23.12.2012

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Lichterglanz 
Silber 

und
Gold
(in Gedanken)


+

Merci
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21.12.2012

kipferl


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Schnell, schnell – eigentlich schlafe ich ja schon. Aber dann formte ich gestern diese Kipferl. Gebäckenthusiasmus in letzter Minute. Kein Weihnachten ohne Kipferl. In die Stille hineingebacken, nur der Ofen tönt ganz warm. 

Eine Kugel kneten aus 300 Gramm Mehl, 90 Gramm Zucker, 3 Eigelb, 125 Gramm gemahlenen Mandeln oder (wie hier) Haselnüssen. Eine Prise Salz, 250 Gramm weiche Butter. Wer mag, schiebt noch das Mark einer Schote hinzu. Eine Stunde kühl ruhen lassen. Kleine Fetzen aus der Kugel zupfen, ein Bällchen formen und aus dem Bällchen zwischen den Handflächen eine >Wurst< rollen, mit Zeige- und Ringfinger die Enden dünnspitzen. Zum (Halb-)Mond legen. Backen: bei vorgeheizter Umluft und 175 Grad für etwa 13 Minuten. Noch lauwarm in Vanillezucker wälzen – aus Kristallen und Schote.

Und jetzt bin ich weg, erstmal. 
Und wünsche euch ein Fest ganz nach eurem Geschmack. 

Leiselaute Tage – so, wie ihr sie mögt.

                         

                                      *

18.12.2012

blätter (unterm baum)


Es gibt sie, die Dinge, die mich immer wieder schwach werden lassen. Bücher gehören dazu. Wobei: Ich bin eine Stimmungsleserin. Es gibt Zeiten, in denen lese ich viel, es gibt Zeiten, in denen lese ich gar nicht. Nach Gefühl – und wie voll meine Gedanken gerade sind. Fürs Lesen brauche ich einen leeren Kopf. Blättern aber kann ich immer. Deshalb setze ich das Blättern hier im Blog fort – mit Wunschbüchern. Und Büchern zum Wünschen. Das funktioniert auch für Letzte-Minute-Schenker! Ich kaufe meine Bücher (größtenteils) in der Buchhandlung hier in der Stadt – und die liefern mir alles ruckzuck am nächsten Tag. So schnell kann meistens nicht einmal die Post sein.

1 >Entdecke, was dir schmeckt< ist eigentlich ein Kinderbuch, aber so nett aufbereitet, dass selbst ich dazulerne – gerne.
2 Der Titel klingt ein bisschen fad: >Natur im Haus<. Bewässert aber formidabel und formschön meine Blumenliebe.
3 >NOMA< – so klar in der Bildsprache. Ein schöner Band mit Gewicht.
4 Nach Bon! Bon! nun >Pasteten<.
5 >Die Kunst des Einladens< brachte mich vor über zehn Jahren auf den Pfad von Donna Hay. Noch immer unnachahmlich für mich – ihr Stil. (Vergriffen, aber mit Glück im Antiquariat zu haben!)
6 Mehr ein Leseband mit Rezepten: >Ticino ti cucino<. Und Geschichten. So mag ich es.
7 >Professor Pfeffers tierisches Abenteuer< bezirzt mich mit schöner Grafik.
8 >Kiwi, Kürbis, Kokosnuss<. Pflanzen bestimmen mit Zeichnungen, die lächeln.
9 Über Mascha Kaléko stolperte ich einst bei Indre. Sie und >Das lyrische Stenogrammheft< halten mich fest.

Mit diesen Neun nun, die ich euch da lasse, gehe ich gleichzeitig auch in den Winterschlaf. Ich habe das Gefühl, ein wenig tanken zu müssen. Zeit und gute Gedanken. Macht euch ein schönes Fest.  

Auf bald!



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16.12.2012

trüffel (mit salzbutter)




uuuu uu 
uuuh!

Die Salzbutter teilt sich ganz selbstverständlich meine Zuneigung mit dem Meer – neben Blumen, ungeraden Zahlen und weißer Bettwäsche. Die Salzbutter schlich sich darüber hinaus ganz unverhofft in mein Geschmackszentrum, und das mitten in Amsterdam. Bei den Gebr. Niemeijer entdeckte ich sie im Regal, schlicht gehüllt in Schokolade und verpackt in Zellophan: >Truffes au beurre salé<. Diese Stückchen nun schmolzen perfekt auf die gute Prise Salz im Mund herunter. Das wollte ich unbedingt nochmal (oder zumindest so ähnlich).

Die Trüffel bedürfen nur weniger Zutaten, die es allerdings in sich haben. Hochwertige Schokolade, Sahne, Vanille, Salzbutter und Kakao. Im Detail (und für ca. 30 bis 35 Trü) heißt das: 75 Gramm Sahne mit dem Mark einer Vanilleschote sowie der Schote selbst aufkochen und anschließend zehn Minuten abseits der Platte ziehen lassen. 150 Gramm Bitterschokolade mit einem großzügigen Esslöffel Salzbutter und der durchgesiebten (!) Sahne über dem Wasserbad schmelzen. Die glänzende Masse in (eine) Form gießen, mit einer Füllhöhe von einem Zentimeter. Das sorgt für m/einen guten Schokoladenbissen im Mund. Über Nacht foliert im Kühlschrank fest werden lassen.

