Dienstag, 29. November 2011

klein


Bis auf ein paar Makronen, ist hier noch kein >Kleinknusper< eingezogen. Das soll sich ändern. Nachdem ich gestern abend mit Lavendelheidesand gefüttert wurde, und vier >Badezimmer in Tüten< nach Hause trug, möchte ich nun auch irgendetwas halbwegs Irres backen. In den vergangenen Weihnachtsjahren schnitt ich immer Ruprechts Pfeffer-Schwips (Gebäckstreifen mit Orange und Pfeffer) nach einem Rezept aus der >Brigitte< zurecht. 

Was könnte ich noch in den Ofen schieben? Habt ihr schöne Kombinationen parat? Das würde mich freuen - ich lege dann hier eine kleine Liste an.

Das ist euer Geschmack:

Cranberries - Pistazie - Zitrone
(Hartes) Karamell vom Blech mit Orangensaft - Orangenschale - Peffer - Macadamia
Glühweinkuchen mit Nuss und Schokolade
Ingwer-Rauten
Doppeldecker mit Marzipan und Ingwer
Linzerschnitten mit Nuss und Himbeer
Marzipankartoffeln mit Schlehenlikör
Süße Schnitten mit Sahne - Butter - Honig - Mandeln
Rosmarinkekse
Earl-Grey-Plätzchen
Limetten-Makronen
Ochsenaugen mit Rotem Pfeffer
Himmchen mit Himbeer - Haselschnee - Zuckerguss
Fruchtkugel mit Aprikose - Mandel - Vollmilch - Kokos
Walnuss - Orange - Piment
Zitronengras - Ingwer - Sesam - Schokolade
Nuss-Früchte-Brot in Scheiben

Und, weil gefragt wurde, habe ich das Rezept für den Lavendelheidesand in Erfahrung gebracht. Es besteht aus 200 Gramm Butter (wer mutig ist nimmt einen Teil gesalzene Butter; es kommt aber auch unabhängig davon Salz hinein), 180 Gramm Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker, dem erwähnten knappen Teelöffel Salz - und 1 Ei. Alles zusammen cremig rühren. Die ungespritzten Lavendelblüten (zum Beispiel aus der Apotheke oder dem Garten) kleinhacken und unterrühren. Je nach Geschmack - nicht zu viele Blüten, sonst schmeckt es seifig. 320 Gramm Mehl sieben und ebenfalls unterkneten. Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und kalt stellen. Mindestens 30 Minuten. Anschließend Rollen formen und nochmals kaltstellen - etwa 3 Stunden. Dadurch behält der Teig beim Schneiden seine schöne runde Form. Den restlichen Zucker (also 50 Gramm) mit dem Abrieb einer (Bio-)Zitrone mischen und die >Teigrollen< darin wenden.. Erneut kaltstellen. In dicke Scheiben schneiden, und im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad 12 bis 15 Minuten backen. Abkühlen lassen, verstauen, eine gute Woche ziehen lassen, damit sich das Aroma schön entfaltet - und dann essen. 

Oder mir schenken. (Danke Claudia!)

Sonntag, 27. November 2011

schokolade und eine verlosung


Die erste Kerze brennt. Und lässt die Schokolade schmelzen. Das heutige >Süß< ist ein zarter Strich mit einer Prise Weihnachtsgefühl - Lebkuchengewürz sei Dank. Tropft herunter von knackigem Früchtebrot, leicht angewärmt. Das Brot brachte ich einst aus Maastricht mit nach Hause - zusammen mit dem Rosinen-Fenchel-Schwarzbrot. Die verbackenen Nüsse harmonieren wunderbar mit der Schokoladen-Nuss-Creme, die ich eigentlich als Geschenk produzierte. Eine Portion ging, eine blieb. Das Röstaroma ist formidabel, und die Zubereitung ein Zuckerschlecken. 

