügel und knacke mich kräftig durch Himmel und Erde. Bestimmt nicht das letzte Ma(h)l.

Wer mitknacken möchte, legt für den Anfang Walnüsse ins (Werk-)Zeug. Ohne Schalen sollen 200 Gramm Bruchstücke übrig bleiben. Sie warten nun eine Weile geduldig an der Seite. Denn vorher mischt sich 160 Gramm weiche Butter mit 85 Gramm Rohrohrzucker, einem zimmerwarmen Ei, einer Prise Salz und 300 Gramm Dinkelmehl (Typ 630) – und wird dann, rasch mit Haken und Hand verknetet, zu einer geschmeidigen Mürbteigkugel, die anschließend folienummantelt für mindestens 30 Minuten im Kühlschrank verschwindet.

Währenddessen empfangen 20 Gramm zerlaufene Butter in einem Topf 200 Gramm (braunen) Zucker und einen Esslöffel Honig. Angemerkt /1: Das ist meine süße Grenze! Herr Giacometti mag mehr. Ihr mögt vielleicht weniger? Fühlt euch frei und pendelt euch ein. Bei moderater Hitze soll nun ein flüssiges Karamell heranbräunen. Ist dies geschehen, fliegen die Nüsse hinzu, ebenso 200 Milliliter Sahne (am besten zart erhitzt für eine homogene Verbindung). Kurz zu einer wohligen Masse aufkochen und anschließend abkühlen lassen.

Zurück zum Mürbteig: Zwei Drittel der kühlen Kugel ausrollen und mit einem kleinen Rand in eine 23er-(Spring-)Form einpassen. Befüllen. Glattstreichen. Aus dem restlichen Teigdrittel eine Decke auswalzen. Auflegen. Verschließen. Begabeln. Angemerkt /2: Falls das Verhältnis nicht ganz passt, nehmt dem Boden ein wenig und fügt es der Decke hinzu! Und wer mag, sorgt noch mit etwas Gelb vom Ei für einen späteren Glanzeffekt. Bei umluftigen 180 Grad mittig in den Ofen schieben und 30 bis 40 Minuten blond backen. Ist die Decke nicht ganz dicht, kommt – wie in meinem Fall – eine karamellbraune Strähne zum Vorschein. 

Schmeckt mir lauwarm und gerne mit einem Gipfel geschlagener Sahne am besten.

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Euch eine schöne Woche.
Möge gelingen, was immer es zu erklimmen gibt.

11.08.2014

aprikosenquadrat(e)

Saftige Aprikosenquadrate mit Mandeln und Ricotta
Saftige Aprikosenquadrate mit Mandeln und Ricotta
Kose
in
Pose

Mein Sommer hat mir einen neuen kulinarischen Stern geschenkt – eine Halbsonne in Tieforange, knautschig eingekuschelt auf einem Polster aus Ricotta, Mandel und Haselnuss. Es ist wahrlich kein Geheimnis (mehr), dass die Aprikose zu meinen liebsten Früchten zählt. Doch tatsächlich ist es bald einen Knödelturnus her, dass ich sie so göttlich gut verbacken habe. Zweimal in der letzten Woche schon – denn das Beste an ihr: Sie klemmt sich schnappig zwischen zwei Finger, ist das perfekte Picknickstückchen, die ideale Rastpausenration, ein Balkonliebling und wie gemacht für einen Haps ganz im Vorübergehen. Gut, auf einen Teller passt so ein Würfel natürlich auch. 

Ja, und woher kommt das gute Stück? Aus dem Land der besten Kosen, dem der Franzosen. Ich verschluckte das Rezept in der >Rose Bakery< // und bei >Paris dans ma cuisine<, halbierte es für eine kleine Form (20x20 cm) und damit genau sechzehn Quadrate und acht aromatische Aprikosen. Buk sie einmal mit Mandeln pur und einmal in der Mandel-Haselnuss-Variante halb und halb. Variiert, wie ihr es mögt – auf dieser Basis.

Dem Ofen einheizen: 180 Grad O/U.
Als Kälte-Pendant: Schnee schlagen. Aus drei Eiweiss mit einer Prise Salz. Das gelbe Trio (möglichst formgetreu) beiseite stellen. Es wird alsbald gebraucht.

