Dienstag, 28. Juni 2011

36 grad

Eis am Stiel.
... und es wird noch heißer. Die Sonne knallt - wow! Da hilft nur ein Eis. Ratzfatz zusammengerührt am gestrigen Abend. Aus einem Teil meines 1-Kilo-Himbeerbergs, mit etwas Puderzucker gestampft zu Püree. In Lagen geschichtet mit Vanillejoghurt und einem Schlag Sahne. Mangels richtig hübscher Stieleis-Formen (wo gibt's denn gerade welche?) in Muffinförmchen aus Silikon gefüllt. Schicht für Schicht, für diesen Marmoreffekt. Und endlich habe ich auch gute robuste Holzstäbchen für so ein Eis am Stiel gefunden. >Holzmundspatel< aus der Apotheke. Klingt nicht wirklich appetitlich, aber das ist egal.

Die hauchdünne weiße Porzellanschale, die ich schon lange, lange bei Katrin anschmachte, ist übrigens - München sei Dank - nun endlich mein. Als Querrippe. Unverhofft kommt oft.

Genießt den Schein.

Montag, 27. Juni 2011

servus


Ich bin zurück. 30 Stunden München - und soviel gesehen, gelebt, geschmeckt. Und - um es auch gleich vorweg zu nehmen - nein, ich habe weder eine Brezel mit Senf noch eine Weißwurst mit Senf verzehrt, und ja, ich stehe dazu, dass mir diese amerikanisch verklärte Vorstellung der bayerischen Mini-Speise gefällt. Mich treibt es nicht so oft in den Süden, ich lasse mich deshalb gerne mal von hübschen Bildern verführen ...

Der Anlass jedenfalls für meinen kurzen Hinsauser war quasi ein >Blind Date< mit SoLebIch. Mit den Gesichtern hinter den Wohnungen. Und natürlich haben wir zu diesem Anlass auch genauer hingeschaut. In die vielen Geschäfte Haidhausens, von denen mir zwei, drei, vier besonders gut gefallen haben und deshalb ihren Platz hier finden. Anne von Waechter zum Beispiel kreiert tollen Schmuck, der vor Spitze gebettet in der Auslage liegt. Ich kann mich ja sehr für Schaufenstergestaltung begeistern. Manchmal fast mehr als für die Produkte selbst. Deshalb streife ich so gerne an Fenstern vorbei. Und diese Spitze fand ich spitze. Im Atelier selbst setzt sie sich übrigens fort - an Taschentüchern aus Stoff, als Standbein für die Ohrhänger. 

Gleich gegenüber des schmucken Ladens, ein weiteres Schmuckstück für mich: 1260 Grad - Werkstatt für Keramik. (Oh Katrin, du glaubst nicht, was ich dort fand!). Die Spitze begleitet mich über die Straße. In diesem Fall schmiegt sie sich in die Mulden der Schalen von Petra Fischer. Auf zu Coco. Kleiderstangen ziehen mich immer an - besonders, wenn sich die Bügelpracht in solch blassen, blassblauen und blassgrauen Farben aneinanderreiht. Musste ich knipsen.


Wie ihr seht: Es geht immer weiter - mal in die eine, mal in die andere Richtung. Es steht das Kraut im Regal und das Reh im Glas. Ersteres vor Lebascha, im Inneren mit Lakritz mit Hülle und in Fülle für die tägliche Dosis SoLebIch-Momente. Salzig und süß. Doppler heißt der Laden, der das Reh verwahrt - für die, die es wissen möchten. Ebenfalls mein Herz erwärmt hat Stein11. Möbel, all die hübschen in meinen Augen, sind sie dort versammelt, zeigen sich - und wenn ich's hätte und ich's könnte, ich würde sie glatt alle über die Schwelle tragen.

Der Münchner Himmel hielt sich bedeckt, die Blumen sprachen zu uns nicht von der Wiese, sondern vom Tisch - im Preysinggarten. Vielfältig. Und zwischen ihnen Blicke hin und her. Soviel Neues, soviel gute kurze Zeit in Bavaria. Ich komme nochmal. Für eine Stunde mehr - oder mehr. Schee war's.

