Sonntag, 31. Juli 2011

fudge

Blütenwürfel.
Kleine Kalorienquadrate habe ich soeben produziert. Ja, alle vier Tafeln Schokolade (Vollmilch und Zartbitter) schmolzen dahin - zusammen mit Butter und einer Dose >Milchmädchen<. 400-50-400 lautet die Formel. Aber die dürft ihr keinem verraten - und vor allem nicht darüber nachdenken, während die Kalorien im Wasserbad zu einem zuckersüßen See werden. Der sich anschließend wiederum in einer Backpapierkleid tragenden Form im Kühlschrank zu einer großen Schokoladenplatte verfestigt.

Salz, Pfeffer, Blüten - alle Aromen, die ihr euch vorstellen könnt, sind die Krönchen auf den Königswürfeln. Pur natürlich auch ein Genuss. Dank der sanften Konsistenz lösen sie sich im Nu auf - was bleibt ist ein gutes Gefühl. Das sag ich euch. Nichts anderes, ok?

Welche Gefühle Katrin mit dem >Sonntagssüß< verbindet, verrät sie euch hier. Das ist übrigens auch der Ort für eure heutigen Beiträge aus der Küche ...

(Hilda Grahnat inspirierte mich.)

Freitag, 29. Juli 2011

huch ...

Fort mit Dir.
...  schon wieder Wochenende! Die Zeit rast, der Sommer rast. Wahnsinnig schnell geht das alles. Und weil mir damals das hier so gut gefiel, hole ich den Blick auf die Woche heute erneut hervor. Um sie festzuhalten, die Taten und Momente, die da waren.

Gesehen Das Meer.
Gehört Death Cab for Cutie: >Transatlanticism<. 105 Mal.
Gelesen Eher geblättert: Delicious.
Getan Eine Decke an den Strand getragen. Marmelade verpackt.
Gegessen Pasta alla Vodka. So gut.
Getrunken Himbeerbier.
Gefreut Über Post von besten Freunden. 
Geärgert Über meine Maus, die immer zur falschen Zeit den Strom verliert.
Gelacht
>You're Weird. I like you.<
Geplant
Viel Süß.
Gewünscht Ein Wohnmobil.

Gekauft Ein Monatsticket und ein extrem gutes Törtchen.

Geklickt Slomo.


(Wochenrückblick nach einer Idee von Fräulein Julia)

Dienstag, 26. Juli 2011

(wieder) zuhause

Antwerpen. Oben und unten.
Copyright. MoMu.
Da bin ich wieder. Zurück aus fremden und doch bekannten Gefilden. Ich war in Antwerpen, zuerst - und dann noch kurz an der geliebten See. Antwerpen ist ein tolles Ziel, finde ich. Meine recht regelmäßigen Besuche begannen vor zehn Jahren. Es war die Mode, die mich dort hinführte, und es noch immer tut. Die Absolventen-Schauen der Royal Academy damals und das ModeMuseum heute. Diesmal mit: >Unravel<. Damit wären wir auch schon in "meinem" Viertel rund um die Nationalestraat. Ein kleiner Radius, sicherlich nur ein Ausschnitt dessen, was Antwerpen an Schätzen zu bieten hat. Immer wieder gern bin ich dort trotzdem. 

Gleich um die Ecke des MoMu (mit dem angrenzenden Buchshop Copyright, der aktuell leider in der Sommerpause weilt), entdeckte ich ganz neu einen meiner deutschen Lieblinge Rundholz, in dessen Schaufenster mich eine überdimensionale Sitzskulputur begeisterte und ein wahnsinnig schönes Portemonnaie - ebenfalls aus Deuschland - von Wolfgang Riebesehl. Soviel zum Thema belgische Mode. Die findet man dafür bei Walter, in der Garage. Über den wiederum es ab September eine große Retrospektive im ModeMuseum gibt. >Dream the world awake.< So schließt sich der Kreis.

Zu den Rosinenquadraten der Bakkerij Goossens zieht es mich auch ein jedes Mal - selbst wenn ich, wie am Samstag, dafür im Regen Schlange stehen muss. Rosinen verbacken in herzhaftem Roggen. Köstlichst. Apropos köstlich. Auf der Klosterstraat diesmal neu entdeckt: ra. Mode, Bücher und Küche. Ein bisschen skurril, so wie ich es mag. Dort verspeiste ich Lavendel-Polenta mit Nektarinen und Peccorino. Richtig gut. Fotos nicht erlaubt - auch nicht auf Nachfrage. Oder dann erst recht nicht. Geknipste Einblicke gibt es aber trotzdem hier

Anschließend einmal Richtung Schelde laufen - und diese im Untergrund überqueren. Oder einfach nur mit der alten hölzernen Rolltreppe in die Tiefe fahren und den nussbraunen Farbton auf sich wirken lassen. Form, Farbe und Fliesen des Sint Annatunnels erinnern mich irgendwie an ein Schwimmbad. Ich mag es dort.

