Mittwoch, 28. November 2012

frohsein

 
Ganz im Weihnachtsmodus angekommen, liegt heute ein kleines virtuelles Blattwerk vor. Ein Heft mit Geschenkgedanken quasi. zierratundgold ist (m)ein Herzensprojekt - und damit es viele Herzen erreichen kann, gibt es diese Seiten mit einer kleinen Auswahl zum Fest.

Eine zierratundgoldene Kollektion, die ich für euch zusammengestellt habe, und die teilweise nur einmalig verfügbar ist. Weg ist weg. Wenn euch also etwas gefällt, kommt vorbei oder schickt mir eine Nachricht. Dann macht sich Post auf die Reise. Die Idee, die hier als Premiere auf den Weg geht, werde ich weiterverfolgen. Jeden Monat soll es eine Produktauswahl geben, die ich sorgsam zusammenstelle und auf den Markt schicke. Für Gold in der Welt - und Zierrat natürlich.

Es wird Altes und Neues dabei sein. Mit Geschichte und Geschmack.

Frohsein zum Auftakt.

Übrigens: Wunschzettelgedanken gibt es auch bei mir.

Dienstag, 27. November 2012

vorbote


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Weihnachten am Bügeldraht.



Das Fest steht fest. Kommt überraschend, mal mehr, mal weniger. Auf Einladung der >Brigitte< bin ich gerne dabei bei der Weihnachtsbloggerei - mit einer Idee, die Rot und Gold vereint, dazu meine Liebe für die Natur, für Gefundenes, für Schönes, für ein Geschenk mit Leben. Am Mobile mit der dicken roten Schleife ist Platz für alles.

Dafür braucht es nur einen schlichten Drahtbügel (zum Beispiel aus der Reinigung). Dazu Faden, eine Schere, einen Stift für die Botschaft und eine Pergamintüte. Knoten ist anschließend das Stichwort: Einfach alles dran, was weihnachtlich ist. Glänzt. Glanzbilder, ein Streichholzstern (mit Masking Tape in Form gebracht), ein Zapfen, ein Plätzchenausstecher, goldene Papierkreise oder Anhänger mit Prickel-Ornamenten (eine Anleitung dafür gibt es im Netz bei SoLebIch.de) und ganz wichtig: das Geschenk! In diesem Fall ein silberner Tortenheber vom Flohmarkt. Der verschwindet kurzerhand für den Überraschungseffekt in einer transparenten Tüte. Aber auch nicht eingepackt sieht es schön aus. Alternativ in die Tüte passt eine Karte, ein Foto - oder eine schlichte Botschaft. Wahlweise knüpft man auch ein bereits verpacktes Geschenk an den Bügel. Schmuck im kleinen Kasten passt gut.

Und das Schönste: Das Mobile geht zudem wunderbar als Dekoration durch. Einfach einen Nagel in der Wand versenken, Bügel aufhängen.

Frohsein. (Dazu übrigens bald mehr!)

Montag, 26. November 2012

glasmomente (und welche in dosen)


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Bevor die Momente verschwimmen.

Aufheben. Einfach aufheben - das möchte ich. In den Muscheln schwimmt der Sand. Schwimmt Nebel und ein Tag Sonnenschein. Bevor mich die Welt einfängt, möchte ich sieben Tage bewahren, die aus der Welt gefallen sind. Schon lange stand diese Woche fest, war da die Vorfreude auf das Meer, auf Novembertage an einem Zipfel Deutschlands, mir völlig unbekannt. Die einzige Bekannte: das Meer, das mir immer ein Nestgefühl schenkt - so offen es doch ist.

Der Herbst in seinen letzten Tagen: ein Kaiserbad, sehr damals. In der Bibliothek tragen Bibliothekarinnen Haarspangen, die aussehen wie kleine Gürtelschnallen. Durch den Tag begleitete mich übrigens Jan Weiler und sein Leben als Mensch. Kurz und weilig. Genau richtig zwischen Strandlauf, Bockwürstchen mit Senf und Kuchenzeit. Zwischen Nuss-Marzipan-Schnitte, Vanillekipferl, Buttercreme. Zwischen Pflaumenecke und Milchreistorte modern. Zwischen Dominosteinen und anderen Steinen.

Inselkäse: jung, mittel, alt. Alle drei gekäst auf der Insel. In Scheibchen spargeschält auf dem Salat. Jeden Abend ein Festmahl. Dreimal Grün, das mir in Erinnerung blieb.
Portulak mit Kaki, Traube und frisch geknackter Walnuss. Außerdem mit Cashew.
Feldsalat, Babyspinat, Rauke mit Avocado und Birne. >Usedomer< flauschig gehobelt.
Grün mit Traube, Avocado und Granatapfelkernen.
Obenauf: jedesmal die Supersoße - doppelt.
Außerdem Bratäpfel mit Marzipan, Grapparosinen, Walnuss, Butter und Muskat.
Rumpsteak mit Kräuterbutterspritztüllenröschen.
Usedom ist herb, in zweiter Reihe gut gealtert. Sehr leise und bedächtig. Ein wenig rauh. Die See spült >medium<. Im Herbst kräftiger - so wie ich es mag. Ganz anders doch als die Nordsee. Auch das Gefühl ist irgendwie anders. Mehr Promenade, weniger Weite. Mehr Form, weniger frei. Mehr weniger so generell. Trotzdem: wie zuhause.


