Samstag, 30. April 2011

bilderbuch

Fund der Woche.
Schritt für Schritt.
Fast ohne Worte.
Vorneweg: Ein Dank für eure letzten Worte zu meiner Regenpause. Sie haben mich erfreut.

Ein wenig Licht durchbrach die Woche in Form meines jüngsten Fundes aus dem >Outlet<. Es scheint, ich habe eine Vorliebe für die Aussortierten wie unlängst schon die Wolke. Dieses Buch jedenfalls lag auf dem >Mängeltisch<. Ich schloss es sofort in mein Herz - zusammen mit zwei anderen Tischnachbarn. Dazu mehr ein anderes Mal. Dies hier nun nennt sich { Backen nach Bildern } und ist ein wunderschöner Hingucker. Ich sage dazu, dass mich verführten eben diese Bilder. Die Rezepte sind Basis oder Klassik aus den Backstuben der Welt, im Ergebnis aber sehr hübsch angerichtet. 

Die Vogelperspektive, die auch meine liebste ist, ist das stilistische Mittel der Wahl. Die Sprache: Reduziert, schlicht und im Detail gespickt mit spitzen Ideen (ganz wie das Kleid der >Herzogin von Cambridge<). Es erinnert in der Optik durchaus an Donna Hay, die für mich ganz oben steht. Hier dominiert ganz klar das Bild, fast selbsterklärend ohne Text. Ich hätte nichts hinzuzufügen - und verzichte gern. 

Im Hinblick auf das >Sonntagssüß< ein kleiner eingeknipster Vorgeschmack. Morgen hier an dieser Stelle weiteres Küchenwerk. Ich zähle auf euch.

Donnerstag, 28. April 2011

wolke

Das Gemüt. Postkarte von Mr. Fågel.
Ist es wirklich schon soweit? (Fast) Freitag - und ich bin von der Sonne direkt in den Regen abgetaucht. Verschwunden. Eingenieselt. Dabei ging die grüne Wolke aus dem { goldspatz } ohne Prophezeihung mit nach Hause. Ich nahm sie in meine Obhut, weil ein Knick sie ausknockte. Aus der Regulärregalware. Und nun ist sie das Zeichen dieser Woche: In meinem Kopf da regnet es - und draußen sowieso.


Follow Wills and Kate. Print von HouseThatLarsBuilt über Etsy.
Die Wolke aus der Regen tropft, ist auch der Stern, der über William und Kate zu stehen scheint. Ja, ich gebe zu, ich würde die beiden gerne sehen auf dem Schirm, wenn ich denn könnte. Bin ich doch im leichten Fieber, nicht ganz so hoch, wie in den letzten skandinavischen Jahren, aber ausreichend. Doch mit dem Hoch wird es wohl nichts, wird aus der Hochzeit eine Tiefzeit - glaubt man dem Wetter. So sehe ich mich lediglich als virtuellen Punkt auf dieser Karte mitmarschieren. Freude denen, die morgen >live< dabei sind. 

Und nächste Woche wieder mit mehr Zeit für euch. Ich freue mich. 

Übrigens auch sehr über die Spuren, die ihr hier trotz meiner Abwesenheit hinterlasst.

Dienstag, 26. April 2011

rhabarber

Sanft gebettet.
Vorbei - das freie Wochenende! Mit ihm geht die Zeit in den Kissen. Die Zeit des Sonnenstrahlen-sammelns draußen und an der offenen Balkontür. Der Momentekompott. Vereint im Herzen - und in der Schüssel. Ich habe ihn verschlungen; und nun geht es weiter. Energetisiert und mit Kraft. Ich grüße euch am Dienstag in die verzögert startende Woche. 

Erfreut euch an ihr.