Aus der Folie befreit, mit einem scharfen Messer in (unregelmäßige) Stücke schneiden. In rotstaubigem Kakaopulver wälzen, optional mit >Maldon Salt< beflocken. In Tüten schaufeln – et voilà.

Wünsche: Bestfest.

Gebr. Niemeijer * Nieuwendijk 35 * Amsterdam

12.12.2012

winter


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Danke Stephanie.
Danke Simone.
Danke Anna.
Danke Tine.


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Girlande von wsake 
(erhältlich bei zierratundgold).





Der Winter hält so viel bereit: Grün in allen Formen, und Weiß fächert sich auf. Gold und Silber gesellen sich hinzu. Ich fühle mich so reich beschenkt. Dieser Ort hier ist ein zweites (virtuelles) Herz geworden. Einst ins Leben gerufen, um das Leben festzuhalten. Um eine Konstante in mein Leben zu bringen. Dranzubleiben, dabeizubleiben, immer wieder Worte festzuhalten. Es scheint mir, ich werde ein wenig sentimental. Auch weil mich hier so viel erreicht. Ihr nehmt euch Zeit, ihr schaut euch um, ihr lasst ein bisschen von euch da. Danke dafür. Und dann flattert unverhofft noch Post ins Haus.

Das hier ist natürlich ein Abbild der guten Tage – vornehmlich. Manchmal schimmert zärtlich Zweifel durch. Aber oft setzt sich der Zweifel viel hartnäckiger fest, als es hier den Anschein macht. Schwingt das Vergleichen mit im Schritt. Und es setzt sich das Gewissen mahnend noch dazu: Darf er überhaupt sein? Die Antwort kenne ich nicht. Ich nehme das jetzt einfach mal an, was ihr mir schenkt – und freue mich darüber. Sehr.

So.

Inga zeigt übrigens auch immer wieder wunderbares Grün.
Und Kathrin Sprenkeltannen.

08.12.2012

schneeschnitten

orangenschnitten I  fräulein text

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Mit glatter Flockendecke.

Es flockt – leise hinterm Bildschirm. Ich mag es, wenn der Schnee die Welt ein bisschen ausbremst. Alles rutscht etwas langsamer. Die wohl einzigen Plätzchen dieses Jahr wurden von mir in die Bahn geworfen. Nachschub allerdings ist sicher. Die Orangenstreifen verputzte ich in meiner Kindheit, verputzte meine Mutter früher. Generationengeschmack. Stark orangig, zartmürb, in der Mitte Mandelsplitter für den Biss. Den braucht es wohl manchmal.

Der Grund: ein klassischer Mürbteig aus 250 Gramm Mehl, 50 Gramm (Rohrohr-)Zucker und einem gestrichenen Teelöffel Backpulver. Eine Mulde löffeln. Hinein plumpst ein Ei – Butterflöckchen (125 Gramm) setzen sich auf den Rand. Zu einem glatten Teig verkneten, in Folie kleiden und ruhen lassen, kühl.

Derweil: 125 Gramm gehackte Mandeln, 120 Gramm (Rohrohr-)Zucker und Orangenabrieb einer Bio-Frucht miteinander vermischen. Anschließend soviel Saft hineinpressen, bis eine streichfähige Masse daraus wird. Den Teig halbieren – zwei gleiche Rechtecke rollen nach Augenmaß. Eine Platte auf Papier betten, den süßen Orangenkleber einmassieren, zudecken, festdrücken. Mit der Gabel löchern. 

Bei vorgeheizten 180 Grad O/U im Ofen einrosten lassen, 20 bis 25 Minuten lang. Die heiße Ware mit einem Puderzucker-Orangensaft-Guss bepinseln. Rasten lassen. Streifen.  

Knackt in der Decke – und unterm Kissen.



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Einen 
schönen
zweiten Advent!

02.12.2012

advent (der erste)

advent (der erste) I fräulein text

Gestern Abend kam ich nach Hause – eingeparkt. Dann fiel Schnee. Dicke Flocken, nur ein kurzes Nassspiel. Aber so passend für den (ersten) Advent. Auf dem Schal zarte Kristalle, in meiner Einkaufstasche spontan das Stollengefühl. Mir war so. Irgendwie sanft weihnachtlich.

