06.08.2013

perlen


Print perlt.

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andere Seiten 
aber auch
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Ich bin verdammt gut darin, in die Luft zu löchern. Blickabwärts funktioniert jedoch ebenfalls ganz formidabel. Dann gerne in Blätter - oder durch Blätter hindurch. Die kann man so schön mit in den Sommer nehmen. Doch weil leider nicht vierundzwanzig Stunden Sommer sein kann, versinke ich zudem in welchen, die vor der Nase flimmern.

Meine Perlen des Sommers:
Alma und Jan haben jetzt Printe - und wir auch etwas davon!
Das Heimat Zine geht in die zweite Runde. Vielleicht liegt euch etwas auf der Zunge.
Ein bisschen gemein ist es schon, euch heute vom Sale bei 3191 Miles Apart zu erzählen, der gestern zu Ende gegangen ist, aber das nächste Quarterly steht in den Startlöchern.
Stepanini nimmt ein Bildbad und ich schwimme mit.

Immer wieder meingefangen.
Ich wühle in Ninjas Komposthaufen - und in Jochens natürlich.
Und lese mich wieder und wieder bei Maria fest. Bei Hendrik jetzt auch.

Ich entdeckte neu für mich: la casita und Lost Artisan.
Außerdem: remedial eating.

In meinen Ohren perlt Frau Käthe.
In der Schüssel der Couscous.
Ein formidabler Begleiter in diesen Zeiten: Heidi Swansons Super Natural Everyday. Das war einfach genug Schmarrn! So gut, aber genug ...

Sommert weiter.
Esst Perlen.
Malt Herzen. Klebt Alben. Oder lauft.

Apropos: Der neue >Weekender< ist da!

01.08.2013

von hier nach da und wieder zurück



Alles beginnt mit der Sehnsucht.

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Vielleicht muss man sich gar nicht entscheiden. Weil einfach beides ein Geschenk ist. Das eine oder das andere ist letztlich egal. Wenn sich im Herzen ein Spalt öffnet, der prompt gestillt wird - durch ein Gefühl das irgendwo zwischen Wärme und Losgelöstheit liegt, und sich wie ein heilender Wattebausch in die Lücke presst -, dann ist es wohl richtig. Und in den letzten zwei Wochen (+) war es verdammt richtig. War er verdammt richtig: der erste Sommer in den Bergen. Das Meer in mir hat sich frei geschwommen.

Da waren schon ein paar Erwartungen aller ferienleichter Stimmung zum Trotz, da war die Unsicherheit über die richtige Entscheidung, die See gegen die Gipfel eingetauscht zu haben. Und am ersten Abend war da tatsächlich auch ein beklemmendes Gefühl, das mich eigentlich immer einholt, wenn ich woanders bin. Eine unsichtbare Schnur, die mich zurückfädeln will in das Bekannte. Obenauf gab es die schöngefärbte Vorstellung von bekräuterten Wiesen, von Luft, die Gedanken wegzieht, und von ein bisschen Heidi. >Herrje< und einmal ausatmen: Am Ende war es genau so! 

Unterwegssein. Dass das zu meinem momentanen Faden wird, ich hätte es kaum geglaubt. Unterwegssein ist immer auch ankommen, sich einbetten in neue Oberflächen - nicht nur die der Matratze. Es ist gleichzeitig loslassen von gewohnten Strängen und bekannten Begleitern. Wenn gutes Essen und ein Zuhause genau das zu unterfüttern wissen, dann passt's. Hier hat es gepasst. Der Pinzgau hat mich willkommen empfangen. Im Dorf, (fast) touristisch frei. Mehr ein über die Schulter gucken - in einen Alltag, der natürlich nicht der eigene ist. Und dennoch hat er mir für selbigen so viel mitgegeben. An erster Stelle eine Bescheidenheit, auch eine Unverblümtheit, eine Grundehrlichkeit, ja, eine Zufriedenheit. Und an zweiter Stelle: Aroma. 