Montag, 25. April 2011

festtagssüß

Ostersüß mit >Cheesecake<.
Ist das nicht herrlich? Wie wunderbar dieses sonnenreiche Osterwochenende bisher war. Lauter warme Strahlen, die Herz und Körper wärmen. Und so habe ich mein { Sonntagssüß }, das gleichzeitig auch ein Ostersüß war, an der offenen Balkontür genossen. Leider ist mein Balkon zur Zeit eine sanierungsbedingte Baustelle, und so konnte ich lediglich eine Freiluftszenerei VOR dem Balkon fabrizieren. Aber das mit Blick auf die blühende Kastanie und den Gedanken im Himmel. Mit Milchschaumschlückchen aus der Kaffetasse, mit Limonade und einem eher unkonventionellen Osternaschwerk: einem Zitronen-Cheesecake mit Keksboden aus >Oreos<. Wer das Frischwerk mit dem schwarzen Boden nachbauen möchte, dem sei das Rezept nun hier verraten:

Der Boden ist ein Ruckizucki-Boden, und wird geschaffen aus 32 Oreo-Kekshälften (ohne Füllung!) und 40 Gramm flüssiger Butter, die in der Küchenmaschine ihre Runden drehen. Ist ein feuchter Zustand erreicht, wird der Boden plus Rand in eine kleine - mit Backpapier ausgelegte - Springform (20 cm) mit den Fingern eingepasst.

Die Füllung setzt sich zusammen aus 400 Gramm Frischkäse, 150 Gramm Crème Fraîche, 150 Gramm Zucker, 2 Eiern, dem Saft und der Schale einer Bio-Zitrone, dem Mark einer Vanilleschote, 1 Prise Salz sowie 2 Esslöffeln Mehl. Gut durchrühren und ab damit auf den schwarzen Untergrund. Glattstreichen und in den auf 150 Grad vorgeheizten Ofen schieben für etwa 50 Minuten. Wichtig: Braun soll er nicht werden! Eine zartgelb gefärbte Decke, die beim >Rütteltest< sich sanft bewegt, ist das Ziel. Ist das erreicht, den Kuchen bei leicht geöffneter Tür runterkühlen lassen. Anschließend: Ring ab und vollständig auskühlen lassen. Erst dann ist die Zeit reif, um den Kuchen auf eine Tortenplatte zu hieven und ihm im Kühlschrank bis zum endlichen Verzehr die angeordnete Ruhephase zu ermöglichen. Übrigens: Bitte nicht (wie ich) den Fehler machen, und die Konsistenz der Decke mit der Fingerkuppe antesten. Das reisst ein Loch in Kuchen und Bäckerherz.

Und jetzt will ich es wissen: Was hat den Ostertisch bei euch geziert? Verratet es bei mat & mi. 

(Inspiriert durch ein Rezept von delicious days)

Sonntag, 24. April 2011

rosinen

Im Hasengepäck: Rosinenbrötchen.
Ein kleiner österlicher Gruß vom Frühstückstisch. Mit blitzartig produzierten Rosinenbrötchen. Die sind nicht nur schnell gebacken, sondern auch schnell >erzählt<:  

250 Gramm Dinkelvollkornmehl, 250 Gramm Quark, 2 Eier, 1/2 Päckchen Backpulver, 1 Prise Salz und 150 Gramm Rosinen  miteinander vereinen, durchkneten, zu kleinen runden Teiglingen formen, optional noch ein Stück Marzipan als Herz einsetzen (wie hier geschehen), mit Hagelzucker berieseln - und bei 200 Grad im vorgeheizten Ofen 25 Minuten bräunen. Schwuppdiwupp, ab ins Osterbrotkörbchen mit ihnen. Passen auch noch morgen auf den Tisch.

Lasst es euch gutgehen! 

(in Anlehnung an ein Rezept aus der >Vital< 2/2007)

Donnerstag, 21. April 2011

ostern

Besonnen und genießen.
Ihr lieben Leser, ich verabschiede mich in die österlichen Tage. Lasst die Sonne auf euch regnen, habt eine gute Zeit mit guten Gedanken und Genuss. Hier wird es die nächsten Tage still, aber pünktlich zum { Sonntagssüß } schalte ich mich kurz ein. Alle Köstlichkeiten bündelt diesmal Julie von mat & mi. Einen kleinen Vorgeschmack habt ihr mir ja unlängst schon gegeben - ich lasse mich aber dennoch gerne überraschen.