Im Grün Kerzen in Karamell.
Moment, ich muss kurz butterpinseln.
Im Grün also Karamell. Aufgelesen in der Kiste der Seltengewollten. Neben Rosa, Violett und Hellblau. Diese Farben auch nicht meine. Aber das Karamell. Findet sich wieder in den Sultaninen. Gerade nämlich backen drei Stollenlaibe im Ofen – es wird ein langer Abend. Der Stollen ist übrigens ein sehr neuer Freund, aber seit drei Jahren nun ein sehr wichtiger. Marzipan ein Muss! Ich mag die dicke Zierschneeschicht, ich mag all das Klassische in ihm. Mein Ehrgeiz, Orangen- und Zitronenschale selbst zu kandieren, ging im >Frohsein< verloren. An dieser Stelle: Danke für das äußerst freundliche Willkommensein.
Moment, ich muss wieder butterpinseln.
Zurück: Ein Rezept für Südfruchtkandis hält übrigens >Hilda< bereit. Und vor allem für Plätzchen. (So heißen Kekse ja bei mir.) Und bei Talley gibt es wunderbar appetitliche >Snowball Cookies< in Bild und Wort.

Adventsgrüße, herzliche.

Das wäre auch eine tolle Eins!

26.11.2012

glasmomente (und welche in dosen)


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Bevor die Momente verschwimmen.

Aufheben. Einfach aufheben – das möchte ich. In den Muscheln schwimmt der Sand. Schwimmt Nebel und ein Tag Sonnenschein. Bevor mich die Welt einfängt, möchte ich sieben Tage bewahren, die aus der Welt gefallen sind. Schon lange stand diese Woche fest, war da die Vorfreude auf das Meer, auf Novembertage an einem Zipfel Deutschlands, mir völlig unbekannt. Die einzige Bekannte: das Meer, das mir immer ein Nestgefühl schenkt – so offen es doch ist.

Der Herbst in seinen letzten Tagen: ein Kaiserbad, sehr damals. In der Bibliothek tragen Bibliothekarinnen Haarspangen, die aussehen wie kleine Gürtelschnallen. Durch den Tag begleitete mich übrigens Jan Weiler und sein Leben als Mensch. Kurz und weilig. Genau richtig zwischen Strandlauf, Bockwürstchen mit Senf und Kuchenzeit. Zwischen Nuss-Marzipan-Schnitte, Vanillekipferl, Buttercreme. Zwischen Pflaumenecke und Milchreistorte modern. Zwischen Dominosteinen und anderen Steinen.

Inselkäse: jung, mittel, alt. Alle drei gekäst auf der Insel. In Scheibchen spargeschält auf dem Salat. Jeden Abend ein Festmahl. Dreimal Grün, das mir in Erinnerung blieb.
Portulak mit Kaki, Traube und frisch geknackter Walnuss. Außerdem mit Cashew.
Feldsalat, Babyspinat, Rauke mit Avocado und Birne. >Usedomer< flauschig gehobelt.
Grün mit Traube, Avocado und Granatapfelkernen.
Obenauf: jedesmal die Supersoße – doppelt.
Außerdem Bratäpfel mit Marzipan, Grapparosinen, Walnuss, Butter und Muskat.
Rumpsteak mit Kräuterbutterspritztüllenröschen.
Usedom ist herb, in zweiter Reihe gut gealtert. Sehr leise und bedächtig. Ein wenig rauh. Die See spült >medium<. Im Herbst kräftiger – so wie ich es mag. Ganz anders doch als die Nordsee. Auch das Gefühl ist irgendwie anders. Mehr Promenade, weniger Weite. Mehr Form, weniger frei. Mehr weniger so generell. Trotzdem: wie zu Hause.


Und jetzt? Kann Weihnachten kommen. Christstollen in der Dose reiste schon mal mit. Ich bin präpariert. Mein mich begleitendes Motiv auf der Insel: der Herrnhuter Stern. Er hängt!

Inselkäserei * Welzin 30 * Welzin/Usedom // Kräutergarten Pommerland * Am Sonnenacker 3-5 * Lassan OT Pulow

16.11.2012

ingwer

shortbread (mit ingwer) I fräulein text

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Und Tschüss.



Seitdem ich den Ingwer in den sandigen Streifen sah, wich mir der Geschmack nicht mehr von der Zunge. Kandiert verbacken im Shortbread verschwand er heute in Tüten. Sagte kurz >Hello<, bevor ein goldener Punkt die Tüte überm Kopf verschloss. Die Streifen fabrizierte ich wie einst, 50 Gramm scharf-zuckrige Frucht in Würfeln tauchte unter in den Streuseln kurz vor dem Backen. Kandierter Ingwer ist übrigens eine zart vorweihnachtliche Erinnerung bei mir. Die schlanken Stäbchen lagen immer auf dem >Bunten Teller<. Früher Feind, heute Freund. So kann es gehen.

Im Shortbread definitiv prädestiniert für eine Dauerbackschleife. Probiert's!

Herzlichen Dank an Anna, die mir so überraschend >Hello< gesagt hat.

Mit Blick auf die Gebäckparade geht auch ein Dank an Isa, die mich grafischkulinarisch in ihrer fundschau aufgenommen hat.

Und für noch mehr Goldmodus lege ich euch das neue LINGONmag sehr ans Herz.

09.11.2012

tangram


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Keine Sieben.
Aber viel Geduld, die braucht es. 

