Dienstag, 21. Januar 2014

sprossen


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Sie rollte bereits mit der letzen Post wörtlich ins Bild - die Pampelmuse. Ein so wärmender Klang. Die Buchstaben ver-schmelzen in meinen Ohren, das ver-mögen nicht alle. Und nun: Parallelstreifen. Apropos: Das Wort fiel mir beim Durchstreifen der >roten Liste< im virtuellen Lexikon der bedrohten Wörter wieder vor die Füße. (Ich erinnere mich an früher: an die halben Musenschiffchen, die geritzt und gelöffelt, auch mit braunem Zucker beim Verzehren saure Fältchen um die Augen malten. Und die ich trotzdem so sehr liebte.) Apropos: Nun - da er nicht fällt - sprosst er eben, der Zierschnee.

Geht noch ein >apropos<? Von Rot zu Gelb. Das es dann doch wieder nicht is(s)t. Denn ganz genau gesehen, mischt sich ein zartes Orange auf der Farbpalette zum finalen Ton. 
Das Kino im Kopf gibt den Appetit vor.
Apropos: Pssst!
Du hast Glück gehabt, liebe Pampelmuse!
Versteckst dich verführerisch in cremigen Längen mit Mäusezähnchen(kante) - perfekt für alle Zähne. Bis(s)t der ideale Stimmungsaufheller für sonnentrübe Wintertage. Für Tage ohne Zitrone, für Tage mit und mit - Süße und Säure. Für Tage, an denen >liegen bleiben< eine Option ist, nur nicht für euch, ihr fruchtigen Streifen!
Boden

100 Gramm Mehl
30 Gramm Puderzucker
1/4 Teelöffel Salz
70 Gramm kalte Butter(stückchen)
fingerspitzig zu einem Bröselboden kneten
in eine Tarteform (oder ein 20-mal-20-Quadrat) drücken
bei vorgeheizten 180 Grad 20 Minuten vorbräunen

Decke 

200 Gramm Zucker
in 100 Milliliter Pampelmusensaft auflösen
plus 1/4 Teelöffel Salz
plus 2 Esslöffel Bio-Schalenabrieb

3 Eier mit dem Handmixer kurz anschlagen
60 Gramm Mehl einsieben 
mit dem zuckrigen Saft verrühren

den vorgebackenen Boden befließen
bei reduzierten 160 Grad 20 bis 25 Minuten weiterbacken

Bitte

die Oberfläche darf nur zart krusten
ein weiches Innenleben soll bewahrt werden

einstäuben
in Gedanken davonschwimmen 
Vielleicht bis nach Berlin?
Der visuelle Zweiteiler mit den inneren Rückensprossen ist ein Blattprojekt der Künstlerin Ieva Jansone. Über eine Lakenlandschaft. Längs liegen eben. Und lieben. Darum geht es.

Siehe: Bewegtes Bild.

Kommentare:

  1. Der Film wäre noch perfekter wenn ich so ein mausgezahntes Pampelmuseschnittchen dabei schnabulieren könnte !
    Liebe Grüße
    Ursula

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  2. ach wie gern würde ich liegen bleiben, die fruchtigen streifen geniessend ...

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  3. liegend, in Pamplemusenträume schwelgend. was gibts schöneres?
    sarah

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  4. ni und na.
    verzückung.
    und ieva jansone sowieso eine favoritin.
    da passt ihr ja perfekt zusammen.

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  5. große pampelmuse-liebe! lecker!
    gab es tatsächlich heute morgen als trünkchen ...

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  6. sowohl auf flämisch als auf deutsch eins meiner liebsten worte. und auch hier gerade freudig mit dem braunen knirschzucker verspeist. bis auf die letzten tropfen, die ins wasserglas gedrückt werden. die streifen sehen köstlich aus. gute gründe aufzustehen. berlin ist doch ein gutes ziel!

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    1. pompelmoes? :)
      uh, gute idee - die gläserne!

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    2. genau. wird dann pompelmus ausgesprochen :)

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  7. ich spüre, wie mir ganz sacht das wasser im mund zusammen läuft und eine ganz eigene sehnsucht nach etwas pampelmusigem entsteht!!! hab dank dafür!!!

    liebgruss
    eni

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  8. Wie liebe ich es, diese Beschreibungen zu lesen, mehr als zu backen….
    Herzliche Grüße
    Sylvia

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  9. Pampelmuse ist ein wunderschönes Wort, es rollt weich im Mund und liebevoll schnurrend über die Zunge. Wir widerlich ist dagegen das heute geläufige Wort Grapefruit.
    Wir hatten früher so ein leicht gebogenes Messer mit Zähnchen dran, um die Pampelmusen aus ihrer Schale zu lösen. Erst die einzelnen Zellen entlang der Häutchen aus der halbierten Muse, dann einmal außen herum geschnitten. Hernach mit Zucker bestreut und dann die einzelnen Halbspalten ausgelöffelt, zuletzt den Saft. Immer. Fast eine rituelle Handlung.
    Als backige Zutat noch nie erlebt, bin ich jetzt neugierig. Pamelmusenstreifen... das klingt so schön.

    Herzlich, Katja

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  10. die pampeln sin so schöne früchtchen - aufgeschnitten
    aber dennoch, ich bleibe dabei, dass sie mein zahnfleisch zerstören ;)

    meine sind da umso mehr die orangen



    die rote liste
    traurig und herrlich
    gleichermaßen

    :)

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  11. manchmal zwei seiten, ein gedanke:) bei dir wunderhübsch mit mäusezähnchen und mit köstlicher pampelmuse. wird gemerkt und muss versucht werden. einen schönen, mit oder ohne schnee, dir da dort. lg, nikki

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  12. merci! die liebe pampelmuse….feine kombinationen sind mit dir immer möglich!
    danke fürs psssst! schönen sonntag für dich!

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  13. Das Wort Pampelmuse habe ich ja schon ewig nicht mehr gehört. Ich mag es sehr. Das Wort, wie auch das Ding. mmhhh

    Liebste Grüße

    PS: hahahaha, Bloggerknopf. Super Wort. Das behalte ich in meinem Wortschatz. :-)

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  14. Da umschiffst du also das sämige Gelb - ah Nina, das sieht so gut aus! Gerade wärmt mich deine Decke und ich liebe, liebe, liebe sie. Beim Arbeiten wärmt sie, über die Stuhllehne gelegt, und abends auf dem Sofa erst Recht! Und dann denke ich an dich und den nahen, goldenen Ort.

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    1. hach, wie gut. warme grüße aus der schwesterdecke!

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  15. haferflocken-leinsamen-weizenkleiebrei mit ahorngold, stärkt bevorzugt kindliche nerven vor schulischen herausforderungen:) lg, nikki

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    1. dann ist es auch perfekt für mich ;)

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    2. Hab sie gestern nachgemust. Grandios! Lg Elisabeth

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  16. zu den sprossen gesellt sich meinerseits ein lächeln :) freut mich, elisabeth!

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