Für die Blitzbäcker unter euch gibt es an dieser Stelle noch einen Hinweis auf das >Rezept< für die schaukelnden (Hasen-)Öhrchen.

Die zauberhaften Hänger sind übrigens ein Geschenk von Katrin - und in den Genuss der salzigen Karamellcreme aus Paris kam ich dank eines glücklichen Händchens von Ricarda. Danke.

Mittwoch, 20. April 2011

goldspatz

bel étage. goldspatz.
Neulich war ich in Bonn. Dort wohnt nicht nur die Verwandtschaft, nein, dort hat auch der
{ goldspatz } sein Nest. Und weil er dieses so schön hergerichtet hat, war es für mich mehrere Linsenknipser wert. Ich habe selten so ein schönes Geschäft gesehen - mit so viel Liebe zu den Kleinigkeiten. Von Natur aus schon ein imposanter Raum, wurde dieser spärlich möbliert, aber das mit Witz, mit Charme, mit gutem Gespür. Regale aus Brotkisten, Architektenlampen an der Decke im Verbund. Die Produktinformationen werden schreibmaschinell getippt. Unverputzt herausgeputzt.

Es gibt dort Schönes für Kinder, aber durchaus auch für Erwachsene. Bücher, Geschirr von ISAK oder Marimekko, prächtige Winzereien wie Bänder, Karten, auch Schmuck wird in der Vritine ausgestellt, und um die Ecke - in einem separaten Raum - stehen Kinderschuhe zur Anprobe bereit. Die >bel étage<, deren Fotos ihr hier seht, gehört zum >goldspatz< ein paar Häuser weiter. Dort wiederum gibt es Kindermode sowie Umstandsmode. Ebenfalls ein imposantes Geschäft. Also, ihr Um-Bonner herum: Schaut es euch an! Die Zeit im Sonnenschein für einen Ausflug hat ja gerade erst begonnen.

Frau Holle.
Denn: Wer nach dem Spatzenbesuch noch Kuchen picken möchte, dem sei { Frau Holle } - übrigens ein Tipp der sehr netten Mitarbeiterin im >bel étage< - empfohlen. Nur etwa drei Minuten Fußweg vom Spatz entfernt, in der Altstadt. Kuchen, Kaffee, Schorle - drinnen oder draußen. Letzteres auf einer Bank auf dem Bürgersteig und mit dem Fensterbrett als Ladestation. Bonn wartet auf euch.

goldspatz + goldspatz bel étage
Thomas-Mann-Straße 31+41
53111 Bonn

Frau Holle
Breite Straße 54-56
53111 Bonn

Dienstag, 19. April 2011

halt

Eierbecher.
Ich bin heute dabei - bei den schönen { Osterideen der Bloggerinnen } auf SoLebIch. Schaut euch um, es gibt viel zu entdecken. Und auch für die Schnelle, denn es eilt ja, findet ihr tolle Anregungen. Übrigens: Etwas Süßes hat sich ebenfalls in den Becher gemogelt - wie könnte es auch anders sein.

Sonntag, 17. April 2011

tiramisu

Zieh' mich hoch.
Als mich zum Wochenende die beiden Becher Mascarpone anlachten, war es um mich geschehen. Die Idee für das { Sonntagssüß } - das diesmal eher ein Wochenendsüß ist - war geboren. Tiramisu sollte es sein, diese wunderbar cremige Aufschichtung mit zuckrigen Biskuit. Aus der Tüte in der Tat, selbstgemacht bestimmt ein noch höherer Genuss.

Für eben diesen werden 4 Eiweiß mit einer Prise Salz zu Schnee - und verweilen dann ein bisschen an der Seite. Denn in der Zwischenzeit müssen die 4 Eigelb mit 130 Gramm Zucker ganze 5 Minuten mit dem Quirl verbringen - bis sie zu einer fast pastösen und fast weißen Masse werden. Ist der Zustand erreicht, mischt sich die Mascarpone ein - 500 Gramm für's cremige Vernügen. Aufgelockert durch den Schnee wird dann Schicht um Schicht, mit in 200 Milliliter Espresso getauchten (Dinkel-)Biskuit, ein Mehrfamilienhaus äh ... schmaus daraus. Dunklen Puder nicht vergessen!

