Freitag, 9. November 2012

tangram


---
Keine Sieben.
Aber viel Geduld, die braucht es. 

 


Die Quitte begleitet mich weiter - auch in der Küche. Vernaschte ich letztes Jahr noch fremdproduzierte Frucht, drehte ich diesmal selbst die >Flotte Lotte<. Heraus kommt Speck, Brot und Konfekt in einem. Zurecht eine Königin, die Q.

Für 1500 Gramm Nettoquitte (das reicht später für zwei Bleche) rund zweieinhalb Kilo Bruttoquitte vierteln, entholzen, entblüten und in einem großen Topf knapp mit Wasser bedecken. Etwa 40 Minuten weichköcheln lassen. Anschließend in der >Flotten Lotte< mit ordentlich Muckis rotieren und passieren - oder durch ein Sieb streichen (Dafür bräuchte ich allerdings doppelt so viele Muckis!). Übrig bleibt das gute Mark. Zusammen mit 1500 Gramm Gelierzucker 2:1 und dem Mark einer Vanilleschote verrühren, aufkochen, 3 Minuten sprudeln, Gelierprobe durchführen und dann auf ein leicht geöltes Backpapierblech streichen. Nun: trocknen, trocknen, trocknen lassen. Ein paar Tage an der guten Luft oder auch für mehrere Stunden im 80 Grad warmen Ofen. Oder beides. Klebt ganz schön lange. In Würfel, Rauten oder Ecken schneiden, in Zucker wälzen und einen Schwan legen. Oder anderthalb Blumen.

Traumhaft.

Danke liebe Alma - für Papier und mehr.

Kommentare:

  1. ich habe gerade laut oh gesagt, weil ich diese passgenauen stücke auf schwarzweiß ganz bezaubernd finde. mir fehlt die geduld fürs gleichgroße schneiden. die dielen machen sich wunderbar als untergrund. eine woche schon fast wieder her...

    AntwortenLöschen
  2. ja einen traum, der schlummert auch hier :-) eine woche so schnell und oft zurückerinnert..liebst.*

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. hier schlummert er auch - immer noch und weiter :) ginge festhalten? wäre zu schön ...

      Löschen
  3. Jetzt träume ich mich zurück in die Kindheit wo das Quittenbrot ein untrügliches Zeichen für Herbst und die nahende Adventszeit war. In knisternde Zellophantüten verpackt, hat es mich immer schnell süchtig gemacht. Und jetzt? Mangels Zeit und Geduld muss ich mich wohl auf die Suche machen ... Liebe Grüße, Wiebke

    AntwortenLöschen
  4. Schön...
    ...wie es bei dir läuft... und was du uns dazu reichst. Aber mit so einem guten Start wird Zierrat auch gut weitergehen - das wünsche ich dir!

    AntwortenLöschen
  5. schon quittenmarmelade-rühren kostet so viel muskelkraft, weshalb ich mich an durchs-sieb-streichen bisher nicht gewagt habe, wobei deine bilder und worte und die erinnerung schon sehr lust drauf machen würden...

    AntwortenLöschen
  6. wenn mein vati das sehen könnte.
    jedes jahr wird quittenkonfekt gemacht.
    jedes jahr hats geklappt. und er war stolz wie bolle.
    dieses jahr ist der wurm drin... zwei anläufe, beide verschimmelt...:/
    weihnachtszeit ohne quittenkonfekt.

    lass dir deins schmecken!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. oh :( magst du nicht nochmal? du weißt doch - die drei!

      Löschen
    2. mh. die eigenen quitten sind alle.
      alle mit im most, apfelsaft gelandet oder als gelee verarbeitet.
      aber vielleicht, vielleicht find ich noch ein paar quitten.
      und es gibt ein drittes mal.
      jaja... die drei :)
      liebe grüße, fräulein!

      Löschen
  7. don't play with your food! - or do! These are incredible, so fun and beautiful (and I'm sure tasty) at the same time. I look forward to trying them.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. oh talley, you indeed have to try - and play with them :)

      Löschen
  8. Ich liebe Quittenbrot! Aber meine Rauten sind nicht annähernd so schön wie deine. Du schaffst es eben immer wieder, dass Essen zu Poesie wird. Danke.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. ich schneide immer bahnen, dann diagonal (zack zack zack) und die schrägen streifen wiederum in der mitte durch. kein hexenwerk :)

      Löschen
  9. Mhhhhmmmm.... Quittenbrot ist so lecker. Geschmackskonzentration auf der Zunge.
    In Ermangelung einer flotten Lotte hab ich es noch nuie selbst gemacht. Bisher wurde ich damit von meiner Schwester alljährlich beliefert, aber die hat dieses Jahr leider gestreikt. Mal sehen, ob ich sie fürs nächste motivieren kann...

    Herzlich, Katja

    AntwortenLöschen
  10. Ui, wie schön. Ich bin sicher, daß mir das Tangram gustatorisch nicht gefiele, darum genieße ich visuell.

    Grüße,
    Barbara

    AntwortenLöschen
  11. der quitte als gelee auf kräftigem schwarzbrot bin ich auch verfallen, als konfekt - klingt verführerisch. so wundervoll präsentiert - beflügelt mein auge. danke. viele grüße, daniela

    AntwortenLöschen
  12. Wir haben einen Quittenbaum der uns jedes Jahr reichlich mit Quitten beschenkt, so dass unser Vorrat an Quittengelee nie ausgeht :)
    Ich denke, ich werde es zur Abwechslung mal mit Quittenbrot probieren.

    LG
    Anna

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. beneidenswert, anna! ich finde, es ist so ein schöner baum, den ich viel zu lange vernachlässigt habe :)

      Löschen
  13. so hübsch leckere rauten findet man nur beim fräulein.

    AntwortenLöschen
  14. nina. wunderbar schmeckt es dein quittenbrot. und ich schließe mich julie an. ich wäre zu ungeduldig für solch feine geometrie. beneidenswert. liebst. a.

    AntwortenLöschen
  15. enormer quittennachschub, der unbedingt zu q-brot verarbeitet werden will.
    das papier! mir hat es so gefallen, dir also auch, liebe nina :-)!

    und ja, ich trüffel doch gern für dich ;-)!

    AntwortenLöschen
  16. war schon länger nicht mehr hier und kann mich gar nicht sattsehen an deinen fotos. augenschmaus!

    liebe grüße von tatjana

    AntwortenLöschen
  17. ich liebe quitten, ob brot, gelee, oder gebraten! einfach köstlich. deine fotos auch! immer wieder schön hier bei dir! liebe grüße, éva

    AntwortenLöschen
  18. ich beneide dich für diese präzision beim schneiden..willst du mir nicht modell bauen helfen? :)

    AntwortenLöschen
  19. ein traum, der in diesem jahr ein traum geblieben ist. danke fürs weiterträumen. lg, nikki

    AntwortenLöschen

Ich danke - und freue mich :)