150 Gramm Haselnüsse bei 200 Grad im Backofen 10 bis 15 Minuten rösten. Anschließend in ein Handtuch hüllen und die Schalen kräftig abreiben. Wirklich kräftig! Portionsweise in den Blitzhacker geben und zu einer Paste heranzüchten. 100 Gramm (Zartbitter-)Schokolade (ich schwöre auf die 55% Grand Noir von Gepa) im Wasserbad schmelzen, mit der Nusspaste verrühren, 2 Esslöffel ungesüßten Kakao, 2 Esslöffel Puderzucker und das Mark einer Vanilleschote einrühren. Abfüllen, essen. Oder verschenken und essen.

Apropos verschenken: Die Pinguine im Bild sind für euch. Ilmgold hat sie mir zur Verlosung freigegeben - und weil ich wirklich begeistert bin von den Kreationen, die Laura Straßer und Kai Mening fertigen, nehme ich das sehr gerne an. Die limitierte Weihnachtskollektion >Thanks for all the fish< beherbergt unter anderem diese tolle Pinguinschale - für Müsli, Kekse, Zuckerperlen. Für Kaffee, Tee und Schokolade.

Ich verlose die Schale unter allen >Sonntagssüß<-Kommentaren hier unter diesem Beitrag (solltet ihr sie nicht gewinnen wollen, einfach anmerken) und natürlich auch unter allen anderen Menschen, die sich hier in der Kommentarbox dieses Beitrags verewigen. Also: Einen Kommentar an dieser Stelle bis Donnerstag, 1. Dezember 2011 um 24 Uhr hinterlassen, und auf das Glück hoffen! Und, liebe >Anonyme<: Bitte unbedingt eine E-Mail-Adresse angeben, unter der ich euch im Glücksfall kontaktieren kann! 

*** Glückwunsch an Nikki! ***

Euch einen schönen ersten Advent! Die Tafel deckt sich wie immer hier - ich freue mich.

(Rezeptquelle: Letizias Gaumenfreuden)

Freitag, 25. November 2011

vorfreude


Nippen, wippen, behutsam sein, sich manchmal aufplustern und vorfreuen - es geht nur um das Glück. Das Wochenende naht, ich fiebere ihm entgegen. Zeit mit Freunden, für Freunde, mit schneeweißen Gipfeln, der Stern über mir, die Wichtigen am Tisch. Serviert wird - vielleicht schon eine Scheibe Stollen, auf jeden Fall Kokosküsse und das >Sonntagssüß<, ganz im Zeichen des ersten Advents. Ich baue auf euch. Gesammelt wird diesmal bei mir. Apropos bauen: Wer auf die Schnelle noch einen Kalender bauen möchte, holt sich die Waldtiere nach Hause. So eine schöne Umsetzung. 

Der Schluck im goldenen Glas ist übrigens Eierlikör. Süffiger Schmelz auf der Zunge - mit Orangennote. Seit ich im Klippkroog daran schürfte, ging er mir nicht mehr aus dem Kopf. Der erste Selbstversuch fand diese Woche in der Küche statt: Mhhhmhhmhh. Für alle Nachmacher folgt das Rezept. 

Für den Likör werden mindestens 5! Minuten mit dem Mixer zusammengerührt: 6 (Bio-)Eigelb und 150 Gramm Puderzucker, die zusammen eine dickliche Verbindung eingehen sollen. Mit in die cremige Masse schleichen sich das Mark einer Vanilleschote und der Abrieb einer (Bio-)Orange. 125 Milliliter Milchmädchen und 125 Milliliter Sahne sowie 150 Milliliter frisch gepresster Orangensaft und 350 Milliliter Weinbrand sachte zugießen und mit einem Teigschaber untermischen. Ziehen lassen (gut 2 Stunden), dann durch ein feines Sieb seihen und mit Hilfe eines Trichters in (sterilisierte) Flaschen oder Gläser füllen. Nippen. Immer wieder nippen.

Ich wünsch euch viel. Bis Sonntag.