Vorher 110 Gramm weiche Butter mit 80 Gramm Rohrohrzucker cremigst schlagen. Nun Gelb für Gelb und jeweils handmixerbequirlend die halben Eier unterrühren; den Saft einer Zitrone hinzuflößen. 125 Gramm gemahlene Mandeln (ohne Haut) – gemischt mit 50 Gramm Weizenmehl (Typ 550) – einmischen, ebenso 175 Gramm Ricotta. Nochmal kurz zu den Mandeln: Paart sie wie gezeigt sehr gerne mit der Haselnuss! Die Schüssel hält jetzt eine recht schwere Masse bereit, die nun mit dem Eischnee vorsichtig durchlüftet wird. Das erfordert ein wenig Fingerspitzengefühl, auch mal ein zartes Rütteln am Gefäß.

Den Teig anschließend in die backpapierbekleidete Form gießen, glattstreichen und mit 16 Aprikosenhälften belegen (vier Reihen à vier Kosen). Abschließend noch etwas braunen Zucker in die Fruchtmulden prisen und dann im Ofen verschwinden lassen. Für 50 Minuten plusminus, bis sich ein brauner Knusperfilm entwickelt hat. Übrigens: Die Aprikosen saften kühl nach. Sollten sie also im warmen Zustand noch recht fest ausschauen, vertraut – sie werden mit der Zeit weich. Wer mag, pudert später noch >on top<. Wer nicht mag, würfelt nur. Punkten werden beide.

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Zehn sind es bei mir.
Locker mit einem Wurf!

03.06.2014

sesam oder pistazie

Tahini Cookies und Pistazienkekse



gelbgold
weiß bis(s)
grün

o



Tahini Cookies und Pistazienkekse

Es entspinnen sich immer wieder Fäden in meiner Küche. Fruchtige, wie der Rhabarber. Wie die Aprikose oder der Holunder. Farbige - und welche, deren Aroma mich durch mehrere Wochen treibt. Gerade habe ich mich auf die Pistazie eingependelt. Zuletzt in der cremigen Rolle, davor im geflochtenen (Rosen-)Kranz (der zieht nach - irgendwann!). Süß und romantisch verschmelzen die grünen Kerne nun mit der geschmacksverwandten Mandel zu mürben Talern. Ganz im Vorbeigehen angle ich mir peu à peu einen Kreis aus dem Glas. Womit wir wieder bei den Fäden wären. >Her mit dem schönen Leben<.

Die Form, die so gefällt, habe ich mir übrigens bei den Sesams abgeschaut. Ebenfalls solche für ein knuspriges Zwischendurch. Immer wieder ein Griff - diesmal in die Dose. Ja, ich mag sie sehr mit ihrer leicht bitteren Note und dem Sesamschleier, der sich mit jedem Biss ein wenig auf die Zunge legt. Das müsst auch ihr mögen: Geschmack ist (nicht) verbindlich. Rike verzichtet - ohne die Erdbeeren lieber ;)

Probieren geht also über probieren.
Dies oder das - oder beide(s).

Sesamkekse (etwa 40 Stück)
nach Yottam Ottolenghi

Ofen vorheizen auf 200 Grad O/U

130 Gramm Rohrohrzucker
mit 150 Gramm cremiger Butter verbindend verrühren
110 Gramm Sesammus einlaufen lassen,
ebenso eine gute Messerspitze gemahlene Vanille und 25 Gramm flüssige Sahne

nun: Mehl, 270 Gramm - kräftig unterrühren
anschließend mit den Händen eine glatte Kugel formen

Backblech(e) mit Papier belegen
den Teig bezupfen und jeweils zu kleinen Kugeln verrollen
mit dem Daumen mittig eine zarte Mulde drücken
geschälte Sesamkörner aufstreuen (traditionell: eine Prise Zimt)

gute 15 Minuten goldbraun backen
untergittert auskühlen lassen

naschen
zum Tee
zum Kaffee
zum Eis

° ° °
Pistazientaler (etwa 40 Stück)
aus >The Kinfolk Table<

Ofen vorheizen auf 180 Grad O/U
zwei Backbleche mit Papier belegen und mit etwas Butter einstreichen

120 Gramm cremige Butter
mit 80 Gramm Feinzucker drei Minuten wolkig aufschlagen
hinzu: 210 Gramm Mehl, gesiebt
jeweils 60 Gramm frisch gemahlene Mandeln und Pistazienkerne
Zesten einer kleinen Bio-Zitrone und das Mark einer Vanilleschote

zügig und gerade so elektrisch miteinander vermixen

mit den Händen nachkneten
das erfordert ein wenig Geduld und Durchhaltevermögen
mit den richtigen Bewegungen aber wird der Teig zu einer geschmeidigen Kugel (nicht aufgeben!)

auch für die Grünen gilt das Sesamzupfprinzip:
kleine Kugeln auf dem Blech platzieren, sanfter Daumendruck und ab in die Röhre

15 Minuten bis zur gewünschten Farbigkeit bräunen
auskühlen lassen und siebend beschneien
Deckel drauf
Deckel auf
o o o 

Mehr Sesam bei Anna, Anne und Nikki.
Mehr Pistazien als Schiffe, als Torte und als Parfait.