 

quittenbrot I fräulein text
quittenbrot I fräulein text

Die Quitte begleitet mich weiter – auch in der Küche. Vernaschte ich letztes Jahr noch fremdproduzierte Frucht, drehte ich diesmal selbst die >Flotte Lotte<. Heraus kommt Speck, Brot und Konfekt in einem. Zurecht eine Königin, die Q.

Für 1500 Gramm Nettoquitte (das reicht später für zwei Bleche) rund zweieinhalb Kilo Bruttoquitte vierteln, entholzen, entblüten und in einem großen Topf knapp mit Wasser bedecken. Etwa 40 Minuten weichköcheln lassen. Anschließend in der >Flotten Lotte< mit ordentlich Muckis rotieren und passieren – oder durch ein Sieb streichen (Dafür bräuchte ich allerdings doppelt so viele Muckis!). Übrig bleibt das gute Mark. Zusammen mit 1500 Gramm Gelierzucker 2:1 und dem Mark einer Vanilleschote verrühren, aufkochen, drei Minuten sprudeln, Gelierprobe durchführen und dann auf ein leicht geöltes Backpapierblech streichen. Nun: trocknen, trocknen, trocknen lassen. Ein paar Tage an der guten Luft oder auch für mehrere Stunden im 80 Grad warmen Ofen. Oder beides. Klebt ganz schön lange. In Würfel, Rauten oder Ecken schneiden, in Zucker wälzen und einen Schwan legen. Oder anderthalb Blumen.

Traumhaft.

Danke, liebe Alma – für Papier und mehr.

05.11.2012

tafeln

(tafeln bei) zierratundgold I fräulein text
(tafeln bei) zierratundgold I fräulein text


(tafeln bei) zierratundgold I fräulein text
(tafeln bei) zierratundgold I fräulein text

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Novembergold.


(tafeln bei) zierratundgold I fräulein text

(tafeln bei) zierratundgold I fräulein text
Von Herzen Dank für diese Karte, liebe K.

(tafeln bei) zierratundgold I fräulein text
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Ihr seid das Süß.

Punkt.
Goldpunkt.

Endlich. Wir haben getafelt. Mit dem (ersten) süßen Sonntag hatte sich ein Gedanke fest in unseren Köpfen verankert. Irgendwann sollte das Süß seinen Weg ins >echte< Leben finden. Zwischen Silberlöffel und Kuchengabel, zwischen Tortenheber und Gebäckzange, zwischen Gesprächen, Gesichtern und verbindendem Geschmack. Eine Tafel mit Menschen, die uns am Herzen liegen – bekannt und unbekannt. Eine Tafel mit Menschen, die virtuell mit uns gesüßt haben. Eine Tafel für Kuchenpicker, Kekskrümler und Cremekoster. Ganz im Sinne: >Das Süße aufgabeln und das Saure außen vor lassen.<

Am Wochenende war es soweit: Das >Novembergold< nahm Platz – und es war einfach wunderbar. Ihr wart wunderbar. Ihr seid der Puderzucker auf dem Süß, die Sahne und der Guss. Das Süß saß fest in allen Falten. So soll es sein. Immer wieder, bitte – und noch ganz oft.

Danke, ihr alle hinterm Teller.

Danke 

bastisRIKE (Du hast gefehlt!)

Und ohne euch, Katrin und Julie, wäre das alles nur eine Idee.
Es lebe das >Sonntagssüß<.

PS: An dieser Stelle auch bestenbesten Dank für all eure wunderbaren Worte zum Gold. Und zum Zierrat. Sie freuen mich.

29.10.2012

zierratundgold

Schönes für Küche und Herz: www.zierratundgold.de

Schönes für Küche und Herz: www.zierratundgold.de
Schönes für Küche und Herz: www.zierratundgold.de
Schönes für Küche und Herz: www.zierratundgold.de

+
Süßen.

Schönes für Küche und Herz: www.zierratundgold.de

Wie den Anfang finden? Einfach in der Mitte: zierratundgold ist da. Was mit dem Herbst begann, wird sich im November nun zart seinen Weg bahnen und die Türen öffnen. zierratundgold ist eine Idee – und ein Raum. Ein Ort, der verbinden soll, wofür mein Herz schlägt: Gutes aus der Küche und Schönes von >Unterwegs<. Ein Süß- und Ideenraum in Echt und Farbe wären wohl die (richtigen) Worte. Und: zierratundgold ist ein Abenteuer, eine Herausforderung, ein Projekt zum Daranwachsen – vielleicht auch ein Raum wie ein Spiegel. Ein >Stoff< mit losen Fäden.

Es finden sich dort Utensilien und Objekte aus der Küche zum Verkauf, vornehmlich. Dazu gute Dinge, die mir im Leben begegnen. Gesammelt, gefunden, in die Hände gefallen. Von anderen Händen produziert. Ich gebe alten Dingen neuen Raum und neuen Dingen eine Bühne. 