(Rezeptquelle: Tim Mälzer)

Dienstag, 22. November 2011

stollen


Der Countdown zum Countdown läuft. Am Sonntag: erster Advent. Und ich habe mich schon einmal in Stimmung gebacken - mit meinem zweiten (Quark-)Stollen des Lebens. Stollen war lange Jahre ein >Ungewisssüß< bei mir. Mag ich's oder mag ich's nicht. Ich mag's jetzt. Und das liegt auch ein bisschen an meinem Gefühl für die Dinge. An der Sehnsucht nach den beständigen und traditionellen Dingen. Vor kurzem kam ich in den Genuss des alten Kochbuchs meiner Großmutter. Das hat soviel geweckt auf Sachen, die ich ausbacken möchte. Ein Stollenrezept war auch dabei - scheiterte am letzten Samstag allerdings an den bitteren Mandeln. Deshalb wurde es eine Wiederholungstat, die auf dem Rezept von Steffis Mutter basiert. Hat letztes Jahr zum Auftakt ganz wunderbar geklappt und geschmeckt.

Das Schönste am Stollenbacken ist für mich das Durchkneten dieser enormen Teigkugel. Mein Handmixer rebelliert ob dieser Menge schon nach kurzer Zeit - und dann heißt es umtopfen. In den größten Kochtopf, den ich habe. Und: Kneten! Dann stehe ich da mit diesem rosinengepunkteten Klops in der Hand und fühle mich, als hätte ich den dicksten Fisch aus dem Teich gezogen. Und ich renne hin und her - in die Küche zum Pinseln. Zwölfmal wird ein ordentliches Stück Butter in der Decke des Stollens versenkt. Parallel stecke ich den Herrnhuter Stern zusammen - Rähmchen an Rähmchen, fluche, weil die Klammern nicht durch die Löcher passen, drücke sie trotzdem durch und habe Knicke im Papier. Am Ende aber strahlen die Spitzen und alles ist gut. Wie der Stollen.

Der übrigens so geht: Eine große Schüssel zücken und befüllen mit 100 Gramm Zitronat, 50 Gramm Orangeat, 200 Gramm gemahlenen Mandeln (ohne Haut), 250 Gramm Sultaninen und 250 Gramm Korinthen. Ordentlich mit Rum begießen - etwa 10 Esslöffel - und über Nacht zugedeckt ziehen lassen. Am nächsten Tag 500 Gramm Magerquark, 200 Gramm Zucker und 350 Gramm weiche Butter schaumig schlagen. 4 Eier sowie die abgeriebene Schale zweier (Bio)-Zitronen, 2 Teelöffel zermörserten Kardamom und 2 ordentliche Prisen Salz hinzurühren. 200 Gramm Marzipan zerzupfen und mit dem Kochlöffel unterheben, ebenso die Rumrosinenplus-Mischung; anschließend in ein großes! Gefäß umtopfen. 1100 Gramm Mehl (am besten 405er) mit 2 Päckchen Backpulver vermischen und peu à peu auf die Stollenmasse sieben. Mit den Knethaken des Handrührer einarbeiten und zum Schluss mit den Händen - wenn der Mixer zu heiß läuft. 

Einen geschmeidigen Ballen formen. 3 gleichgroße Stücke >abtrennen<, erst zu einer Kugel formen, dann zu einem kleinen Brotlaib, einen rechtsversetzten Schnitt machen. Zweidrittel des Teiges etwas >auseinanderziehen< und auf das restliche Teigdrittel schmal überlappend einschlagen. Habt ihr das verstanden? Schmeckt natürlich auch ohne diese Vorgehensweise gut, sieht aber so hübscher aus. 

Ofen vorheizen auf 175 Grad (Ober-und Unterhitze). Umluft hat mir den Stollen zu sehr eingebräunt. 25 Minuten backen lassen - und das erste Mal mit ordentlich! flüssiger Butter einpinseln. Dreimal (jeweils nach 15 Minuten) wiederholen. Nicht zimperlich sein: Für meine drei Stollen habe ich 2 Pakete Butter versenkt. Insgesamt bäckt der Stollen 70 Minuten. Nach dem letzten Pinseln, den Stollen dick mit Puderzucker einstäuben. Auskühlen lassen, nochmal bepudern und in Alufolie verpacken bis zum Anschnitt. Mir schmeckt er sehr sehr gut. Er wird definitiv nächstes Jahr wieder in Produktion gehen.

