Premieren gilt es auszukosten. Die meine fand statt - na wo wohl? In der Küche. Gestern und ohne Anlauf ein Apfelstrudel mit selbstgezogenem Teig. Ein ganzes Strudelleben liegt nun noch vor mir, sagt Anna - und verspricht: du wirst >dei freid dro hoam<. Ich bin ganz sicher. Apropos: Wer bei der Hülle sicher gehen möchte, verleibt sich missboulettes Notizen ein. Die nämlich ließen mich ziehen ohne Löcher (zwei winzige einmal ausgenommen) und die Decke göttlich splittern. Strudel, du warst großartig.
Bei der Fülle setzte ich auf vier große mürbe Äpfel, in feinste Spalten aufgeblättert. Auf eine gebräunte Bröselschicht gegen das fruchtige Wässern - auch das wird hier >en detail< vermerkt. 40 Gramm Vollkornsemmel, 20 Gramm Butter. Auf drei Esslöffel Rohrohrzucker, auf eine Schicht Zimt und ja, auf Rosinen. Eine Handvoll in Rum. Micha verzichtet - generell und so passend an ihrem gestrigen Strudelsonntag. Die Hitze für die kräftig butterbepinselte Rolle: 200 vorgeheizte Grad und 40 Minuten. Eine zartsonnige Vanillepfütze floss auch noch dazu.
Für das nächste Ma(h)l liebäugel ich mit Quitten - oder der Birne. Die aus dem Bild mit der feinen Pünktchenschale heißt übrigens >Dr. Capron< und fiel mir im geliebten Garten zwischen die Blätter.
o o o oo
Es leuchten Girlanden im Fenster.
In Apfel, Birne, Vanille, Gold.
Strahlt euch den Herbst schön.
P.S. Und deiner, Juli?