Es wird getafelt. Es ist Platz für Kreativität, es ist ein Ort des Zusammenseins, es ist ein Ort für Augen, für Ohren, für den Bauch. Süß mischt sich mit Porzellan und Papier und mit Stoff. Neben ausgesuchten Dingen mit einem ersten Leben, verkaufe ich auch neu gefertigte Schönheiten: fein, überschaubar und (immer) dem eigenen Geschmack folgend.

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Alt trifft neu.
Alles wird gold.

...

Hier an diesem Ort wird es regelmäßig unregelmäßig einen Einblick geben – solltet ihr etwas sehen, was euch gefällt, schreibt mir einfach eine Nachricht. An einem virtuellen Laden wird noch gefeilt – fürs Erste gehen die Türen im echten Leben auf.

Wann und wo, lest Ihr hier. (Und seht noch ein paar Bilder.) Ab nächster Woche geht es los.  

Wer immer mich besuchen möchte, komme vorbei! Ich freue mich.

zierratundgold * Poststraße 11 * 40822 Mettmann * www.zierratundgold.de

24.10.2012

quiche(e)

quitten cheesecake I fräulein text

I
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Ein Punkt im Universum: wie der Mond am Bodenzelt. Cheesecake in erneuter Quittenformation. Auch diesmal nur ein zarter Hauch. Ich werde weitertüfteln – um ihn zu erreichen, den Quittenpunkt in Vollendung, der mich einst anstrahlte im >Hallo Kleines<.

Nichtsdestotrotz ein sehr wohliger Begleiter vom Gold in den Nebel. Das Chee in Quiche(e) stammt von Paul, den musigen Streich auf dem Krümelboden zwischen kernig und cremig vermachte mir Susanne. Und die Liebe zu den entgegengesetzten Spitzen blieb mir aus dem Wald. Und wird auch weiter bleiben.

Kein Käse.

Café Hallo Kleines * Weidenallee 61 * Hamburg

11.10.2012

kür

kürbissuppe (mit curry + kokosmilch) I fräulein text
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Lichtpunkte.
Senfpunkte.
Blattpunkte.
Knopflöcher.



Der Herbst punktet in vollem Umfang. Schenkt mir die liebsten überall! Durch die Blätter, auf der Suppe, durch die Blume. Schönschön. 

Und mittendrin: der Kürbis. Lange war er nicht mein Freund. Süßsauer kam er aus dem Glas – leider keine gute Erinnerung. Seit ein paar Jahren aber schwimme ich mich mit dem Klassiker Suppe an ihn heran. Zart tropisch mit Kokos und Curry.

Für vier Portionen zwei Zwiebelchen, eine Knoblauchzehe und ein daumengroßes Stück gehackten Ingwer in Ghee schwitzen lassen. >Garram Massala Paste< anrösten (o wie ich: die vertraute Mischung aus Zimt, Vanille, Kardamom!). Einen kleinen Hokkaido und eine kleine Butternuss in Würfel schneiden. In meinem Fall etwa 900 Gramm Nettogewicht. In den Topf werfen und mit einer Dose Kokosmilch (400 Gramm) und 600 Milliliter Gemüsebrühe aufgießen. Köcheln lassen, ungefähr 15 Minuten, bis der Kürbis unter der Gabel nachgibt. Mit dem >Zauberstab< pürieren. Immer schön das Handtuch drüberhalten, sonst gibt’s Wandgemälde ;) Mit Salz, Pfeffer und ein wenig Essig o Zitrone abschmecken und einer Handvoll fettfrei gerösteter Senfkörner zieren. Rahmjoghurt in die Mitte des Kürbispools – und manchmal schwimmt auch noch etwas Kürbiskernöl mit . . .

Sehr fein.

Woher kommt die Idee? Hierher kommt sie.

06.10.2012

streichen

dattelstreich + vanillebutter I fräulein text

Zweimal streichen auf die Schnelle: Selbst auf dem Brot mag ich es gerne süß. Brot Nummer Eins belegen Ziegenfrischkäse (mit Honig), geschnippelte Datteln (die fleischigen namens >Medjool<!) und meine Prisen von Jaipur. Es mutet fast schon an wie Werbung. Und ja, wenn es eine ist, dann nur die für die Kombination aus Kurkuma, Pfeffer, Vanille, Zimt, Kardamom und ein paar weiteren Begleitern. Ich liebe sie einfach – am Brathähnchen, in der Kürbissupe, zu Chips, zu Mirabellen und auf der hundertprozentigen Roggenscheibe.

Das Brot mit der Zwei ist schlicht bebuttert und vanillemarkbepunktet. Total gut auf Weißbrot. Echt. 

Ganz zart auf der Zunge.

Apropos Brot: Malin Elmlid probiert gerne aus.

02.10.2012

mit zierschnee und gewächs

schokoladenkuchen I fräulein text


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Schokoladenblüten.

schokoladenkuchen I fräulein text

Heute ist ein Tag für dicke Scheiben. Für dicke Schokoladenkuchenscheiben. Fäden von oben, zwischen den Seiten der Sommer. Was man nicht alles findet, wenn man nicht sucht. Diese Blüten klebten am Rücken. Fielen aus dem Stapel ungelesener Blätter und schafften ein Lächeln. Ihr Kranz gleicht dem des Kuchens: zweitongefärbt.