Und nun: Gebt preis euer süßes Sonntagswerk - drüben bei lingonsmak. Ich freu mich drauf!

Samstag, 16. April 2011

marmeladenmomente

Wie toll wäre es, wenn man schöne Momente in Marmeladengläser schließen und daran riechen könnte, wenn es einem mal nicht so gut geht?
(aus: >Die wilden Hühner< von Cornelia Funke)

Freitag, 15. April 2011

art

Geschockt. Gelassen.
Ist sie nicht schön? Kunst, die Art. Kam mit vom Markt und sonnt sich nun. Die Zeitung, in der zwei passende Worte standen - nicht nur farblich -, war das Polster für eine süße Überraschung, die ich von 23qm Stil bekam. Sobald ich diese angetestet habe, knipse ich für euch ein schmackhaftes Bild. Das Wochenende naht, und hier strahlt die Sonne schon ins Fenster. Ich entlasse euch bis dahin mit ein paar vor-österlichen Klicks, die mir unlängst Freude brachten.

Osterbrötchen von bastisRIKE.
Ostern meets Neon von herzkaspar via SoLebIch.  
Easter Bunny Cupcakes von Ohhh...Mhhh...
Frühlingssträußchen von den Schlitzohren

Genießt es alles, das was kommt. Und trotzdem: Schön gelassen bleiben.

Donnerstag, 14. April 2011

häschengewinne

Mithoppeln und gewinnen. (Bild: die trabanten)
Das ich eine Schwäche für süße Naschereien habe, dürfte mittlerweile bekannt sein. Das ich eine Schwäche für süße Naschereien habe, die dazu noch hübsch verpackt sind, verrate ich euch mit diesem Beitrag. Und weil ihr dazu meine ganz große Schwäche seid, die ihr hier täglich vorbeikommt und meine Gedanken lest, mich mit Kommentaren beglückt und mir immer wieder wunderbare Inspirationen da lasst, sind diese vier süßen { häschen in der tube } nur für euch. In jeder Hasentube verstecken sich 100 Gramm feinste >Mousse au Schokohas< - zum genüsslichen Aufhoppeln in den Schokoladenhimmel.

Ausgefuchst (der Hase bietet sich für dieses Wortspiel leider nicht an!) - und als Osternascherei zur Verlosung frei gegeben haben mir die >häschen in der tube< sehr hasenclevere Designer aus München: die trabanten.

Und so seid ihr dabei:
Hinterlasst mir einfach bis Sonntag, den 17. April 2011, 24 Uhr einen Kommentar, in dem ihr mir verratet, welche Leckerei bei euch Ostern auf dem Tisch landet!
Anschließend lose ich vier Gewinner aus (und gebe sie als >Update< in diesem Beitrag bekannt! ), zu denen sich dann jeweils eine Tube auf den Weg macht.
Alle, die leider nicht mit einer silbernen Tube beschenkt werden, können trotzdem ganz leicht in den Genuss kommen: Der Hase läuft auch vor Ort im deutschen Süden durch diese Boutiquen, und für den Rest Deutschlands kommt die Hasenlieferung per Post nach Hause. 

Ich wünsche euch Glück.

Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt ihr euch damit einverstanden, dass ich - im Falle eines Gewinns - eure Adresse ausschließlich zwecks Zustellung an >die trabanten< weiterleite.

 **********************************************************************************************************************
Die Gewinner stehen fest, und über einen Hasen freuen dürfen sich: 

magentamiri
Finja
mano
Manumi 

Bitte schickt mir doch eure Adresse zu, damit sich die Tube schnellstens auf die Reise machen kann! 

Danke auch für eure vielen schönen Osterinspirationen - ich habe sie mit Genuss gelesen. Allerdings muss ich gestehen, dass mein Vorhaben noch überhaupt nicht konkret ist. Spätestens beim SoSü werdet ihr es aber erfahren ...