Und ihr: Womit seid ihr bereits in weihnachtliche Produktion gegangen? 

Erzählt mal.

Sonntag, 20. November 2011

cantuccini


An diesem Wochenende hat sich ein ganz besonderer Geschmack und Duft in meiner Küche entfaltet. Ich bin den Mandelkeksen, den >Cantuccini<, verfallen - diesen kleinen Broten mit ihrem morbiden Charme. In meinem letzten Beitrag erwähnte ich, dass mich eine farbliche gute Stimmung in der Gruppe stets beglückt, und so wurde das >Sonntagssüß< auch zu einer guten Verbindung in Kupfer-Gold-Grau. Der Falter hat sich verirrt bei mir, ich hoffe er findet noch einen guten Platz. Die Fühler sind nach vorne gerichtet. So soll es sein.

Wie es auch sein soll, verrät eine Sequenz aus der Küche, die mich strahlen ließ. Übung zahlt sich aus, und das zeigt sich im Kleinen. Nach zahlreichen >Sonntagssüß< in diesem Jahr, kann ich die Butter blind wiegen. Auf das Gramm genau. Ein Schnitt mit dem Messer, 50 Gramm waren es. Hat mich begeistert. Geht es euch manchmal auch so, dass euch solche Kleinigkeitien entzücken?

Die >Cantuccini< fischte ich übrigens aus dem sonntäglichen Becken, ein Rezept von grain de sel. Die rustikale Optik, der knackige Biss, der weiche Kern, der Spritzer Amaretto und die ganzen Mandeln (mit Haut), die  beim Schneiden so einen wunderbaren Zwei-Lagen-Look ergeben, begeistern mich. Noch dazu sind sie fix fabriziert. Fein. Finden hoffentlich auch die Beschenkten.

Und jetzt ihr: Habt ihr schon angerichtet? Dann präsentiert euer Süß doch Julie, bei der heute wieder einmal die Aromen explodieren ...

Freitag, 18. November 2011

übergang


Mögt ihr das auch gerne, wenn die Beiträge untereinander farblich so schön übergehen? Wenn es fließt und der Übergang einfach stimmt? Das ist (m)ein roter Faden, dem ich gerne folge - und ganz oft ergibt er sich einfach. Ganz ohne Intention, vielmehr mit Intuition. Und so folgt auf das rote www ein dunkelroter Gönnerstift. Zum Wochenende - da wäre dann auch wieder der Übergang. 

Kurz zum Stift und warum er für mich ein Zeichen setzt: Ich trage nichts auf den Lippen. Nur mich selbst durch die Welt. Doch seit heute geht da ein Schneewittchenrot mit mir spazieren. Thea war meine Zündung, ihre Lipstick Diaries die rote Verstärkung. Jetzt fühle ich mich irgendwie anders, laufe zum Spiegel und bin mir ein bisschen fremd. Gut fremd - ich glaube, ich gefalle mir.   

Euch ein farbenfrohes Wochenende - bis zum Sonntag. Dessen Gastgeberin diesmal Julie ist.  

Gesehen Einen Falter.  
Gehört Nothing compares 2 U.

Gelesen >Alle sieben Wellen< zu Ende.
Getan Meine Mittagspause in der Qüche verbracht.
Gegessen Gnocchi mit Fenchel, Tomaten und Haselnüssen. Noch besser: mit Cashewkernen.
Getrunken Chai Latte.
Gefreut Über einen Anruf. Eine Momentbegegnung aus dem >Copy Shop<.
Geärgert Über leise Vorwürfe.
Gelacht Über den Klang des Ruhrgebiets.
Geplant Diese Topfuntersetzer.
Gewünscht Ein besser organisiertes Leben.
Gekauft Chanel Rouge Coco >Lune Rousse<.
Geklickt The Makers
.