Der übrigens kommt von der Elbe. Vor vielen Zeiten tischte Regina den schokoladigen Kasten beim >Sonntagssüß< auf. Seitdem pinnt er an meiner Wand – und heute nun sein Auftritt im wehenden Herbst. Angekommen in der weichen Mitte. Zart knusprig der Rand. (Anmerkung: Wie immer Schokolade mit 55 % Kakaoanteil; außerdem: >nur< 200 Gramm Zucker; zieht am nächsten Tag ordentlich an und durch!)

Die Spitzen sind für schmale pickfeine Tage, die kräftigen Rechtecke sind für zweite Oktober mit Sehnsucht nach viel Glück. Was man nicht alles findet, wenn man sucht.

Perfekt.

Ich wünsche einen schönen freien – morgen.

26.09.2012

was vom teige übrig blieb ...

buchteln mit pflaumenmus I fräulein text

Buchteln. 
 ...


Ich habe micht richtig eingefroren – auf den bauchgewölbten Hefeteig. Die Tage sind perfekt, die Sehnsucht tut ihr übriges. Nach den Kränzen mit Zimt war die Lust auf Buchteln da. Angesteckt durch ausdauerndes Rezepteblättern. Es begann etwas unwegsam (die Maße stimmten nicht, die Eier waren weniger vorhanden als gedacht), aber endete in der Entzückung. Für das Vanillefoto war noch ausgiebig Zeit, für die Hefeteilchen blieben nur die Gedanken auf dem Boden. Buchteln sind für mich eine Kindheitserinnerung, die eigentlich gar keine ist. Ich kann mich nicht erinnern in meiner Kindheit Buchteln verspeist zu haben, und doch trägt sich der Geschmack wie Milchreis und Pfannkuchen auf der Zunge durch.

Für acht Buchteln (die übrigens perfekt in einen Gusstopf von >Le Creuset<  mit 24 Zentimetern Durchmesser passen!) gehören 125 Milliliter lauwarme Milch und ein halber Würfel Hefe zusammen. Außerdem: 300 Gramm Mehl, 40 Gramm Zucker, ein Ei, eine Prise Salz. Die warm gebadete Milch-Hefe-Mischung hinzufügen, kurz blubbern lassen – dann kneten. Mit der Hand oder den Haken. Zum Schluss noch 40 Gramm flüssige Butter unterarbeiten. Falls sich der Teig nicht vom Schüsselrand lösen möchte, fehlt noch ein bisschen Mehl. Gehen lassen. Locker eine Stunde.

Den Teig in acht Portionen splitten. Jede einzelne flachdrücken und in der Hand zu einer >Höhle< formen. An den Rändern hochziehen und mit dem Daumen immer wieder in der Mitte einmulden. Da rein passt: Pflaumenmus – oder wie bei mir: Pflaume-Vodka-Vanille. Die Buchtel verschließen und mit der Naht nach unten in eine gut bebutterte ofenfeste Form setzen. Ich habe den Topf mit etwa 50 Gramm Butter ausgeschwenkt. Also ordentlich! Alle Bällchen gruppieren, eins in die Mitte. Anschließend nochmal mit Flüssigbutter bepinseln. Im vorgeheizten Ofen bei 190 Grad O/U 30 bis 35 Minuten braun backen. Zierschnee von oben.

Dazu passt: Vanillesoße. Durch einen (un)glücklichen Zufall wurde sie aus Sahne, Vanillemark und einem Löffel Zucker perfekt. Kurz auf dem Herd vergessen, ist sie ordentlich eingeköchelt – und hatte anschließend eine perfekte Konsistenz. Alternativ verrät Katrin, wie es geht.

Mein Herz erwärmt sich momentlich, wenn ich an diese formidablen Tunkbuchteln denke. 

...
Schmeckt's!
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22.09.2012

(herbst)anfang

(herbst)anfang I fräulein text
(herbst)anfang I fräulein text

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Herbstzeichen. 
Hefe, Kardamom und Zimt.

Knallerbsen und Mohn.


Wenn Zeiten ineinander übergehen, geht das nicht unbemerkt vorüber. Oder anders: Ein bisschen Anfang steckt gerade auch in mir. Langsam und zart - so wie der Herbst sich einschleicht in das Leben. Es verfärbt sich etwas, fällt und wandelt sich. Wege werden neu gedeckt. Auch ein paar Hürden stellen sich unvermittelt und beinstäblich dazwischen: ein Stückchen vor, ein Stück zurück. Ganz natürlich. Gepaart mit Zuversicht und Freude füllt sich ein neuer Raum. >Wann, wenn nicht jetzt?<

Noch ist alles frisch (und unzerkaut) - wie die Hefekringel mit Zimt. Gute Gedanken brauchen Nahrung und Besucher auch. Darauf bauen, was in verwandtschaftlicher Küche wurzelt, verflochten zu einem neuen Gewand. Die Schnecken nach bewährter Rezeptur wurden diesmal in zwei Portionen geteilt: jeweils zu einem Rechteck ausgerollt, zur Hälfte mit Zimtbutter bestrichen und passgenau zusammengeklappt. Schmal gestreift und um die eigene Achse verzwirbelt. Zu Kränzen gelegt und mit Ei bepinselt. Für den goldbraunen Schimmer. 

