18.01.2012

brot (ohne kneten)

brot (ohne kneten) I fräulein text
brot (ohne kneten) I fräulein text
brot (ohne kneten) I fräulein text
brot (ohne kneten) I fräulein text

Ich liebe gutes Brot. Und so knetete – nein, falsch! – rührte ich unlängst diesen prächtigen Laib zusammen. Das No-Knead-Bread geht schon seit einigen Jahren in den Blogs der Welt auf, und im Frühling kostete ich das Topfbrot >live< bei Katrin an. Nach meinen Überlegungen, wie genau ich den insgesamt 22-stündigen Vorgang am besten in meinen Tagesablauf integrieren kann, setzte ich den Teig am Freitagmittag an, um die aufgeplusterte Kugel dann am Samstagvormittag in den Ofen zu schieben. Und, um es gleich vorwegzunehmen: Es war so gut. So gut. Nur bebuttert und be/himbeer/salzt. Begeisterung. Luftig, dabei kräftig, schön krustig, auf der Unterseite ein Labyrinth in Mehl. Ich schwärme – und das gleich beim ersten Anlauf.

Wer jetzt nachschwärmen möchte, dem sei verraten, dass ich für das Brot 435 Gramm Mehl (Typ 550) in einer Schüssel mit 12 Gramm Salz (in meinem Fall war das ein leicht gehäufter Esslöffel) und 1! Gramm Trockenhefe verwischt habe. Und schließlich mit 350 Milliliter lauwarmem Wasser >aufgefüllt<. So habe ich es aus den sehr ausführlichen Schriften von Katharina entnommen, die dazu auch noch einen Zeitplan für das Brot bereithält – und SO wurde es perfekt.

Der Vollständigkeit halber der weitere Vorgang: Wasser hinzu und mit den Händen oder einem Holzlöffel grob durchrühren, bis sich alles zu einer feucht-klebrigen Masse vermischt hat. Nicht zu lange rühren! Dann mit Frischhaltefolie bedecken und an einem neutralwarmen Ort für 18 Stunden in Ruhe lassen. Nach dieser Zeit sollten sich Bläschen gebildet haben – und der Teig ist bereit für die Fortsetzung. Aus der Schüssel heraus auf ein gemehltes Tuch spachteln. Der Teig platscht ins Textil. Von allen vier Seiten einschlagen, umdrehen und bedeckt weitere zwei Stunden gehen lassen. Kurz vor Ende der zwei Stunden den Backofen mitsamt eines gusseisernen Topfs (das ist der Trick am Brot!) und Deckel (Achtung: Bitte versichern, ob der Deckelknopf der Hitze standhält.) auf 250 Grad O/U erhitzen. Deckel abnehmen, den Brotlaib einfach in den heißen Topf plumpsen lassen, Deckel wieder drauf und 30 Minuten warten. Dann den Deckel entfernen und weitere 15 Minuten bräunen lassen. Fertig.

So gut. Ich wiederhole mich zum Schluss gerne.

Für alle Gusstopflosen: Funktioniert auch prima im Römer.

15.01.2012

butter und mandeln

butter und mandeln I fräulein text
schuedi mit butter und mandeln I fräulein text

Im Morgenlicht räkelt sich das Mandeldeckenrund. Nachdem Amelie bereits zu Weihnachten ihre Decke ausbreitete, weckte sie auch das Verlangen auf dieses deckende Süß bei mir. 
>Guten Tag Lucien, könnte ich bitte ein Päckchen Hefe haben? Ist es für Mademoiselle Amelie? Dann bäckt sie sicher ihren berühmten Butterkuchen für Sie! Hey, Collignon! Los, bring' die Hefe ...!< Verführt - Punkt.
Nur ein bisschen anders: Das Rezept ist von Paule, und ich backe für mich. Fühle mich dabei ein bisschen nach Paris und Nordsee. Durch die Mandelblättchen als Zusatz, die mich an friesische Teestuben erinnern. Dort wurde auch immer so schön gedeckt. Und Butter, die in (kleinen) Löchern versinkt. Erinnerung und Sonntag pur.

Schmeckt es euch heute auch wieder? Sagt mir doch, was genau bei euch aus der Küche kommt - ich hieve es später auf die Tafel.

10.01.2012

räume(n)

räume(n) I fräulein text
räume(n) I fräulein text
schokoladenmuffins mit joghurt I fräulein text

Irgendwie noch immer ein wenig festgeklemmt im (Rücken-)Schmerz, betrete ich heute zaghaft wieder die Bühne. Hallo 12, hallo ihr, hallo hallo. Ich wünsche euch alles Glück.

Einfach mal loslassen - und schauen, wie die virtuelle Welt weiterzieht, ohne dass ich aktiv ein Teil davon bin, hat (gezwungenermaßen) ganz gutgetan. Wo sich kein Schnee räumen lässt, räume ich Gedanken. Platz kann nur bleiben, wenn etwas geht. Mal sehen wie. Dinge bewusster aus/wählen, Momente bewusster aus/kosten und das Leben selbstwissender gestalten. Mich nicht verrückt machen. So könnte es gehen. Über-den-Tellerrand-gucken ist gut. Zuviel Über-den-Tellerand-gucken ist nicht gut - für meine Linie. 

Apropos Linie, die andere: >Eat well, travel often<. So könnte es auch gehen. Bei dieser Linie bin ich nicht so zimperlich - und lasse das dann mal meinen Jahresleitfaden sein. 

Weniger kritisch sein gehört übrigens auch noch dazu. (Die Muffins in der Nachbackversion waren mit einem Abstandsbissen dann doch ziemlich gut, Cousine!)

Auf bald.