Montag, 5. Dezember 2016

netzkonfetti // 02


schmecken Danke, Anni (immerimmerwieder!) für deine 1a kitchen. Uromas sanftes Geheimnis. Michas Linzer Torte und Tariks KürbislasagneLebkuchen vom Blech. Miz Zumbühl empfiehlt >Besessen. Meine Kochmemoiren<.

sehen / lesen / hören / klicken Peter Lindbergh (noch bis Februar) in der >Kunsthal Rotterdam<. Am liebsten möchte ich nochmal hin :) Die Collagen von Katrin Klink. >You wanna teach me to dance.<  hei astrid (und ihre >things I like lately<) wiederentdeckt. Abwechselnd beblätternd: >Inspiration Wabi< und Louisa Thomsen Brits >The Book of Hygge<. Haus Birkedal. Taschendesignerin Pirjo Marx. Rikes spontaner Adventskalender. Tina Kamis Keramik. Finde Dich. Julie erzählt (mir) von der TED Radio Hour. Sabrina spricht über Zahnpflege. Gut schlafen.

fühlen / drüberdenken Hedi Schneider steckt fest (noch drei Tage in der Arte Mediathek zu sehen!). >I’ve always been drawn to the things we’re not supposed to talk about.< November 30. Ramona über MangelgedankenAuf dem Teppich sitzen und auf andere zeigen. (Hier ist der Artikel dazu. Und hier das erste Stück auf der Wäscheleine.) Keine Zeit ist verloren.

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Der Auftakt: netzkonfetti // 01
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Montag, 28. November 2016

clementine cake




o o o   oo

Einer der ersten Kuchen, den ich sehr zu Beginn dieses Blogs verknipste (sechs Jahre ist das ü fast schon her! w-o-w) war Nigella Lawsons Clementine Cake. Der Clou: Ganze Clementinen samt Schale werden erst auf dem Herd butterweichgeköchelt, anschließend püriert und mit wenigen weiteren Zutaten zu einem Teig vermengt. Nach wie vor finde ich die Art der Zubereitung abenteuerlich, der Geschmack allerdings - pendelnd zwischen herb und fruchtig, zartbitter und süß - ist mir immer wieder ein seeliges Polster, welches in den Vor/Weihnachts/Winter nicht besser passen könnte. Die CouSi erinnnerte mich unlängst an dieses ver-rückte fruchtige Kissen und fragte nach dem Rezept. Das habe ich hier tatsächlich noch nie aufgeschrieben - und so geht der CC en détail quasi in cc an Dich :) und an alle anderen, die neugierig probieren möchten.

Die Hauptakteure sind (na klar!): Clementinen. Je nach Größe etwa sechs bis acht Stück - mit einem Gesamtgewicht von 375 Gramm. Da die Schale mitverzehrt wird, verwende ich natürlich, aber hier erst recht, kernlose Bio-Früchte. Die landen knapp mit Wasser bedeckt in einem Topf, werden aufgekocht und dann etwa zwei Stunden simmernd in Ruhe gelassen. Es entwickelt sich ein etwas eigenwilliger Geruch, bitte nicht irritieren lassen ;) Ein kurzer Blick ab und an ist dennoch unerlässlich, falls das Wasser einmal versiegt. Dann unbedingt etwas Flüssigkeit nachgießen, damit die Clementinen nicht anbrennen. Wenn die Schale aufplatzt und die Früchte auf Fingerdruck nachgeben, ist alles richtig! Die Clementinen abgießen oder mit einem Löffel aus dem Nass heben und komplett mit Haut und Haar im >Blender< o mit dem Pürierstab zu einem Mus pulsieren.

Sechs Eier peu à peu hinzuschlagen, außerdem 200 Gramm Rohrohrzucker (oder auch etwas weniger, je nach persönlicher Süßpräferenz) sowie 250 Gramm gemahlene Mandeln ohne Schale und alles mit dem Handmixer verrühren. Noch ein gehäufter Teelöffel Backpulver, das war's. Die Masse in eine gebutterte Springform (24er) füllen und bei vorgeheizten 180 Grad O/U für 30 bis 50 Minuten in den Ofen schieben. Mein Kuchen erreicht die perfekte Konsistenz bereits nach 35 Minuten: die Ränder satt gebräunt, die Decke ebenmäßig, das Innere saftig, aber nicht klebrig. Zur Sicherheit macht eine Stäbchenprobe + eventuell vorzeitig abdecken, er bräunt recht schnell!