Mittwoch, 13. April 2011

luftikus

Vorgeschmack des Sommers.
Blaue Luft, die sich in zitronengelben Schaum verwandelt. Diese Creme ist eine Erinnerung, die mich letzte Woche einholte. Das Rezept stammt von meiner Ur-Oma, die also schon vor über 100 Jahren eine gute Schaumschlägerin war. Für den vollendeten Himmelsgenuss setzt sich zum Schluss noch eine Sahnewolke drauf.

Doch bevor der Löffel in die Crema fahren kann, steht ein wenig Arbeit an: 4 Esslöffel Zitronensaft empfangen zwei Blätter Gelatine, die sich nach Anleitung und dank Wärmezufuhr im Saft auflösen. Tropfenweise gesellen sie sich zu 3 Eigelb und 80 Gramm Zucker (habe ich von 100 reduziert), die vorher ein paar gemeinsame Runden mit dem Mixer gedreht haben. Außerdem der Schnee von 3 Eiweiß, der wie ein Wirbelsturm locker fluffig mit der Masse verschmilzt. Und - das kannte meine Ur-Oma noch nicht: Zitronenzesten für den noch besseren Fruchtgeschmack. Ab ins Glas, in die Schale, wie auch immer und dann in den Kühlschrank. Mit der Zeit kommt der Halt - und sobald sich die Creme gefestigt hat, komme ich oder kommt ihr, um sie zu vernaschen. 

Wie gut, dass sie sich immer wieder aufbauen lässt. Genuss los!

Montag, 11. April 2011

blaue gedanken

Blaue Post.
Inspiriert und berauscht zum heutigen Beitrag wurde ich von einer blauen Welle: Vorangetrieben durch die Farbe Blau in Mano's Welt sowie durch die wunderschöne blaue Sammlung von philuko. Vollendet durch blaue Post, mit der mich ebenfalls Julia grüßte. All diese Stränge führen mich zu meinem >blauen< Montag.
Ich weiß nicht, wer bei mir im Kopf die Fäden zieht, aber meine Wochentage haben Farben. Wenn die Sonne scheint, spüre ich sie noch intensiver, als würde das Licht sie durchdringen und ihnen Atem einhauchen. Aber auch sonst sind sie so präsent und unabkömmlich wie die Creme auf der Zahnbürste. 
Ich habe die Farben nicht bewusst gewählt, um mir die Tage besser merken zu können, es fühlt sich vielmehr so an, als wäre ich über Nacht damit bedacht worden. Wie ein Vogel, der einem urplötzlich ins Haus flattert und der bleibt, weil es ihm gefällt. Mir fehlt der Bezug zu den Buchstaben, die einen Tag ausdrücken, denn das übernehmen die Farben; sie bringen die 24 Stunden in Form und zeigen mir, wann die Sonne aufgeht – quasi eine 1A Übersetzung. 
Auch bei den einzelnen Farben hatte ich keine Wahl. Sie sind gekommen, um zu bleiben: vom dunkelblauen Montag bis zum maisgelben Sonntag und dazwischen Orange, Hellblau, Lila, Braun und Grau. Ich muss zugeben, objektiv betrachtet sind die Farben nicht die Schönsten, aber so fest verankert, dass hier Äußerlichkeiten - anders als bei Zahlen - nicht zählen. In Farben kann ich mich verlieren, sie berauschen meine Sinne weitaus mehr als Buchstaben, sie sind nicht nur schmückendes Beiwerk, sondern Grundlage meiner Wahrnehmung.
(Textauszug, veröffentlicht in >Glanzstück< Winter 2006)
Genießt das Blau - auch über das heutige hinaus. Eintauchen, abtauchen, weitertauchen. Im Blau geht so vieles. Ich wünsche euch eine farbenfrohe Woche.