1260 Grad * Sedanstraße 27 // Coco * Schiltbergerstraße 1 // Doppler * Metzstraße 15 // Lebascha Naturkost * Breisacherstraße 12 // Preysinggarten * Preysingstraße 69 // Stein11 * Steinstraße 11 // Anne von Waechter * Sedanstraße 24

Freitag, 24. Juni 2011

bavaria

Flechtwerk über WIKSTENmade. Pulswärmer von Sandra Juto. Mini-Brezeln über smitten kitchen. Hase von Nymphenburg. Kissen mit Rautenmuster von Ferm Living.
In Einstimmung auf ein kurzes Wochenende in der bayerischen Hauptstadt habe ich für mich - und für euch natürlich - noch fix ein paar blauweiße Schönheiten zusammengetragen. Und wenn ihr noch sagenhafte München-Tipps habt, von denen ihr der Meinung seid, ich müsse sie wissen - schnell her damit. Ein paar Stunden habt ihr noch.

Genießt das Wochenende und beglückt uns gerne wieder mit sonntagssüßen Spezialitäten. Die klebrige Gruppe sammelt diesmal Julie. Bis ganz bald.

Donnerstag, 23. Juni 2011

weinberge

Pfirsiche im Mürbteigkleid.
Weil hier heute wieder Sonntag ist, gibt es an dieser Stelle ein Süß. Ein >Improvisationssüß< aus dem restlichen Mürbteig, der echtes Durchhaltevermögen bewiesen hat. Im Rausch der Trüffeltarte verfrachtete ich den Teig eigentlich nur zur Zwischenlagerung in den Kühlschrank, um ihn später einzufrieren. Aber ich vergaß ihn - was er mir zum Glück nicht übel nahm. Frisch entkleidet, füllte ich ihn heute morgen mit Spalten platter Pfirsiche, mit gemahlenen Mandeln, den letzten Streuseln weißer Schokolade, einem Schwung Zucker und ein paar Pinienkernen. Schwuppdiwupp den Rand umkrempeln und bei 180 Grad für 40 Minuten in den heißen Ofen schieben. So lässt es sich aushalten.

Und weil am Sonntag wieder Sonntag ist, und ich nicht da bin, muss die Pfirsichschachtel nun sehr lange vorhalten.

Dienstag, 21. Juni 2011

anfang

Sommeranfang.
Hallo Sommer. Ich habe heute so dermaßen gefroren, dass eine Kanne heißer Tee her musste. Hier ist es extrem kalt. Fünfmal >Cup of Fame< ging übrigens als einzige Beute vom Mädchenflohmarkt mit. Entweder habe ich mich nicht richtig umgesehen - oder ich bin einfach kein Mädchen (mehr). Nun schwimmt also Frau Hepburn elegant im Wasserbecken - und dank der Lichtreflexe sieht es sogar ein bisschen so aus, als würde sie sonnenbaden.

Euch allen den besten Sommer, den ihr euch wünscht.

Sonntag, 19. Juni 2011

göttlich

Trüffeltarte mit Himbeeren.
Ha! Heute gibt es ein >Sonntagssüß< aus dem Fundus, das ich letzte Woche auf der Seite des Schneeschaafs entdeckte. Eine Trüffeltarte mit Himbeeren von Annik Wecker. Ich habe extra eine Minitarte in der 20er-Form gebacken, weil die Zutatenliste so üppig daher kam, und nun ist das Ding so lecker, dass ich auch gerne bis zum 28er-Rand gegabelt hätte. Weiß ist sie zwar nicht geworden, sondern eher dunkelgelb, was wiederum an dem Einsatz dieser Schokolade liegt. Finde ich aber perfekt - wie die ganze Tarte. Aufgeknuspert habe ich das Süß übrigens schon zum späten Frühstück im Bett, untermalt von klopfenden Tropfen. Sehr gut.

Und ihr? Die süße Sammlung kredenzt heute Katrin.

P.S. Das Rezept hält Frau Wecker hier für euch bereit.

Freitag, 17. Juni 2011

wochenende

Ausrufezeichen.
Das wünsche ich euch. Und falls die Welt nicht richtig steht, einfach mal drehen - wie das >n< im Bild. Habt ihr gute Pläne? Sehen wir uns am süßen Sonntag? In meinem Kalender ist morgen der Mädchenflohmarkt vermerkt. Verbunden mit der Suche nach einem Rumtopfgefäß - meins hat sich nämlich auf wundersame Weise aus dem Staub gemacht. Dabei war der Keller ganz fest abgeschlossen. 

Bis bald, ihr lieben Vorbeiklicker!