Sonst noch gut: Brot und Kuchen aus der Mini-Bäckerei Mimosa, Limonade süppeln im Caffè Internazionale und spanische Schuhe von Chie Mihara sowie andere gute Dinge bestaunen bei a.puur.a. Zur Orientierung empfehle ich übrigens die Antwerp Fashion Map. Kleine zwei Euro und großer Überblick!

a.puur.a * Kammenstraat 89 // Bakkerij Goossens * Korte Gasthuisstraat 31 // Caffè Internazionale * Volkstraat 21 // Copyright * Nationalestraat 28a // Mimosa * Nationalestraat 105 // ModeMuseum * Nationalestraat 28 // ra * Klosterstraat 13 // Rundholz * Steenhouwersvest 46 // Walter * Sint Antoniusstraat 12

Gruppen. In der Stadt und am Strand.
Am Abend ging es schnurstracks an die holländische See. So war zumindest der Plan. Aber Pläne funktionieren meistens nicht. Aus den 90 Kilometern nach >Zeeland< wurde gut das Doppelte und aus den Wolken Regen. Strömender Regen. Der hielt mich jedoch nicht ab, trotzdem an die Küste zu fahren, denn das Meer wollte ich sehen, das unendliche Glück. Grau in grau an diesem Samstagabend rollte das Auto der See entgegen. Vrouwenpolder - Stopp. 

Eine spontane Nacht auf dem Campingplatz mit dem Ohr am Meer. Eine >Pina Colada< auf das neue Lebensjahr und am sehr frühen Sonntagmorgen der Strand. Und jetzt muss ich mal kurz ein bisschen kitschig werden, aber als ich da stand am Meer, hat der Wind alles mitgenommen. Sämtliche Gedanken. Nur ich, ganz pur. So fühlt sich Freiheit an. Hätte ich gekonnt, ich hätte mich eingenistet in ein solches Häuschen auf Stelzen. Jeden Morgen der Blick auf das Wasser. Auf das so unfassbar glücklich machende Wasser. Verdammt.

Was am Morgen noch so trübe schien, wurde später richtig gut. Der strahlenden Sonne verdanke ich meinen ersten Nasenspitzensonnenbrand des Jahres. Sommer. Sommer in Veere - wie vor 15 Jahren. Mit >Appeltaart< und Tandem fahren gegen den Wind. Danach Domburg. Von oben auf die Badehäuschen sehen, während die Wellen an den Strand springen. Eigenwillige Panna-Cotta-Kreation verspeisen im Domburgsche Bier en Melksalon. Nebenan bei Mondriaans >Perensap uit Zeeland<  und >Peelander Framboos< - Himbeerbier - kaufen.

Weiterfahren nach Dishoek, bunte Häuschen im Sonnenglitzer bestaunen - und die Kamera im Auto vergessen. Ich hätte sie gerne eingefangen die sonnigen Momente - aber sie waren zu kostbar, um sie einzutauschen gegen den Weg zurück über die mächtige Düne. Augenblicke einatmen ohne Knipser, in der Hoffnung, dass Worte es nun zu beschreiben vermögen. Im Strandpaviljoen Kon-Tiki die Beine ausstrecken, zwischen den Zehen der Sand. Nach vorne schauen - und wissen: Das ist der Weg, so kann der Sommer sein.

Zeeland. Ganz unten links: Te koop. Wer möchte?

Und zum Schluss noch ein Dank an alle Sonntagssüßen, die in meiner Abwesenheit so fleißig waren. Ihr seid toll. Wir drei - Katrin, Julie und ich - freuen uns jedes Mal aufs Neue sehr. So geht Sommer auch. 

 Domburgsche Bier en Melksalon * Weststraat 11 // Mondriaans * Weststraat 9 //  Kon-Tiki * Strand Westduin Dishoek 

Sonntag, 24. Juli 2011

moment mal

Momente. Shortbread. >My heart wanders<.
Ihr Lieben - vorgebacken habe ich mal wieder. Was kurzes unkompliziertes für Autostunden. Shortbread. Ein paar Streifen für unterwegs, die zu diesem Zeitpunkt wohl schon allesamt vertilgt sein werden. Buttrig und mürbe und mit Zuckerstreuseln sind sie. Furchtbar fix produziert. 

