09.03.2013

einfach so (die zweite)



Noch ein bisschen mehr.
Und noch mehr.

03.03.2013

einfach so

Buttermilchbrathähnchenschenkel nach einem Rezept von Julie. RoughCutBoard mit Saftfuge, Topfrutsche und Stell-Mich-Auf-Kante. Sternzeichenkarte(n) von Held&Lykke. Ein Frühlingsstrauß à la Anna; untergebracht in einer alten Apothekerdose aus dem blauen Journal. >50 Jahre Besteckdesign in Deutschland<. Einfach Sonntag und russisches Pferdehaar. Regentropfen von mi/nu. (Mich erfreut übrigens jeden Tag der schöne Wandkalender!)
Einfach so. Einfach Sonntag. Feine frühlingsgraue Boten und Botschaften, die mich in den letzten Tagen begleitet haben. Danke liebe Wiebke, für die schönen Rautentauscher!

Aus der Sehnsucht nach Handwerk - und auf der Suche nach ein paar neuen Ideen für zierratundgold, kurvte ich ins >Deutsche Klingenmuseum<. Auf den Wunschzettel gesellt sich neben die klassischen Windmühlen von Robert Herder nun auch ein Santoku-Messer von Güde. Ein Stopp beim Bürstenmacher ließ mich außerdem russische Pferdehaarröllchen einstecken, die nun ohne Bürste - einfach in der Papiermanschette -, ihre borstigen Fühler ausstrecken.

Auf der Etsy-Treasury >Versandfuerumme< von Rike entdeckte ich aempersand für mich.

Danke June für >How to be 2<. 

Und Stephanie für >Richtig verkehrt<.

Wie gehen jetzt die Schenkel?
Zwei kleine Bio-Hühnerbeine in einem Sud aus 250 Milliliter Buttermilch, gewürzt mit einer Knoblauchzehe, mit Rauchpaprika, Salz und Pfeffer über Nacht trunken machen. Funktioniert am besten in einem Gefrierbeutel. Kräftig einmassieren. Alufolienblech mit Olivenöl besprenkeln, und die Schenkel bei 200 Grad Umluft etwa 30 bis 40 Minuten brutzelbraun backen. Wortwörtlich. Wird extremknusprig, schmeckt aber auch extremgut.

Schönso.

25.02.2013

schachteln


Nr. 35 >Bageri<
Nr. 212 >Schreibe mit Schwan<
Beides in einem: Backbücher blättern.

Ich liebe Manos Schachtelei. Überhaupt mag ich sehr, was aus Manos Hand und Kopf entspringt. Zum ersten Mal begegnete ich ihr auf SoLebIch – vielmehr begegnte ich einem wunderbaren Materialiensammelsurium, begegnete der Kunst und der Liebe zum Meer. Ein kleines Bild von ihr verankerte sie als die >Mireille Mathieu von Braunschweig< in meiner Welt. Ich sah so eine Frisur bei ihr, und ein künstlerisches Lächeln in ihrer Arbeit.

Die 366 Tage des letzten Jahres verbrachte Mano damit, kleine Schachteln zu befüllen, die dann im Januar als Gesamtkunstwerk und in einer Ausstellung an einem Zeitstrahl klebten. Nach dem Ende der Ausstellung war es möglich (und ist es immer noch!), die Schachteln zu erwerben. Ich wollte unbedingt! Und so zog ich meinen Mauszeiger am Bildschirm über alle Schachteln hinweg, verdichtete die Favoriten, erweiterte sie wieder. 

Es gibt so viele detailreiche und farbfröhlich spannende Schachteln, doch hängen blieb ich an den schlichten. Schob immer wieder hin und her, schob immer wieder fort – und doch zum Herzen hin. >Bageri< und >Schreibe mit Schwan< sind die beiden Auserwählten. Es sind nur Schachteln, ja, aber irgendwie auch zwei kleine Steine auf dem Weg zu mir. Aus dem Pool der Möglichkeiten, denen ich mich oftmals über die eigene Unzufriedenheit hinaus anheften möchte, habe ich dann doch das gewählt, was scheinbar mein Herz nährt. Das wiederum beruhigt und macht, Schachtel für Schachtel quasi, zufrieden. >Haute Couture< reiste als Zugabe auch noch in der Schachtel mit, die Mano als Verpackung so passend weise gewählt hat. Auf ihr steht übrigens geschrieben:
Die Buchstaben
haben dann Anmut,
wenn sie nicht mit
Unlust und Hast,
auch nicht mit
Mühe und Fleiss,
sondern mit
Lust und Liebe
geschrieben sind.
---

Vielleicht verliebt auch ihr euch in eine
Ich jedenfalls wünsche jeder Schachtel die passende Schachtel.