Montag, 20. Februar 2017

dattelwaffeln

dattelwaffeln I fräulein text

<3

Klassische Herzchen sind der Inbegriff meiner Kindheit. Nicht nur klebe ich hier (nahe dem Bergischen Land) auf der Waffelgrenze, ich finde auch das eine Herzwaffel in ihrer Schlichtheit so wesentlich ist. Ja, abseits des Weges gibt es auch die guten Lütticher Waffeln, die mit karamellisiertem Knister punkten, aber m/ein Herz sehnt sich gerade zurück - und geht gleichzeitig einen Schritt nach vorn.

Seit einiger Zeit verzichte ich konsequent (mal mehr, mal weniger ;)) auf raffinierten Zucker und suche nach süßen Alternativen. Die Dattelwaffeln (aus dem Buch >Pure Life<) sind eine wirklich gute. Warm und weich mit moderater, leicht erdiger Süße, dabei üppig und satt. Mit Ahornsirup ein lächelndes Sonntagsfrohstück. Statt Pancakes (deren Rezept mit Banane noch auf der Liste für diesen Blog steht), aber . . .

Schritt für Schritt.



Dattelwaffeln (etwa 10 Stück)

130 Gramm Dinkelvollkornmehl
90 Gramm Buchweizenmehl
2 Teelöffel Weinsteinbackpulver
1/2 Teelöffel Zimt + Kardamom
1 Prise Meersalz

: miteinander vermischen

10 bis 12 (Soft-)Datteln
300 Milliliter Mandelmilch (o Kuh – Kokos – Reis – Nuss – Hafer)
20 Gramm Rahmjoghurt
20 Gramm Cashewmus (o das einer anderen Nuss)
20 Gramm Kokosöl

: in einem (Hochleistungs-)Mixer zu einer süßen Milch pürieren
: zusammen mit 3 Eiern zur Mehlmischung geben und mit dem Schneebesen gründlich (aber nicht allzu penibel, sonst wird es zäh!) verrühren
: 5 bis 10 Minuten ruhen und quellen lassen
: ist die Konsistenz zu dick, hilft ein Schuss Mineralwasser

: portionsweise im gheegepinselten Waffeleisen zartbraun ausbacken

: mit Ahornsirup fluten

: einzelne Herzen lassen sich ü am nächsten Tag sehr gut im Toaster knusprig aufrösten :)

Montag, 6. Februar 2017

tom kha gai (hühnersuppe mit kokosmilch)

tom kha gai (hühnersuppe mit kokosmilch) I fräulein text

minus o grad



tom kha gai (hühnersuppe mit kokosmilch) I fräulein text

#eiskaltsonneblauwolken

So war es im Januar oft. Winter, wie ich ihn liebe - und genau so darf er auch gerne bleiben. Winter ist so lange Winter, bis der Frühling kommt - und der ist zwar langsam, aber für mich noch lange nicht greifbar. Ich mag das, und es ist gut. Mir gefällt auch, wie MAV es sieht. 

*

Zum ersten Mal eine Tom Kha Gai (eine Hühnersuppe mit Kokosmilch) kochte ich letzten Sommer, als ich eine Erkältung wegzulöffeln hatte und der klassischen Hühnersuppe ein wenig überdrüssig war. Der Anfang einer Endlosschleife . . . aber zumindest einer, die in warmer Begleitung besser schmeckt : ) Apropos Geschmack: Ich gehöre zu denen, die vorher tatsächlich noch nie eine Tom Kha Gai gegessen haben, insofern fehlt mir jegliche Referenz, aber das, was she simmers, wird ganz bestimmt auch weiter in meinem Topf köcheln (müssen). 

Die Basis ist eine richtig gute Bio-Hühnerbrühe. Rund 700 Milliliter. Diese werden zu einem Konzentrat auf die Hälfte eingekocht (manchmal verzichte ich allerdings auch auf diesen Schritt . . .) und anschließend zusammen mit 350 Milliliter Kokosmilch (ich nehme gerne eine aus dem Bioladen oder auch den praktischen Liter von Aroy-D), einer Stange Zitronengras, leicht mit einem Messer >angeschlagen<, 4 bis 5 zerrissenen Kaffirlimettenblättern (o Venen) und feinen Scheiben eines Fünf-Zentimer-Stücks Galgant erhitzt.

Brühe und Milch sollen die Aromen gut aufgenommen haben (ruhig ein paar mehr Minuten ziehen lassen), bevor das Hühnerfilet (etwa 500 Gramm) stückchenweise und bei moderater Hitze in der Suppe gegart (nicht gekocht) wird. Ob das auch der Fall ist, bitte unbedingt vor dem Servieren per Anschnitt testen.

Zwei Handvoll Pilze (im Original >Straw Mushrooms<, ich verwende Champignons) in Viertel o Scheiben hinzugeben, ebenso Birds Eye Chilis - 5 bis 6 oder auch weniger, je nach persönlichem Schärfegrad. Meiner ist nicht sonderlich hoch ;) Wem an dieser Stelle etwas Flüssigkeit fehlt, gießt Huhn nach o etwas Wasser auf. Topf vom Herd ziehen und mit Fischsauce (etwa 50 Milliliter) sowie dem Saft von mindestens zwei Limetten (!) abschmecken. Ich verwende auch noch etwas Palm- o Kokosblütenzucker und streue zum Schluss nach Rezept reichlich Koriander (und nach Geschmack Thai-Basilikum) >on top<.