Die anderen drei Momentaufnahmen fügten sich so schön in die Reihe ein. Farblich und vom Herzen her.

Lasst euch das >Sonntagssüß< schmecken, erzählt mir davon - und morgen serviere ich euch alle Köstlichkeiten auf dem virtuellen (Pinterest-)Tablett.

Freitag, 22. Juli 2011

wasser

Geknipst von The Sartorialist. Getüncht von litenbjoern. >Lieben Dank< von BastisRIKE. Letterpress-Karten von Oh Happy Day. Geschirr über Photo Problem.
Ich liebe das Wasser. Und ich bin verliebt in die zarten Verläufe, die es im Zusammenspiel mit Farbe zaubert. Kleine Poesiepfützen, die so entstehen. Mit den fließenden Funden zum Wochenende, verabschiede ich mich in eben dieses. Habt eine gute Zeit - mit wenig Wasser von oben, und habt Dank für die vielen netten Worte, die ihr mir immer wieder hinterlasst. Trotz Ferienstimmung, die hier zeitweilig aufkommt. 

Ich freue mich auf euch zum >Sonntagssüß<. Hier an Ort und Stelle.

Dienstag, 19. Juli 2011

ok

Punkt.
Heute gibt es eine Botschaft. Und zwar: Es ist >ok<. Das Leben, du und ich. Ich liebe dieses Foto. Fünfzehn Jahre im dunklen Fotokoffer sind genug. Am Wochenende fiel es mir wieder in Hände. So einfach, so gut. Was auf der Scherbe stehen bleibt, ist ein >ok<. 

Und für alles andere mehr sind { Holstee } da. Mit ihren Worten. 

(Die dritte Nachricht dieses Tages lautet übrigens: Ich bin ein Bastelwunder. Oder besser gesagt: ein >Bakselwunder<. Vielen Dank.)

Sonntag, 17. Juli 2011

ribisel

Kopfüber. In die Wellen.
Mein >Sonntagssüß<: Johannisbeeren mit roten Bäckchen - sie baden in einem watteweichen Meer aus Baiser. Gepflückt auf dem Markstand. Johannisbeeren sind eine Erinnerung meiner Kindheit. Zwei Sträucher standen einst bei uns im Garten - ein schwarzer und ein roter. Ich habe sie so gerne beerntet und sah am Ende selber aus wie eine Beere. Auch heute noch liebe ich ihre beiden Seelen, die süße und die saure. Die Erinnerung ganz aktuell verpackt in schaumigen Wellen, gebettet auf einem mürben Boden. Ihr (Beeren-)Herz ist ein wenig schwer vielleicht, deshalb ließ sich der Kuchen nur mäßig verfrachten ohne zu zerbrechen - auf die Platte schon mal garnicht, auf den Teller nicht im Ganzen. Dem Geschmack hat es nicht geschadet. Weniger Zucker beim nächsten Mal eventuell.

Die Basis ist ein klassischer Mürbteig (passend für eine 26er-Springform). Nehmt den, den ihr am liebsten mögt! Vorgebacken. Die Haube rührte ich zusammen aus vier Eiweiß kleiner Eier, 100 Gramm Zucker, 1 Esslöffel Stärke, einer Prise Salz und mit zarter Hand untergehobenen 400 Gramm Johannisbeeren. Den Boden mit der Masse bestreichen und leichte Wellen ziehen. Farbe bekommt der Ribiselkuchen anschließend bei 160 Grad, etwa 25 Minuten lang.

Und ihr, habt heute was kredenzt? Flüstert es doch Julie

(Die Inspiration fand ich übrigens hier.)

Mittwoch, 13. Juli 2011

neue zeilen

The Weekender.
Hier passiert etwas. Ganz leise rollt es wieder an - mit neuen Zeilen. Sie schoben sich heute per Post durch den Schlitz. >The Weekender< an diesem Mittwoch. Jüngst entdeckt, sofort verguckt, doch dauerte die Liebe in Händen zu halten ein wenig länger. Manchmal ist es die Zeit, die alles zeigt. Ich habe Düsseldorf nach diesem Magazin erlaufen, um dann schlussendlich im Netz den Klick zu tätigen. Auf welchem Wege auch immer, zu mir kam Schönes. 