(Wochenrückblick nach einer Idee von Fräulein Julia)

Dienstag, 15. November 2011

www


W wie Weihnachtsbloggerei - ich bin dabei! Und verstecke natürlich ein >Süß< in Schachteln, das einst schon nach Amsterdam reiste. Diesmal für: vor dem Fest, den Adventssonntag, den Nikolaussechsten oder als baumbegleitende Süßigkeit. Schneeflockenbestäubt und mit zwei Kerzen im Gepäck. Eine Idee nach Fräulein Art. 

Klickt euch hin - es ist noch so viel mehr da. Und es kommt noch soviel mehr. Schließlich stehen ja noch einige Tage vor der Tür. Im Rahmen: immer ein >Blogger<. 

Danke Netz, danke Brigitte - und bitte.

Montag, 14. November 2011

berlin


Es sind immer die Details - und am Ende sind sie auch noch süß. Detail und Teil, das war, was mich am Wochenende verbunden hat. Ich war in Berlin, und als Teil dieses Netzteils, auch ein Teil im Leben. >Blogger's Meetup< mit Holly und Steffi, mit >Brigitte< und Matt von Etsy. Sie alle bewegen - etwas. Danke für diesen Tag, für den Glimmer am Samstag - und das vorgezogene >Sonntagssüß< in Form kleiner Hütchen mit Wirbelcreme. Schön war's, ermutigend war's, nach vorne gehend war's mit all denen, die da waren. >If you put your light under a blanket, don't complain that nobody sees you.< 

Ja, ein bisschen mehr Flitter, bitte!

Und für mehr Party, Stimmung, Trallafitti: Klick - Klick - Klick. Yeah! Danke. 

Auch an dieser Stelle mal und ganz besonders an meine beiden >Sweethearts<. Weg mit der Decke!

(Fotos: Sina Preikschat)

Freitag, 11. November 2011

glückspaket


Wochenende - fast! Zeit für das Glücks paket, das ich heute einmal umdrehe. Nicht das, was mich glücklich machen wird steht hier, sondern das, was mich in dieser Woche bereits glücklich machte. Ungewohnt farbig war's. Und sehr schön. Okka überraschte mich mit einem >Hurra< in Form roter Post. Das >Ankreuztagebuch< segelte in meinen Briefkasten. Genau das richtige für mich, die manchmal einfach gerne Lücken füllt, wenig denkt und lässig Kreuzchen macht. Doro zeichnet übrigens in ihrem Blog das Leben. Ich schaue gerne hin - und ihr solltet auch mal einen Blick riskieren.

Außerdem geglückt ist mir diese Woche eine prima Farbenknallerkürbissuppe, die gute Laune macht. Zwiebelchen anschwitzen, Kürbis rein (der gute Hokkaido mit Schale!), köcheln, mit Brühe aufgießen, würzen (Salz, Pfeffer, ordentlich Ingwer), pürieren, petersilieren, essen und dann schlafen gehen. Kann ein Tag besser (aus)klingen? Apropos umdrehen: Süß geht's auch. Das lockt mich.

Ach, und das Glück verpackt hab ich. >Pure Freude<. Mein fast täglicher Mittagspausenversüßer - zumindest am Fenster. Für alle Törtchenbesessenen ein Muss. Macarons in Reihen: Haselnuss, Passion, Minze und fast die Unendlichkeit gibt's dort. Und wenn was bricht, braucht's nur Ideen.

Eure - die da wären für das Wochenende? Erzählt mal. Bis bald mal. 

P.S. SoSü diesmal bei Katrin !