Macht sich als Röllchengruppe sicher auch formidabel.

18.09.2012

(und wieder) blätter

(und wieder) blätter I fräulein text
Sie fallen wieder - in meine Hände. Nachdem ich vor ein paar Monaten schon Wunschseiten gruppiert habe (von denen einige bereits eingezogen sind), fand ich es erneut an der Zeit. Zu sehnen. Nach neuem Papier - von dem einiges schon lange auf dem Zettel weilt, einiges bald in den Handel einziehen wird und einiges schon guten Gewissens weiterempfohlen werden kann. Meine Septemberzehn in der Neun. Die ich gerne erweitere. Immer her mit den Blättern für Küche, Herz und Auge.

1 >Fäviken< von Magnus Nilsson. Ich stolperte zufällig im Netz darüber - und sehne den Dezember herbei.  
2 >Maria Luisa kann nicht anders<. Eine Empfehlung meiner Buchhändlerfreundin. Die weiß, dass ich Geschichten (aus der Küche) mag.
3 >Strandgut<. Für alle, deren Sehnsucht noch größer ist als das Meer. Mehr ist nicht zu sagen.
4 >99 Genüsse, die man nicht kaufen kann<: Selbstgemachte Köstlichkeiten aus Natur und Garten.
5 >My Berlin Kitchen< von Luisa Weiss. Ein Blog-Buch und eine Liebesgeschichte. Vom Suchen und Finden - und Essen.
6 >Good Things To Eat< landete irgendwann mal auf dem Zettel, weil es so schön aussieht. So einsam und ursprünglich. 
7 >Das schwarze Buch der Farben< begegnete mir einst bei Eva. Für die Sinne über das Sehen hinaus. Wie schmeckt und fühlt sich Farbe an.
8 >Home is where the heart is?< von Ilse Crawford.
9 >Österreich vegetarisch<. Mit den Worten von Katharina Seiser, deren Esskultur ich einfach sehr mag.
10 >Homemade Living< von Lotta Jansdotter. Hielt ich einst bei Katrin in den Händen. Wiegt mich in gefühlter Heimat.

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Gebt mir gerne mehr. 
Ich höre die Blätter wachsen.

10.09.2012

silber und (zitronen)gold

silber und (zitronen)gold I fräulein text

Kontrastprogramm. Den Spitzen begegne ich mit Spitzen. Diesmal allerdings welchen aus Zitronenschaum. Endlich mal wieder ein >Sonntagssüß< - ihm bildlich inne: das Sonntagsgefühl. Einfach genüsslich fallenlassen. Und trotzdem gefangen werden. Creme trifft aus Biskuit und fühlt sich wohl. Zitrusgold trifft auf Silber. Drei Lampen, vier Formen (mitgebracht aus dem Blau und feierlich aufgestapelt). Es glänzt nachhaltig - zumindest ein bisschen. Dazu Sommer aus Papier. Und weil sich Kreise immer schließen, versüßte Julie gestern auch eine Mütze aus Baiser. Auch andere Kreise schließen sich ...

Die ausufernde Wolke, die so am Himmel gestern nicht zu finden war, fabrizierte ich auf Wunsch - wie hier gesehen. Allerdings nur die halbe Portion für eine kleine 20er Springform. Das bedeutet für die Creme: Ein halbes Packerl Vanillepuddingpulver mit etwas kaltem Wasser glattrühren. Weitere 125 Milliliter Wasser zusammen mit 50 Gramm Zucker aufkochen sowie dem Saft zweier Zitronen - für ordentlich Geschmack. Pudding klümpchenlos einrühren. Abkühlen lassen. 

Nun: Baiser schlagen. Aus zwei Eiweiß und 1 Prise Salz und 100 Gramm Zucker. Zur Ruhe stellen. Die Biskuitböden rühren sich aus den zwei Eigelb, 60 Gramm Butter und 50 Gramm Zucker zusammen. Hinzu kommen 75 Gramm Mehl und 1 Teelöffel Backpulver (kurz vermischt). Teilen. Eine Hälfte in eine 20er Springform (ausgelegt mit Backpapier) einstreichen. Ebenfalls eine Häfte des Baisers in Wolken aufbetten. 20 Minuten bei 175 Grad (Ober-/Unterhitze) backen. Mit dem zweiten Boden genauso verfahren. Sind beide Böden ausgekühlt, geht es erneut an die Creme. Dafür 200 Gramm Sahne zu Schnee wirbeln und den abgekühlten >Pudding< unterrühren. Ordentlich mit dem Besen quirlen, damit es (relativ) glatt wird. Aber natürlich nicht so feste, dass die Sahne sich wieder verflüssigt! Einen Boden auf die Platte, Creme verteilen, mit dem zweiten Boden abdecken: fertig. Im Idealfall geht es hoch hinaus, gestern aber gab sich die Zitrone sanft der Sonne hin. 