. . . und am Wochenende weiter(e) Fäden spinnen.

29.01.2014

zu/geneigt




ich
neige 
/
zu

r

ernte
aller nüsse


Eine schnelle Nummer für den Frühstückstisch sind diese cremigen Töpfe mit einer wilden und kurzgerösteten Mischung guter Nüsse. Hasel, Walnuss, Mandel, Kürbis, Pekan und Pistazie. Grob gehackt und durch die heiße Pfanne gezogen. Griechischer Joghurt unten, flüssiger Honig oben.

Eine willkommene und kurzweilige Begegnung - während ich noch immer und permanent an meiner Frohstücksroutine schraube.

Warme Reismilch und ein großer Löffel Mandelmus. Eingerührter Dinkelgrieß und Apfel- oder Mangospalten stehen gerade hoch im Magen.

Was wählt ihr gerne an?

Drei Ideen, denen ich nicht abgeneigt bin: Matcha-Drink // Buchweizen-Kasha // Smoo thies und Müsli zum Mitnehmen

/ 

Anne, dein Gewächs begleitet mich immer noch!

08.01.2014

florentiner


zu vor

vorhang
verhang


ver 
hängnis

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°



 
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–
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fang
(en)
.

Es geht vorwärts mit einem Biss zurück. Doch davor: Euch allen eine famose Vierzehn – möge sie viele schöne Momente bereithalten. Möge euer Herz weit sein, das >Aber< still und der Blick ganz oft über den Horizont hinaussegeln. Ich habe es nicht so mit den Vorsätzen, wohl mit den Sätzen – auch mit halben. Einer davon könnte sein: mehr Kunst sehen. Überhaupt: mehr sehen. Wieder einmal das Meer sehen, gehört sicher auch dazu. Unlängst gesehen, ersehen, erfahren: >Kolumba< in Köln. Das schmeckt so sehr. Übrigens: Was legt ihr mir nahe? Spannende Bauten und Ausstellungen – wo seid ihr? Ich freue mich über Empfehlungen quer durch. Deutschlandweit, grenzübergehend. Das Unterwegssein bleibt. 

Was mir aus dem letzten Jahr noch geblieben ist, sind Florentiner. Die gehen sicher auch weiter mit. So unkompliziert, so gut, (fast) verhängnisvoll. Und, so gut – sagte ich schon? Sagte ich schon! Das Rezept in seiner Basis legten mir Okka und Nike in den Mund. In den Spitzen adaptiert und um ein wenig Pistaziengrün ausgewogen, sind die dünnen Speiseteller meine bisher beste Wahl des Jahres – um immer wieder anzufangen.

Für eine große Dose Flo (lasst mich nicht lügen; ich tippe rückwärts 20 bis 25 Stück) gehen 50 Gramm Butter, sechs Esslöffel Sahne sowie 50 Gramm Rohrohrzucker und 50 Gramm Muscovado gemeinsam auf der Herdplatte warmbaden, bis sich die Kristalle entspannt lösen. Der süße See empfängt anschließend in einer weiten Schüssel 40 Gramm Mehl, 140 Gramm Mandelblättchen und eine 140 Gramm schwere Trockenfrüchte-Mischung aus Cranberries und kandierter Ananas sowie gehackten Pistazienkernen. Locker mit dem Löffel unterrühren. Mit eben diesem dann (und einer führenden Fingerkuppe) schwungvoll kleine Hügel mit Abstand (!) aufs Backpapierblech setzen. In den vorgeheizten 190-Grad-Ofen schieben (wahlweise minusgradiger für die Umluft und zwei Bleche). Erneut: Setzen, Eins! Ich sage es euch. Etwa 10 Minuten zurechtknuspern lassen. Auskühlen. Den Tellerboden mit 100 Gramm flüssiger, feinherber Schokolade – oder nach Geschmack – einpinseln, einstreichen, becremen.



sonne
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