Und jetzt? Kann Weihnachten kommen. Christstollen in der Dose reiste schon mal mit. Ich bin präpariert. Mein mich begleitendes Motiv auf der Insel: der Herrnhuter Stern. Er hängt!

Inselkäserei * Welzin 30 * Welzin/Usedom // Kräutergarten Pommerland * Am Sonnenacker 3-5 * Lassan OT Pulow

Freitag, 16. November 2012

ingwer


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Und Tschüss.



Seitdem ich den Ingwer in den sandigen Streifen sah, wich mir der Geschmack nicht mehr von der Zunge. Kandiert verbacken im Shortbread verschwand er heute in Tüten. Sagte kurz >Hello<, bevor ein goldener Punkt, die Tüte überm Kopf verschloss. Die Streifen fabrizierte ich wie einst, 50 Gramm scharfzuckrige Frucht in Würfeln tauchte unter in den Streuseln kurz vor dem Backen. Kandierter Ingwer ist übrigens eine zart vorweihnachtliche Erinnerung bei mir. Die schlanken Stäbchen lagen immer auf dem >Bunten Teller<. Früher Feind, heute Freund. So kann es gehen.

Im Shortbread definitiv prädestiniert für eine Dauerbackschleife. Probiert's!

Herzlichen Dank an Anna, die mir so überraschend >Hello< gesagt hat.

Mit Blick auf die Gebäckparade geht auch ein Dank an Isa, die mich grafischkulinarisch in ihrer fundschau aufgenommen hat.

Und für noch mehr Goldmodus lege ich euch das neue LINGONmag sehr ans Herz.

Freitag, 9. November 2012

tangram


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Keine Sieben.
Aber viel Geduld, die braucht es. 

 


Die Quitte begleitet mich weiter - auch in der Küche. Vernaschte ich letztes Jahr noch fremdproduzierte Frucht, drehte ich diesmal selbst die >Flotte Lotte<. Heraus kommt Speck, Brot und Konfekt in einem. Zurecht eine Königin, die Q.

Für 1500 Gramm Nettoquitte (das reicht später für zwei Bleche) rund zweieinhalb Kilo Bruttoquitte vierteln, entholzen, entblüten und in einem großen Topf knapp mit Wasser bedecken. Etwa 40 Minuten weichköcheln lassen. Anschließend in der >Flotten Lotte< mit ordentlich Muckis rotieren und passieren - oder durch ein Sieb streichen (Dafür bräuchte ich allerdings doppelt so viele Muckis!). Übrig bleibt das gute Mark. Zusammen mit 1500 Gramm Gelierzucker 2:1 und dem Mark einer Vanilleschote verrühren, aufkochen, 3 Minuten sprudeln, Gelierprobe durchführen und dann auf ein leicht geöltes Backpapierblech streichen. Nun: trocknen, trocknen, trocknen lassen. Ein paar Tage an der guten Luft oder auch für mehrere Stunden im 80 Grad warmen Ofen. Oder beides. Klebt ganz schön lange. In Würfel, Rauten oder Ecken schneiden, in Zucker wälzen und einen Schwan legen. Oder anderthalb Blumen.

Traumhaft.

Danke liebe Alma - für Papier und mehr.

Montag, 5. November 2012

tafeln




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Novembergold.



Von Herzen Dank für diese Karte, liebe K.

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Ihr seid das Süß.

Punkt.
Goldpunkt.

Endlich. Wir haben getafelt. Mit dem (ersten) süßen Sonntag hatte sich ein Gedanke fest in unseren Köpfen verankert. Irgendwann sollte das Süß seinen Weg ins >echte< Leben finden. Zwischen Silberlöffel und Kuchengabel, zwischen Tortenheber und Gebäckzange, zwischen Gesprächen, Gesichtern und verbindendem Geschmack. Eine Tafel mit Menschen, die uns am Herzen liegen - bekannt und unbekannt. Eine Tafel mit Menschen, die virtuell mit uns gesüßt haben. Eine Tafel für Kuchenpicker, Kekskrümler und Cremekoster. Ganz im Sinne: >Das Süße aufgabeln und das Saure außen vor lassen.<

Am Wochenende war es soweit: das >Novembergold< nahm Platz - und es war einfach wunderbar. Ihr wart wunderbar. Ihr seid der Puderzucker auf dem Süß, die Sahne und der Guss. Das Süß saß fest in allen Falten. So soll es sein. Immer wieder, bitte - und noch ganz oft.

Danke, ihr alle hinterm Teller.

Danke 

bastisRIKE (Du hast gefehlt!)

Und ohne euch Katrin und Julie wäre das alles nur eine Idee.
Es lebe das >Sonntagssüß<.

P.S. An dieser Stelle auch bestenbesten Dank für all eure wunderbaren Worte zum Gold. Und zum Zierrat. Sie freuen mich.