Sonntag, 10. April 2011

charlotte

Fremdgenascht.
Erst Franz, nun Charlotte. Nach der >süßen Woche< ist mir der Appetit noch lange nicht vergangen. Nur in die Küche hat mich die Lust diesmal nicht getrieben. Deshalb gibt es diesen Sonntag ein Premierenfremdnaschsüß von mir. Eine { Charlotte } mit Himbeersoß. Ich liebe Charlotte mindestens so sehr wie Franz - kann ich nicht anders sagen. Ich traue mich so laut, da des Fränzchens Ohren in der Truhe nicht allzu gut funktionieren. So darf ich das. 

Und nun erzählt mir: Was tat sich bei euch hervor? 

P.S. Bitte hinterlasst mir in der Kommentarbox einen Link zu eurem Süß, dann könnt ihr hier verfolgen, wie sich das aktuelle >Board< füllt!

Freitag, 8. April 2011

träumerei

Magnolie. Gute Nacht.
Ich habe mich gestern sehr gefreut über eure Sehnsüchte. Ähnlich, unterschiedlich, wunderbar. Teilen und zurückbekommen ist ein schönes Gefühl. Immer wieder bin ich überrascht und entzückt, was das Netz für Fäden spinnt. 

Die Kurve zur >süßen Woche< ist diesmal spitz: Nicht nur Franz kam zu mir, auch dieses Kissen schob sich ganz unverhofft in einem Umschlag durch den Briefschlitz. Eine tolle Freundin hat mich bedacht und mir damit ein großes Lächeln ins Gesicht gezeichnet. Ein Kissenbezug mit Löchern, mit Band, mit Geschichte - nehme ich an. Es wird wohl schon in einem anderen Bett genächtigt haben. Nun verhilft es mir zu >süßen< Träumen. Und wovon träume ich?

Von Regen.
Von Wolken.
Von Sonne.

Und natürlich vom { Sonntagssüß }. Diesmal wieder hier bei mir. Wow, Staffel Nummer 3 beginnt! Wir sind begeistert - und wir freuen uns auf eure köstlichen Portionen. Startet gut in das Wochenende und bis bald. Es war mir ein Vergnügen.

Donnerstag, 7. April 2011

franz

Franzbrötchen.
Gestern kam der Lieferdienst aus Hamburg. Im Gepäck: sechs { Franzbrötchen }. Ich liebe Franz und seine Schneckenlocken - es war die berühmte Liebe auf den ersten Biss. Wir kennen uns schon lange, führen aber leider eine Fernbeziehung: ich in der Mitte und der Franz ganz oben. Gestern gab es nun endlich ein heißersehntes Aufeinandertreffen. Abseits aller Romantik bedeutet das: Mein Vater stapelt die Brötchen in einer Tüte auf und transportiert das klebrige Papier aus dem Norden zu mir. Das weitere Procedere sieht sofort ein ganzes >Franzbrötchen< für mich vor, der Rest wandert wohl verpackt in die tiefgekühlte Truhe. Sparsam portioniert taue ich mir den Franz in Teilen auf, inhaliere den Zimtduft und vertilge ihn anschließend schmatzend. Denn: Wer weiß, wann wir uns wiedersehen.

Angeblich soll es jetzt auch am Düsseldorfer Hauptbahnhof >Franzbrötchen< geben. Ich finde aber, der Zauber liegt darin, dass so ein Brötchen nicht immer präsent ist. Das steigert die Freude. Zugegeben: Nach diesem Video (das mir netterweise Ms. Fisher zukommen ließ) werde ich sie wohl doch einmal probieren. Allerdings nur, um zu testen, ob wir für ein dauerhaftes Zusammenleben geschaffen sind.

Habt ihr auch etwas, wonach ihr euch sehnt?

Mittwoch, 6. April 2011

zutaten

Süßes Sammelsurium. Macarons von MAELU.
Süß, süß, süß - überall süß. Heute versorge ich euch mit ein paar zuckrigen Stückchen, die mein naschwerkverwöhntes Herz immer wieder höher schlagen lassen. Ganz im Sinne dieses Kinderliedes sind es { sieben Sachen }, die euch - wie mir - hoffentlich Freude machen.

Backe, backe Kuchen // der Bäcker hat gerufen // Wer will guten Kuchen backen // der muss haben sieben Sachen // Eier und Schmalz // Zucker und Salz // Milch und Mehl // Safran macht den Kuchen gel // Schieb in den Ofen ein!  