Dienstag, 8. November 2011

herb


Mandeln fallen wie Blätter, Schaumlöcher gleichen Baumlöchern - das ist der Herbst. Der schönste von allen am letzten Wochenende. Einpacken möchte ich ihn. Denn er ist das Licht und die Sanftmut, das Gold und die zarte Wärme. Der Übergang. Ich genieße ihn sehr. Und für noch mehr am Sonntag ist meine neue Kuchenplatte (in der Ecke) da. Fünfzig Cent, und sie ward mein. Für Süß, für Süß, für Süß. 

Das Glück unterm Milchschaum flößte mir übrigens Anja ein mit ihrer Milchidee. Erdnussbutter aufgelöst in warmer Milch versteckt sich unter der Decke. Ein wenig brauner Zucker dazu. So will ich dich, Herbst.

Danke ihr >Tafelnachbarn<. Bis demnächst.

Sonntag, 6. November 2011

creme


Manche Tage verlangen nach viel - nach dicken warmen Polstern, die einen auffangen. Wenn nichts mehr geht, geht immer noch ein Kuchen. Und dieser äußerst cremige Käsekuchen hat ein verdammt dickes Polster - aus Frischkäse und Mascarpone und einen >Rost< aus kernigen Keksen. Er kann sehr gut fangen.

Wenn auch ihr ein Polster braucht, sei euch hier verraten, wie es sich herstellen lässt. Der Boden geht ganz fix aus 100 Gramm >Hobbits< oder Haferkeksen, die im Küchenhexler zu feinen Krümeln werden. Alternativ tut's auch ein Nudelholz. Mit 60 Gramm geschmolzener Butter wird eine streichfähige Masse daraus. Eine ordentliche Prise Salz dazu. Eine Springform mit Backpapier auskleiden und mit einem Löffelrücken die Keksbutter zu einem Boden ausstreichen. Bei 180 Grad im vorgeheizten Ofen etwa 10 Minuten sonnenbaden lassen. 

Währenddessen das Samtpolster zubereiten: 3 Eier und 100 Gramm Zucker zu Schaum verschlagen, 2 Packungen Frischkäse (je 200 Gramm) und einen Becher Mascarpone (250 Gramm) hinzukippen und gut durchrühren. Ich habe der Creme noch 10 Esslöffel Quittensaft eingeflößt, die sich allerdings nur spärlich bemerkbar machten. Da suche ich noch die richtige Dosierung für einen feinen Quittengeschmack. Ist alles gut verrührt, schwungvoll auf den vorgebackenen Boden gießen, ein bisschen Faltenreduzierung betreiben und für rund 40 Minuten (ebenfalls bei 180 Grad) in die Röhre schieben. Immer mal wieder spingsen, wie die Deckenfarbe sich verändert. Hell soll sie bleiben. Anschließend in der Form auskühlen lassen und kühlen - am besten über Nacht. Am nächsten Tag sich streicheln lassen; und am übernächsten, und überübernächsten - bis sich Wirkung zeigt.

Dazu: >The Good Morning Diary<. Schlich sich mir gestern Abend vor >Boy< ins Ohr.

Und jetzt ihr: Was versüßt euch den Sonntag? Erzählt's und werdet Teil der Tafel ...

Samstag, 5. November 2011

glückspaket


>Jeder Tag ist Freitag< - und deshalb beginnt mein Glückspaket genau jetzt. Steffi und Okka haben's wie immer vorgemacht. Die erste Zutat purzelte allerdings schon termingenau gestern Abend - dank Fannys Gewinnerfinger - ins Paket: ein superduper-Ankreuztagebuch von Doro Ottermann. Ach, wie ich mich freue. Und hätte ich es bereits gestern in den Händen gehalten, ich hätte ein dickes fettes Kreuz neben >beknackt< gemacht. Beknackt für beknackter Tag. Um das heute morgen elegant auszugleichen, beginne ich mit der neuen Ausgabe des >Weekender< und einer Extra-Portion Schlaumachernüsse auf dem Müsli. Zu denen sich übrigens noch eine Maracuja gesellt - womit wir wieder beim >Knack< wären. Ich liebe den Knack der Kerne - und wenn sich alles fügt. 