Im Ring auskühlen lassen, anschließend aus der Form lösen und warten, bis der Kuchen vollständig heruntergekühlt ist, um ihm noch eine Glasur aus Puderzucker und Clementinensaft zu verpassen. Ich serviere ihn weiters gerne mit einer dicken Sahnewolke (o einem Klecks Rahmjoghurt) >on top<, die die leichte Bitterkeit des Kuchens perfekt abfedert. Beides ist keineswegs ein Mu/ss . . . nur mein Mü 

- für noch mehr Winter.
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Mittwoch, 23. November 2016

pochierte quitten


. . . mais >Qui<



Keine Frucht ist in den letzten Jahren so sehr mit mir >verwachsen< wie die Quitte. Wie schon im letzten Herbst (und dem davor und davor und davor . . .) erfreue ich mich auch in diesem wieder an den wahrlich goldenen Geschenken aus #nachbarsgarten. An diesem nicht ganz eindeutigen Geschmack, der irgendwo zwischen herb, krautig und lieblich pendelt. An der barocken Form, an den Falten. An dem Aroma, ja natürlich: dieser fast schon kalte Geruch, der jeden Raum bis unter die Decke zu füllen vermag. Nachhaltig an Papier und Fingerkuppen haftet.

Gewillt, die Quitten tatsächlich diesmal allein in einer Schale sich selbst zu überlassen, kam mir Yvette dazwischen - und dafür bin ich ihr wirklich dankbar. Gesehen, getan. In >Koken met van Boven< pochiert sie die Quis in einem süßen Sud mit Noten von Vanille, Kardamom und Salbei. Eine kühne wie großartige Kombination. Mir hat sie einige Morgen mein Frohstück versüßt. Andere Spalten wiederum bedeckelten einen Pekannussboden. Ebenfalls ihr Rezept

Pochierte Quitten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Acht mittelgroße Quitten von ihrem Pelz befreien und schälen. In Viertel schneiden und den holzigen Kern mit einem kleinen, scharfen Messer - wie bei einer Tomate - entfernen. Übrig bleibt ein Schiffchen :) Das funktioniert ttsl leichter als gedacht, sofern ihr ein wirklich (!) scharfes Messer habt. Beiseite stellen. (Ich verzichte ü auf der Bräune entgegenwirkende Zitrone; geht später eh unter ;))

In einem großen Topf zwei Liter (warmes) Wasser mit 125 Gramm Rohrohrzucker und 150 Gramm Akazienhonig (im Orginal 100 Gr Zu // 200 Gr Ho), einer aufgeschlitzten Vanilleschote, sechs großen Blättern fingerzerzupftem Salbei und acht Kardamomkapseln, ebenfalls leicht zwischen den Fingern zerdrückt (lässt das Aroma frei!), aufkochen. Die Quitten Viertel für Viertel ins Wasser gleiten lassen - und: runterschalten. Der Sud soll nur zart köcheln, etwa 45 bis 60 Minuten (oder manchmal auch mehr). Eine Messerspitze gibt Auskunft über den perfekten Garzustand.

Statt eines Deckels verwendet Yvette eine >Cartouche< aus Back- oder Pergamentpapier. Das halboffene Garen hält Hitze und Feuchtigkeit. Dafür das Papier auf Topfgröße zurechtschneiden und mit einem kleinen Loch in der Mitte versehen. Anschließend auflegen und warten.

Sollten die Quitten schon gar, der Sud aber noch nicht ausreichend sirupartig eingekocht sein (wie bei mir), diesen einfach separat noch ein wenig bei mittlerer bis hoher Temperatur einreduzieren. Je nach Geschmack.

Die Früchte halten sich bedeckt im Kühlschrank etwa eine Woche. Hier sicher nicht . . .

Nochmal?

aber >Ja<!