Nicht jeder Glanz bleibt.

04.09.2012

spitzen

schokoladentarte (fast ohne mehl) I fräulein text

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Ohwei(h).

Während uns draußen die Sonne lau bestrahlt, schneide ich mich durch den Tannenwald - und bin dabei nicht die einzige, bei der Weihnachten nach vorne rückt. Lächelnd schiebe ich schmale Schokoladentartespitzen. Weniger Lächeln ernten Lebkuchen und Dominosteine - zumindest im September. Ich ernte viel lieber Pflaumen, Zwetschgen, Mirabellen. Letzere am liebsten im Salat. Als Stachelbeerersatz mit Honigsause. Oder o und esszett.

Dafür gibt es allerdings auch schon Geschenke. Tango (die Nummer 12 im Spitzenkleid) ist eingezogen und wärmt sonnenverspannte Schultern.

Wofür erwärmt ihr euch?

Nachtrag: Der Kuchen geht übrigens ruckzuck: 200 Gramm Schokolade über dem Wasserbad schmelzen (ich vertraue auf 1 Tafel Zartbitter (70%) und 1 Tafel Feinherb (55%)) zusammen mit 200 Gramm Butter. Kurz abkühlen lassen. 200 Gramm feinen Zucker einrühren sowie 4 Eier, die allerdings peu à peu. Der glänzenden Masse nun noch 1 Esslöffel Mehl verabreichen. In eine Springform füllen und backen. Das ist übrigens der Knackpunkt am ganzen Kuchen. 22 Minuten bei vorgeheizten 190 Grad - oder eben so lange, bis die Decke auf Fingerdruck noch leicht nachgibt. Der Kuchen soll innen noch feucht sein! Schmeckt am besten einen Tag später.

30.08.2012

cornflakes

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Maismäulchen. 

Habt ihr früher auch so viel Freude daran gehabt, eure Finger in die Löwenschnuten zu stecken, um sie zu öffnen? Ich hatte Ewigkeiten keine mehr in der Hand – und in der Vase. Diese beiden stammen aus einem wild gepflückten Wiesensträußchen und gehen nach ihrem Abgang doch locker als Maisflocken durch. Finde ich zumindest. Für das gemeinsame Bild mit den Cookies jedenfalls waren sie wie gemacht. Apropos Blumen: Anna steckt immer wieder wunderschöne >Tiny Bouquets< – und nicht nur das.

Aber zurück zu den Flocken: Ich bin vernarrt in diese wohlgewogenen Schiffchen und könnte mich gerade nur noch von versenktem Mais ernähren. Einst krachte so ein Cookie bei Maren in Amsterdam in meinen Mund; diese ausgefeilten Cornflakes-Kekse hier stammen aus dem Rezeptheft meiner Freundin Manu. Und ich gebe sie jetzt einfach mal weiter. Weil Gutes in die Welt gehört. (Hörst du?)

Für 35 kleine Kekse brauchen einander: 140 Gramm weiche Butter (zwei Minuten cremig schlagen und wer mag, bräunt einen Teil – aber nicht mehr als die Hälfte – nussig duftend vor; abkühlen lassen!), 40 Gramm heller (Rohrohr-)Zucker und 40 Gramm brauner Zucker, das Mark einer halben Vanilleschote, eine Prise Salz sowie ein kleines Ei. Gut miteinander verrühren. 175 Gramm Mehl (Typ 550 o 630) und ein Teelöffel Backpulver zu einem Begleiter vermischen und unter die Masse bringen. Angemerkt: Aus einer Laune heraus geriet im Wiederholungsgang >Spätzlemehl< hinein. Durch die Zugabe von Hartweizengrieß ist es etwas griffiger und sorgt später für noch mehr Knusperbiss. Mittlerweile ersetze ich gerne 25 Gramm Mehl durch einen körnigen Schwung Polenta :) Zum Schluss noch die Hauptakteure einarbeiten, 100 (bis max 125) Gramm Cornflakes. Meine Wahl fällt vornehmlich auf die gänzlich ungesüßten.

Den Backofen anschmeißen auf 160 Grad Umluft für zwei Bleche gleichzeitig oder 180 Grad O/U für zwei Bleche nacheinander. Kleine Bällchen formen – oder wie ich es mache: mit dem Mini-Eisportionierer Kugeln auf die Backmatte setzen. Egal wie, etwas platt drücken und in Form bringen! Bleche einrasten, 12 bis 15 Minuten den zarten goldgelben Teint fördern, anschließend abkühlen lassen.

Zubeißen.

An den Rändern kracht es besonders schön.