Mittwoch, 15. Juni 2011

im briefkasten

Rote Post zur Wochenmitte.
Die Woche ist erst drei Tage jung - und schon so ereignisreich. Gleich dreimal Post stürzte durch die Tür. Dreimal Post mit Rotanteil. Mit den wunderbarsten Anhängern, die ich je gesehen habe, geknüpft an irre Konfitürengeschmackskompositionen. Karierte Grüße aus der Hauptstadt - so edel, hilfreich und gut, und ein schwedisches Paket mit lauter tollen Kostbarkeiten des snygg Geburtstags. Danke an euch drei - echte Freudenbringer, die ihr mir da beschert habt. Soviel Glück dabei.

Und dann spukt da noch ein roter Gedanke in meinem Kopf herum - zumindest würde die Umsetzung mit Rot starten. Ich möchte einen >Rumtopf< ansetzen. Nie getan, ungewiss, ob er mir schmeckt, aber die Idee, die nächsten Monate lauter frische Früchte in Alkohol und Zucker zu tränken, gefällt mir im Moment ganz gut. Erdbeeren wären die roten Beginner. Habt ihr schon einmal einen solchen Topf angesetzt? Irgendwelche Tipps und Tricks? Ich will alles wissen.

Dienstag, 14. Juni 2011

immergrün

Es grünt minimal.
Ich lasse mich so gerne anstecken. Diesmal von Ricarda und ihren Evergreens. Am vergangenen Wochenende habe ich mich wieder einmal geärgert über meine Balkonbaustelle und flugs die Gegend abgegrast nach einem dauerhaften grünen Platz für den Sommer. Jetzt ist >Kleingarten< allerdings auch nicht meins, und eine schnöde Wiese zwischen Häuserfassaden, die quasi von oben mit Blicken begossen wird, konnte mein Herz ebenfalls nicht erwärmen. 

Wie gut, dass im Netz gepflanzt wird. Viele fleißige Gründäumler sind unterwegs - mein Ertrag dagegen mutet richtig spärlich an - ist aber mit dem >Wiesenbuch< brandneu. Ein gestriger Flohfund. Den grünen Clipper Tea - der eigentlich ein weißer ist - erstand ich in Amsterdam, wo er eigentlich gar nicht herkommt. Aber die Verpackung, die Verpackung! Ihr könnt es euch denken ... International weiter geht es mit den <Lettres tissées<, den postalischen Grü(ßen) und der Keksdose mit Blumengrün. Ich muss noch ein bisschen züchten, aber zumindest vor meinem Fenster wächst das Grün unaufhaltsam.

Sonntag, 12. Juni 2011

schwarzwald

Schneebedeckt.
Heute kommen sonntagssüße Grüße aus dem Wald. Als mir gestern die ersten Kirschen vom Obststand entgegenlugten, ward mein Ehrgeiz gekitzelt. Ich liebe Kirschen, ich liebe Schwarzwälderkirsch, ich liebe nicht unbedingt Filigranarbeit in der Küche, so mit Tülle und Tupfer. Deshalb hüpfte diese sagenhafte Interpretation der Forêt-Noire unlängst auf meine Nachbackliste. Das dieses Vorhaben so schnell in einen Sahneberg verwandelt wurde, nun ja, das sind die Begegnungen des Lebens. Oder die mit den Kirschen. 

Entstanden ist jedenfalls ein kompaktes, intensiv schokoladiges >Sonntagssüß< mit dem Wunsch nach etwas mehr Kompott und weniger Sahne beim nächsten Mal. Aber für den ersten Versuch schon richtig gut - und vor allem mindestens ein Zweitagessüß. Mit auf's Bild - weil farblich so passend - musste mein heutiger Flohmarktfund: >Deutsche Weihnachtslieder< aus dem Insel Verlag.  Schneeberge und so. Außerdem: Heute schon an morgen denken.

Mit Kirschgipfel.
Jetzt seid ihr dran: Was gab es bei euch? Erzählt es mir! Gepinnt wird wie immer hier ...

Freitag, 10. Juni 2011

süß

Sweet Paul Magazine. Klick.
Uh, der süße Paul ist wieder da - und ich klebe am Bildschirm wie ein Karamellbonbon an den Zähnen. Heiß ersehnt die Sommerausgabe. Kann gar nicht wegschauen. Genau das richtige für ein langes freies Wochenende. Wie gut, wie gut, dass die Sonne nur spärlich scheint. Wenn ich alles inhaliert habe, scheint sie hoffentlich intensiver, damit ich rausrennen kann, um all die tollen Dinge im Grünen zu servieren. Zusammen mit dem >Sonntagssüß< natürlich. Ich werde diesmal sammeln - über zwei Tage sogar. Doppelte Chance für euch quasi, und alle, die ihr beglücken möchtet. Lasst es euch gutgehen! 