PS Zitronengras, Limettenblätter und Galgant können nicht mitverzehrt werden. Entweder ihr fischt sie vorher raus o separariert sie (etwas umständlich) während des Löffelns - so wie ich ;)
MerkenMerken
MerkenMerken

Freitag, 13. Januar 2017

golden cookies (oatcakes + gewürzkekse)

golden cookies (oatcakes + gewürzkekse) I fräulein text


°
°
*

Eigentlich hatte ich vor, die Siebzehn mit einem kleinen Rückblick zu begrüßen - einfach, um mir (auch) selbst vor Augen zu halten, dass es da was Gutes gab im letzten Jahr. Neben den vielen ernüchternden (vor allem gesundheitlichen) Dauer/Baustellen - und dann ist plötzlich schon der dreizehnte Tag. Und ich entscheide mich für goldene Zuversichtscookies. Auf 352 kommende Tage voller Mut und Strahlkraft, genügend Biss und noch mehr Leichtigkeit, Akzeptanz und (inneren) Frieden. Glück, Gelassenheit und >Gemeinsam< in den richtigen Momenten.
Es schneit (gerade).

Die Plätzchensaison ist letztes Jahr einfach ausgefallen. Es fehlte die Lust, ja, aber es war auch ein bewusster Verzicht zugunsten meines Körpers. Ausnahme waren die krossen Gewürztaler mit Nuss, Trockenfrucht und Amaranth. Letzte Woche kamen schottische Oatcakes hinzu. Sehr mild gesüßt, fast schon neutral, perfekt als salzig belegte Frühstücks/Lunch/Snack Basis. Süßer wird es mit ein bisschen Nussmus u/o Fruchtaufstrich. Ich zehre immer noch vom Sanddornglas aus der >Villa Augustus<, deren Herbstbesuch in Spontanweite zum Meer definitiv zu diesen >richtigen Momenten< zählte.

Oatcakes (nach 3191 Miles Apart)

150 Gramm Haferflocken, 125 Gramm Dinkelmehl (Typ 630), 40 (bis 50) Gramm Zucker im 1:1 Verhältnis von Kokosblüte und Muscovado, 1/2 Teelöffel Meersalz, 1/2 Teelöffel Natron, 115 Gramm weiche (!) Butter sowie als persönliche Geschmackszugabe 1 Esslöffel gemahlener Mohn in einem >Food Processor< o auf der untersten Stufe des Handrührers langsam miteinander verkneten. 2 großzügige Esslöffel (Rahm-)Joghurt hinzufügen bis sich ein weicher, leicht klebriger Teig formt. Mehlbestäubt zu einer Kugel rollen.

Ausrollen, am besten auf Mehluntergrund und nicht allzu dünn, und (25 bis 30) Kreise ausstechen. Mit einer klassischen Ausstechform o mithilfe eines Glas'. Auf Backpapier 15 Minuten in den 175 Grad heißen O/U Ofen schieben. Leicht gebräunt sollen die Oatcakes sein . . . nach dem Abkühlen luftdicht verschließen.

Gewürzkekse (in Anlehnung an die Knusprigen Weihnachtskekse aus dem Alverde Magazin)

25 Gramm Cashews und 30 Gramm geröstete Haselnüsse (fein) hacken, ebenso getrocknete Mango und Ananas (in etwa 20 Gramm). 75 Gramm Butter schmelzen und bräunen (!). Seit Nicole Stich verzichte ich auf diesen Schritt nicht mehr, wenn es um >Cookies< geht : )

Nüsse, Früchte und Butter zusammen mit 50 (bis 75) Gramm Zucker in einer Mischung aus Rohrohr, Muscovado und Kokosblüte1 Ei50 Gramm Haferflocken20 Gramm Dinkelmehl (Typ 630), 15 Gramm gepopptem Amaranth10 Gramm Chiasamen30 Gramm Kokoschips1/2 Teelöffel (Weinstein-)Backpulver und großzügiger (!) Gewürzprise aus Ingwer, Kardamom, Zimt oder in meinem Fall: dem Keksgewürz >Ginger & Bread< (mit einem Holzlöffel) verrühren.

Mit feuchten Fingern (rund 25) handflächengroße Taler formen und auf ein Backpapierblech legen. Bei vorgeheizten 160 Grad U etwa 10 Minuten goldbraun backen - sagt das Originalrezept. Meine Kekse erreichten den gewünschten Knusperfaktor allerdings erst bei 20 Minuten. Oder waren es gar 25 Minuten? Dann aber wirklich.

An dieser Stelle ü noch ein >Merci< für die schöne W/Post, die mich wieder aus dem virtuellen Raum erreicht hat : )
+ >Alles über Bord< von Anna. Ich freue mich so. Fühlt sich an wie ein Geschenk.