13.10.2014

von äpfeln und einer birne

Selbstgezogener Apfelstrudel mit Vanillesee
Schönes für Küche und Herz: www.zierratundgold.de

Premieren gilt es auszukosten. Die meine fand statt - na wo wohl? In der Küche. Gestern und ohne Anlauf ein Apfelstrudel mit selbstgezogenem Teig. Ein ganzes Strudelleben liegt nun noch vor mir, sagt Anna - und verspricht: du wirst >dei freid dro hoam<. Ich bin ganz sicher. Apropos: Wer bei der Hülle sicher gehen möchte, verleibt sich missboulettes Notizen ein. Die nämlich ließen mich ziehen ohne Löcher (zwei winzige einmal ausgenommen) und die Decke göttlich splittern. Strudel, du warst großartig.

Bei der Fülle setzte ich auf vier große mürbe Äpfel, in feinste Spalten aufgeblättert. Auf eine gebräunte Bröselschicht gegen das fruchtige Wässern - auch das wird hier >en detail< vermerkt. 40 Gramm Vollkornsemmel, 20 Gramm Butter. Auf drei Esslöffel Rohrohrzucker, auf eine Schicht Zimt und ja, auf Rosinen. Eine Handvoll in Rum. Micha verzichtet - generell und so passend an ihrem gestrigen Strudelsonntag. Die Hitze für die kräftig butterbepinselte Rolle: 200 vorgeheizte Grad und 40 Minuten. Eine zartsonnige Vanillepfütze floss auch noch dazu.

Für das nächste Ma(h)l liebäugel ich mit Quitten - oder der Birne. Die aus dem Bild mit der feinen Pünktchenschale heißt übrigens >Dr. Capron< und fiel mir im geliebten Garten zwischen die Blätter.

o o o                             oo

Es leuchten Girlanden im Fenster.
In Apfel, Birne, Vanille, Gold.

Strahlt euch den Herbst schön. 

P.S. Und deiner, Juli?

30.09.2014

apfelrose

Apfel Crumble mit Rosenkonfitüre und Vanilleeis

weit vom stamm

Passend zum Gemüt - und zur Sehnsucht - gab es / gibt es / wird es wieder geben: hauptbestreuselten Apfel, gewälzt in Rosenkonfitüre. In meiner Form: die Sylter >Rosa rogusa<. Dazu ein goldtropfender Eisballon. Klassisch Vanille. Wie an der See so. Und: Der >Crumble< funktioniert - im Gegenzug zur dritten Silbe (zumindest in den Norden) - rasend schnell. Die Ofenzeit mal abgezogen. Aber in der lässt es sich ja wunderbar der Luft nachhängen.

Wer möchte, krümelt mit, und würfelt in ein Quadrat (meins misst 20 x 20 cm) fünf große Augustäpfel klein. Gemischt, gesüßt und gewürzt je nach Gaumen mit zwei großen Löffeln rosiger Konfitüre und einer Messerspitze Vanillepulver. Angemerkt: Ihr solltet blumiges Süß gut riechen können; schmeckt äußerst intensiv. Bedeckt wird die geschwenkte Frucht anschließend mit einer Haube aus 150 Gramm Weizenmehl in der vollen Kornvariante, 50 Gramm gemahlenen Mandeln, 75 Gramm Rohrohrzucker und 100 Gramm Butterflocken - zwischen den Fingerkuppen zu kleinen Teiginseln verrieben. Im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad etwa 45 Minuten lang knusprig gebräunt. Noch warm mit einer Kugel Vanilleeis davon ver/ge/zehrt.

Dabei ein bisschen rumgeklickt:

// nicht nur in die Schleife von >Wo die Liebe hinfällt< - sondern überhaupt: in sein Album.
Hört und geht hin!

// bei Doro, die gerade ganze und halbe Wünsche zeichnet 
// durch Stadt Land Food
Apropos: den November notiert.

// ins Lookbook von wsake und Studio Oink

// mir das Rosen-Granola gemerkt
// sowie Julianes Quittentrüffel

// und ein Brot für die Seele


+ fest an dich gedacht. 



Merci Mimi für diese schöne Idee.

21.09.2014

pflaume (mit zimtkruste)



so
schnell
gege

z
  z
    z
          zen

wie
gerührt

'
0


Die Pflaume stürzt rasant vom Baum – direkt auf meinen Teller. Oder euren. Und deshalb geht es hier heute schnell. So schnell, wie ich fast gar nicht pflücken, sammeln, rühren, essen kann. Den zweiten Sonntag klebt Marian Burros legendäre >Plum Torte< aus der New York Times nun schon in der (kleinen) Form. Letzte Woche kämpten wir zusammen im sonnigen Grün, heute steuert sie gabelweise – quasi zwischen Tisch und Bett – dem Regen entgegen. Noch mit ein bi zz chen Sonne im Rucksack.

Los geht es.

Mit der Butter. 115 Gramm kreisen sich cremig mit 120 Gramm Rohrohrzucker. Wobei die Süße der Pflaumen, auch ein wenig den zuckrigen Anteil steuert. Für mich schmeckt(e) es so am besten. Anschließend mischen sich zwei Eier unter. Eins nach dem anderen. Es streut hinzu: 125 Gramm Mehl (ausgemahlener Weizen o Dinkel und das volle Korn im Verhältnis 1:1), angereichert mit einer Prise Salz und einem Teelöffel Backpulver. Das war’s.

Den Boden einer kleinen Springform (20er) mit Papier bekleiden, den Rand bebuttern (und mit Mehl bestäuben), den Teig einfüllen und glätten. Neun – oder auch zehn/elf/zwölf – Pflaumen halbieren und entsteinen, die violetten Hälften im Teigbecken zart versenken – mit dem Po in die Höh’. Einen Zitronensaftwürfel (der aus dem Limoncello) auftropfen, großzügig gemahlenen Zimt überrieseln, ebenso braunen (Demerara-)Zucker – etwas weniger großzügig. Das sorgt nachher für eine schöne, leicht karamellisierte Kruste. Ofenfertig! Die vorgeheizte Röhre empfängt den Kuchen nun bei heißen 180 Grad O/U für 40 bis 45 Minuten. Auskühlen lassen, entringen, voilà.

Mein Stück Pflaume freute sich über etwas Puderzucker uo geschlagene Sahne mit einem Dreh aus der Vanillemühle*. Ich mich natürlich auch.

Über ein Auge, beide Ohren und alle Zähne.

( .  )

Merci, Frau Lüthi.
* Danke an >Herbaria< für die erneute würzige Ausstattung.