Holunderblütenirup mit Krausminze, wilder Bergthymian, frische Pfifferlinge und eine Steinpilzkette, Kasnockerl und Almlachs. Schmarrn und Topfenknödel, Apfelkiachl und Povesen, Omelettes mit frisch gepflückten Waldheidelbeeren, die kleinsten Himbeeren der Welt, eine Wanne voller Kirschen, Marillenkonfitüre, Almbutter und Käse aus Kuh und Ziege, Schwäne aus Brandteig, Tafelschokolade mit Heublumenfülle, überhaupt: die schönsten Wiesenblumensträuße. Den Weitblick. Die Trittsicherheit. Das Vertrauen. Wermutwein und Wehmut in kleinen Dosen. Ein Kissen mit Zirbenholzspäne für ein ausgeruhtes Herz. Die größten Salzburger Nockerln zum Jubeltag. Distanz und ein: Auf, auf!

Außerdem: hochsommerliche Temperaturen, die mich weniger wandern als rasten ließen. Eine Sonne, die mir lächelnd bescheinigte, dass ich das >darf<. Anfangs noch gefühlt betriebsam gesteuert - im Modus des Erlebens -, hat sich genau das dann eingestellt, als ich mich davon gelöst habe. >Freiheitzeit<, wie Alma es so schön nennt. Das Essen und die Lebensmittel sind mir so wichtig geworden, dass sie die besten Zutaten sind, die alles einfach nur kostbar machen. Und der Müßiggang. Der Morgen und der Abend als befreiende Klammer für alle Gedanken und Momente. Ich zeige mit dem Finger auf Österreich. Da - genau da hin. Nochmal. Und nächstes Jahr möchte ich ans Meer. Ach, eigentlich sofort.

Passt scho.


Zuhause
:
Geschmacksträger
(–
–)



Mitgebracht: sonnengetünchte Beine (eine echte Seltenheit!) und ein Körbchen Pfifferlinge
Noch im Gepäck: ein Rezept für Wermutwein


Für alles, was man im Leben braucht: Süße, Schärfe, Säure und Bitterkeit. Denn das eine, kann ohne das andere nicht sein.

Er zieht bereits.

Einen Sommer, der gut zu euch ist! Ja, das wünsche ich. 
Ein Hoch auf die Acht.

Berger Feinste Confiserie * Schokoladenweg 1 * Lofer //  Museum der Moderne * Mönchsberg 32 * Salzburg //  Schloss Mirabell & Mirabellgarten * Mirabellplatz 4 * Salzburg

13.07.2013

gipfel

Holunderblütencheesecake. Der Himmel über mir (mit einer Sternenspitze). Claires Schuhgipfel, übrigens zu einem fabelhaften Hosenrock! Eine kleine Berglandschaft in meiner Fensterbank - und Sophie davor. Seit Jahren ganz groß. Der >Golden Top Ring< von wsake. Butterscotch Custards mit ... na, ihr wisst schon. Brezelberge mit Butter und Schnittlauch. Ein gekappter Puddinghügel. Und die handundhüftschmeichelnden Zehnzentimeter.
Von den Bergen zu den Gipfeln. Mein meeresfrisches Herz ist ganz auf spitz gepolt. Ein neues Gefühl, das da zu mir heranschwimmt. Gefüttert durch die immer wieder beeindruckenden Spitzen bei Tine. Da kann man schonmal schwach werden.

Apropos schwach - so und so: der Holunder scheint dieses Jahr nicht von meiner Seite zu weichen. Letztens traf der Käsekuchen aus New York auf den Blütensirup. Tauchte als feiner Schwimmer durch das gekühlte Meer. Ein Hauch, wirklich nur ein Hauch! Genau hinschmecken hilft. Das verbindet.
Was war da noch?
Ein Camp Cobbler.

Paules Eiscreme mit Speck.

In den >Catskill Mountains< mit Pia Dehne.

Das Bergflair kriecht herauf. Einmal Sommer dazwischen. Mit ganz viel erdender Weitsicht, mit satter Luft, die tief durch die Lunge fließt. Ist das nur Idyll - oder ist das so. Ich werde es herausfinden.

Setzt die Segel - und auf einen schönen Sommer.
Schönso. Passt!

Wo zieht es euch (unbekannterweise) hin?

P.S. Einsame Spitze: Ottolenghis Pasta mit Erbsen und Joghurt!

Bildquellen: C'est Clairette // wsake // Williams-Sonoma Taste