1 Gold gezeichnete Backwaren auf einer der wunderbar erfrischenden Deutschlandkarten des ZEIT Magazins.
2 Das Wort >Bakselfabrik<, das mir dank Rosa Rood gestern in die Ohren schlüpfte.
3 Die neuen süßen Feinschmecker Gewürze von Herbaria. Kleene Lene, Naschkatzl oder Wonnebrocken. 
4 The Delicious Miss Dahl fabriziert Eton Mess. Ich liebe es zu sehen, wie die Baisers im Ofen heranwachsen, wie die Creme sich ausbreitet, der Rhabarber fließt. Ja.
5 Der wunderbare Blog have cake, will travel.
6 Das Schmuckstück >Kiss me Cake<. Wer es im Antiquariat zu einem schmackhaften Preis finde, melde sich bitte bei mir!
7 Mein Satz von Leila Lindholm: >Das Leben ist ein Zuckerkringel<.

Dienstag, 5. April 2011

dolcinella

Das süße Leben.
Die >süße Woche< geht in die dritte Runde. Nachdem ich am Samstag süßes Zubehör getrödelt habe, gefolgt vom obligatorischen Süß am Sonntag in Form von Cremecroissants, habe ich diese Woche zur rein süßen auserkoren. Zumal mir am Mittwoch auch noch eine süße Begegnung bevorsteht ...

Aber nun zum Ausflügler: Mittlerweile wisst ihr vielleicht, dass ich mich in Düsseldorf umtreibe, der Stadt, die sich mausert - auch was hübsche Zwischenstopps angeht zur Pause. Mein Liebling zum Kuchenpicken ist seit ein paar Monaten das { Dolcinella }. Weil es einfach ein wunderschöner Raum ist, weil es einen >italienischen< Blick in den Hinterhof gibt, weil die Schmackigkeiten so toll verpackt sind, weil der Müßiggang dort zelebriert wird. Zugegeben: Zuweilen auch, was den Weg der Torte zum Tisch angeht. Doch weil ich von Ruhe beseelt bin, wenn ich dort lande, sehe ich meistens großzügig darüber hinweg. Ihr seht: Ganz viele positive >weils<. Bei meinem letzten Besuch habe ich für euch geknipst - leider hat es getropft und es war etwas düster, aber kostet es mal bei Sonne durch! Das >Dolcinella< liegt ein wenig am Rande, ist mit der Straßenbahn aber ideal zu erreichen. Nummer 15 ist der Tipp, der euch fast bis vor die Tür bringt.

Freitags wird übrigens immer zur >Tea Time< geladen: Shortbread, Sandwiches, Scones - letzere übrigens auch noch auf meiner >to-bake-list< stehend. Ansonsten: Marzipanstreusel, Sacherwürfel, Cannelés, Schokoladentarte oder Maracuja-Käsekuchen, lauter süße Frucht- und Hüftenfracht. Probieren, bitte.

Dolcinella 
Tannenstrasse 35
40476 Düsseldorf

Montag, 4. April 2011

zucker

Eingedeckt. Baiser.
Am Wochenende war ich auf dem Flohmarkt. Seit der schöne Markt am >Alten Güterbahnhof< in Düsseldorf nicht mehr existiert, habe ich so lange auf eine tolle Alternative gewartet. Seit letzten Herbst beheimatet nun der { Gare du Neuss } samstags einen Antik- und Trödelmarkt. Jedes Mal, wenn ich dort bin, verschwindet etwas in meiner Tasche. Diesmal nun für mich kleine Zuckerbäckerin eine Tortenplatte und zwei Tortenringe aus einer Konditoreiauflösung für sechs Euro. Fantastisch! Hätte die Sonne am Samstag nicht eh schon gestrahlt, ich hätte das Lächeln auch ohne sie geschafft. Beim Blitzen der Beute fiel mir noch mein großer Liebling in die Hände. Mein Baiserring. Passte so gut - der Tupfer. Ich wünsch euch was: Kommt gut durch die Woche! 