Meine Lieblingsstrecke ist diesmal übrigens die mit den obst- und gemüsegetünchten Stoffen. Und >Strussel< ist mein Lieblingswort. Und ihr? Was gefällt euch? 

(alle Bilder: Sweet Paul Magazine)

Dienstag, 7. Juni 2011

inhalt

Das ist alles drin.
Ich bin zurück in der Woche und an meinem Platz - vor dem Rechner. Mit einem Blick in meine Tasche. Die Idee dazu habe ich heute morgen bei Steffi aufgegabelt. Und die wiederum bei Dos Family: What’s in your bag blog tour. Mag ich - und kommt mir gerade recht, weil ich noch einen ultimativen Tipp von euch benötige gegen Flecken. Auf der Ledertasche. Mir ist nämlich der Käse vom Brötchen gerutscht, genau in meine Tasche. Völlig unbemerkt hat er sich hineingeschlichen, und anschließend habe in ihn fröhlich durch die Welt getragen. So dass er es sich richtig gemütlich machen konnte auf der Innenseite kurz unterhalb der Griffe. Nun prangt dort ein hässlicher Fleck, und der will nicht mehr weg. Was tun? Könnt ihr es mir sagen?

Jetzt aber zum Wesentlichen, einer kleinen Runde durch die Tasche. Geht schnell. Ich trage zwar immer eine riesengroße Tasche spazieren, fülle sie aber nur mit äußerst wenigen Dingen. Die Tasche ist lediglich zum Proportionsausgleich. Groß, große Tasche, kleiner Inhalt. Der da wäre: Kellnerportemonnaie (auch groß natürlich!), Emma in mini mit Herz im Herzen, Lippenfarbe aus der Tube, Füller, Haargummis, Handcreme, mein uraltes Telefon eingestellt auf Italienisch, damit noch was bleibt. >Hab ich selbst gemacht< mit einer Fahrkarte als Lesezeichen. Außerdem mein dicker Schlüsselbund - und mein dänischer Neuzugang: Die >Bolig Liv< schlüpfte ebenfalls in die Tiefen der Tasche, nachdem ich sie heute aus dem Briefkasten befreite. Danke Carmen! 

Und bei euch? Was findet seinen Platz in eurer Tasche? Zeigt doch mal!

P.S. 76 Tage ihres Lebens wühlen Frauen in Taschen.

Sonntag, 5. Juni 2011

trick

Glückwunsch.
Heute pfusche ich. Es ist nämlich so, dass ich gar nicht da bin. Und deshalb gibt es auch kein >Sonntagssüß< von mir - zumindest kein reguläres. Dafür aber diesen Erdbeerknaller zur Feier des Tages. Des Geburtstages meiner Freundin Juli. Hurra! Genau vor einem Jahr brachte ich diesen Kuchen erst im Auto in den Süden und dann auf den gedeckten Tisch. Ein rot-weiß-grünes Erinnerungssüß quasi - lass' dich feiern, Beste!

Euch verweise ich galant hinüber zu Julie, die alle heutigen Fabrikationen sammelt und pinnt.

P.S. Das Rezept für die Erdbeertarte mit Sauerampfer-Pesto stammt übrigens aus der Brigitte.

Freitag, 3. Juni 2011

sommer

Worte auf Bütte von Alles-Deins. Zippertasche von Clare Vivier. Gartenfest über Apartment Therapy. Kette und Anstecker von studio Fludd.  


Es war wirklich nur ein >Wusch!<. Schwupps - braucht man die Girlande. Denn was folgte, trieb mich weg vom Rechner. Ins Blaue, unter die Sonne: Der Sommer ist da. Und weil er so schöne Farben hervorzaubert, habe ich eine kleine frische Sammlung zusammengestellt. Mit Worten, die ich lang nicht mehr gehört habe ... 

Wer dann noch einen netten Hintergrund benötigt, den verweise ich auf den wunderschönen Blaublick von Shanna Murray.

Ich grüße euch ins Wochenende - habt ein schönes.

P.S. Noch mehr Blau und Blau.