Später dann endlich >Boy< in Köln. Die Wochen verwandeln sich nur noch in Stunden. Und vorher vielleicht ein paar Herzenskäufe? Ich hab da was im Auge. Klick - Klick - Klick. Gefällt mir alles so, so, so ... , nur entscheiden muss ich mich. 

Apropos: Klick. Ihr habt mich umgehauen mit euren so herzlichen Kommentaren. Danke sehr. Doch es kann sich nur ein wundersames Paket auf die Reise machen, und das geht raus an >MiMa<. Bitte melde Dich.

In diesem Sinne: Ich wünsche euch viel - bis wir uns hoffentlich morgen wiedersehen.

Dienstag, 1. November 2011

moin

Verliebt.
>Don't underestimate simplicity.< So schicke ich gleich vorweg: Es war einfach - schön! Im Norden, in Hamburg, in den herbstgesäumten Straßen der Stadt. Im Sommer rief ich noch >Servus<, am Samstag rief ich: >Moin<. SoLebIch hatte geladen zu einem Treffen unter Unbekannten, die schnell mehr wurden als nur Bekannte. Ich finde es erstaunlich - und ich bin überrascht davon -, dass sich im Netz eine gewisse Nähe aufbauen kann, die es auch schafft, sich im >Leben< durchzusetzen. Geführt und verführt hat uns Elbmari, die ihr wunderbares Westentaschenwissen in einen ausgeklügelten Plan umgesetzt hat. Auf ihrem Blog könnt ihr sehen, an welchen Orten genau, sie uns veführt hat.

Ich habe an diesem Wochenende minimalgeknipst - und einfach einmal einen Gang zurückgeschraubt. Auf das pure Erleben ohne Dauerlinse. Aber natürlich konnte ich nicht ganz widerstehen. Dem Schaufenster von Maren Sumfleth, die hinter der Scheibe Porzellankreationen aufstapelt. Ich war hingerissen - und muss mehr wissen. Kein Verkaufsraum, dabei würde ich so gerne. Gleich gegenüber Lys Vintage: Skandinavisches Design, wohin man blickt. Mein Blick blieb hängen an den Zieharmonikalampen - und an einem Adventskranz von Ferm Living.

Was hat mich noch verführt? Das Häuschen im Wasser zog mich an, wie es sich da zwischen den Blättern so breit macht. Die Insel inmitten der Stadt. Und: Billy Buttons, Wooly Heads oder auch Craspedia Trommelstock. Gelbe Flummis auf ultralangen Beinen. Windwippende Schönheiten - erstanden in der Grünen Flora. Das tollste an ihnen: Sie sind so robuste Köpfe, dass sie den Winter spielend überleben werden.

Das perfekte Wochenende - prophezeit schon >Schöner Wohnen.<
Zeitung an Zeitung, Zeit an Zeit, Seite an Seite: >Hallo Kleines.< Minzteeschlürfend und Käsekuchenkrümelnd (mit Quittenrahm!) dem Abend entgegenfiebernd. Dort war es schön auf der Weidenallee. Im Regal hatte es sich übrigens das Freuleinwunder mit ihrem Porzellan bequem gemacht. Verliebt! Geht schnell bei mir, oder? Auf der Weidenallee wohnt übrigens auch der Juwelier. Ich saß und aß einst so gut dort. Apropos verliebt: in den Klippkroog bin ich's auch. So richtig. In die wahnsinnigen Lampen (von PLY), den holzigen Charme und die sehr gute Küche. Ich wollte gar nicht mehr aufstehen. Dort ist es - für mich - perfekt. Ich habe Eierlikör getrunken. Boah, der war so gut. Ach, alles richtig gemacht, liebe Elbmari. Danke.

Grüne Flora * Schulterblatt 79 // Hallo Kleines * Weidenallee 61 // Juwelier * Weidenallee 27 // Klippkroog * Große Bergstraße 255 // Lys Vintage * Eppendorfer Weg 8 // PLY * Kleine Rainstraße 44a