Für Flohmarkttipps von Überall bin ich übrigens immer aufgeschlossen: Falls ihr welche habt, verratet sie mir!

Und noch was: Diese Woche bleibt es süß. Schon morgen habe ich einen wunderbar köstlichen Ausflügler für euch.

Sonntag, 3. April 2011

croissant

Picknick.
Diesen Sonntag gelüstete es mir nach etwas Leichtem - zumindest in der Zubereitung. So kam es, dass es auch heute wieder ein Frühstücksschmaus wurde, der sich aus eigener Arbeit und einem Gang zum Bäcker zusammensetzt. { Mandelmarzipancroissant } ist der klingende Name. Die Grundlage sind Croissants (vom Bäcker) - und am besten welche vom Vortag. Denn ihre Gabe trägt wesentlich zu einem schmeckenden Ergebnis bei: Umso mehr die Luft raus ist, umso besser nehmen sie den Sirup auf, mit dem sie eingepinselt werden.

Der erste Schritt ist demnach (die Mengenangaben gelten für zwei Croissants): 50 Milliliter Wasser mit einem leicht gehäuften Teelöffel Zucker aufkochen, bis sich der Zucker löst. Die Croissants halbieren und die Außenseiten jeweils kräftig mit dem Sirup bestreichen. Für die Füllung 20 Gramm Marzipan, 25 Gramm Puderzucker, 25 Gramm gemahlene Mandeln, 25 Gramm Butter, 1 kleines Ei, 1 Prise Salz und einen Schluck Rum pürieren, bis sich die Zutaten zu einer cremigen Masse verbinden. Die unteren Böden der Croissants mit der Paste bestreichen (wer möchte, kann auch den >Deckel< noch von innen eincremen) und die beiden Hälften zusammensetzen. Großzügig mit Mandelblättern bestreuen und ab damit in den auf 180 Grad vorgeheizten Ofen für etwa 15 Minuten. Nach der Hitzebehandlung noch mit Puderzucker einstäuben und lauwarm zum Frühstück verzehren. Hat sehr gut geschmeckt, geht erneut in Produktion! 

Weiteres Süß gibt es diesmal bei mat & mi - und euch einen schönen Sonntag, an dem ihr hoffentlich mehr besonnt werdet als ich.

P.S. Die Inspirationsquelle liegt auf der Seite Fool for Food.

Freitag, 1. April 2011

visite

Mich zum Mitnehmen.
Schon wieder sind zwei Tage verstrichen - doch heute geht es weiter im Text. Danke für eure vielen netten Kommentare zum >Inneren<. Überhaupt: Danke für eure lauten und leisen Besuche, die mich so wunderbar überraschen und freuen. 

Jedenfalls bekam ich vorhin Post. 

Im Umschlag steckten Visitenkarten. Visitenkarten sind ein schwieriges Thema, wie ich finde - am liebsten hätte ich natürlich tolle einzigartige, eigens für mich fabrizierte Botschaften, für die ich nicht allzuviel klimpern muss. Irgendwann dann. Ich brauchte sie aber jetzt - und fand einen Kompromiss für mich. { MOO }. Sitzt in England und bietet wirklich hübsche Kartenpäckchen, die auch mir gefielen. Der Clou an >MOO< ist eigentlich, dass man sich eigene Vorlagen drucken lassen kann, innerhalb eines Päckchen sogar mit verschiedenen Motiven, wenn man möchte. Ich entschied mich aber für bereits existierende: für ein >Fräulein< und für eine Karteikarte. Einmal verspielt und einmal schlicht. Außerdem für mattes und stabiles Recycling-Papier, auf das ich noch kritzeln kann mit meinem Füller. Kein labbriges Blättchen! Ich bin wirklich angetan, auch von der schlichtschönen Box, in der die Karten zu mir reisten. Sie gefallen mir sehr - und vielleicht gefällt euch dort auch etwas. In diesem Sinne: Ein wunderbar sonniges Wochenende und bis ganz bald. 

P.S. Immer wieder sonntags - diesmal bei mat & mi