In diesem Fall >Einblicke und Ausblicke< auf griffigem Papier. Lebensräume, gemeinsam um die Häuser ziehen. Es gibt soviel zu sehen - in diesem Heft und überhaupt. 
Hin ...
... und weg.
So unterschiedlich, so schön - ganz fein gemacht. Ich mag die Fotos, das ungestrichene Papier. Matt und prachtvoll. Und den Einblick in die Arbeit von Sarah Illenberger. Casual Friday. 

Übrigens: Seit heute ist die zweite Ausgabe raus. (Nur leider nicht in Düsseldorf. Hinweise sind trotzdem erwünscht, sollte ich mich tatsächlich verguckt haben.) Auch wieder sehr vielversprechend.

Freitag, 8. Juli 2011

pause

Marmor.
Eine kleine Sommerpause hat sich diese Woche eingeschlichen. Und eine Pause beim Seifenhorst. Weil aber soviel Pause dann auch wieder nicht geht, habe ich gestern Nacht kurzerhand marmorierte Käseküchlein fabriziert. Denn: >Baking is making<!

Wieder dabei: der beliebte schwarze Grund aus zehn zerbröselten Oreos (also zwanzig Hälften ohne Füllung!). Geschmeidig gemacht durch 30 Gramm flüssige Butter. In zwölf Mulden gepresst dank eines Löffels. Kurz angebacken bei 160 Grad. Aufgefüllt mit 400 Gramm Frischkäse, zwei Eiern, 150 Gramm Zucker, einer Prise Salz. Beträufelt mit dem Mus aus einer Handvoll Aprikosen und etwas Zucker nach Naschkatzenmaß. Drei Kleckse, ein Zahnstocher, viel Fantasie. Etwa 25 Minuten im Ofen, eine Nacht im Kühlschrank, kurze Zeit auf dem Teller und eine genüssliche Zwischenstation auf der Hüfte. So soll es sein.

Ein schönes Wochenende.

Sonntag, 3. Juli 2011

minis

Gugelhüpfe.
Diese Minihüpfe habe ich bereits gestern vorproduziert und verpackt - sie werden gleich in meine Tasche wandern und mit mir den Tag unterwegs verbringen. Letzteres war auch der ausschlaggebende Punkt, warum ich mich trotz der vielen Superfrüchte da draußen für Zitronen entschieden haben. Transportabel sollte das >Sonntagssüß< sein, klein und ein wenig Gerüttel verzeihen. Das Süß nennt sich übrigens Zitronenkuchen aus der Rose Bakery

Formtechnisch habe ich aus der Menge drei Hüpfe gebacken und einen kleinen Kastenkuchen fabriziert. Der wird dann verspeist, wenn ich wieder zurück bin. Deshalb wird sich auch das Pinboard erst spät füllen, aber am Montag mit dem Süß von Sonntag in die Woche zu starten, ist auch nicht das schlechteste, oder?

Ihr Lieben: Genießt euer Zuckerwerk und teilt es mir anschließend in der Kommentarbox mit. Ich freue mich darauf.

Freitag, 1. Juli 2011

erbsen

Pesto und Post.
Premiere! Nicht, dass ihr denkt, ich ernähre mich ausschließlich vom >Sonntagssüß<. Nein, auch bei mir gibt es neben Kuchen, Keksen, Creme Herzhaftes aus dem Topf. Ich gebe zu, dass mir das Kochen weitaus weniger Freude macht als die Liaison mit meinem Ofen, aber auch erstere Löffelschwingerei hält positive Überraschungen bereit. Wie diese grüne Komposition.

Das Rezept für die { Pasta mit Pea Pesto } entspringt einer meiner Lieblingsquellen: >smitten kitchen<. Es ist grandios - und grandios einfach. Die Farbe: ebenfalls grandios! Den Rest des Premierenpestos am Mittwoch habe ich im Kühlschrank verwahrt, um heute zum zweiten Mal die Nudeln darin zu baden. So gut.

Doch natürlich ist selbst in diesem Beitrag ein Schlenker zum begehrten Süß drin, und deshalb rückte das Papier in Rosa ins Bild. Um mich bei meinem nächsten Eisvorhaben von der Benutzung der Muffinförmchen zu entbinden, schickte mir Sabine von den Chickenwings prompt ein Paket mit Formen und Zubehör für die nächste kalte Party. Danke dir dafür.

Danke auch euch für die Klicks diese Woche, kommt gut in den Samstag - und vielleicht auf ein Wiedersehen an dieser Stelle am süßen Sonntag.