Montag, 7. März 2011

erinnerungen

Gestern und heute. Teekuchen.
In meinem { Sonntagssüß } versteckt sich heute eine Geschichte. Oder andersrum: Auf der Suche nach einem Rezept, fiel mir die Erinnerung in die Hände. In Form eines kleinen Rezeptbüchleins aus der >Ostfriesischen Teestube Langeoog<. Zwischen meinem achten und meinem zweiundzwanzigsten Lebensjahr verbrachte ich genau zwanzig Urlaube auf der Nordseeinsel Langeoog. Und seitdem nicht mehr - vor zehn Jahren tippte ich das letzte Mal mit meinen Zehen in den Sand. Bis auf den Winter, habe ich dort alle Jahreszeiten erlebt, und vor allem in den windigen und stürmischen war ein Besuch der Teestube die Krönung. Mit dem Fahrrad strampelte ich mich in den Hafen heran, die Wangen rot gefärbt. In der Stube wartete dann - quasi als Belohnung - heißer Tee und Teekuchen vom Blech. Diese Erinnerung musste ich mir nun am vergangenen Sonntag auf den Tisch backen. Zudem habe ich für das Friesengefühl die Fotokiste aufgeklappt: den Schnappschuss oben fand ich; wenn er auch nicht die Teestube zeigt, so transportiert er zumindest das Gefühl, das dieser Kuchen in sich birgt.

Für alle Nordlichter und Seesüchtler teile ich heute auch das Vorgehen, meine leicht entzuckerte und dezimierte Version - füllt ein kleines! Backblech - des Teekuchens (nach einem Original-rezept von Irmi Wilken): 3 Eier mit 100 Gramm Zucker, 1/2 Päckchen Vanillezucker, 125 Gramm Butter, 175 Gramm Mehl und 1/2 Päckchen Backpulver mit dem Mixer zu einem glatten Teig verrühren und auf ein mit Backpapier belegtes Blech streichen. Für den Belag 100 Gramm geschmolzene Butter, 100 Gramm Mandelblättchen, 100 Gramm Mehl, 50 Gramm Zucker und 1/2 Päckchen Vanillezucker zu dicken Streuseln verkneten und den Boden damit zudecken. Bei 180 Grad im vorgeheizten Ofen (Ober-/ Unterhitze) 25 Minuten wachsen lassen. In Stücke schneiden, lauwarm verputzen, wenig reden und ganz viel denken.

Was sonst noch aus der Küche kam, könnt ihr diesmal bei lingonsmak nachlesen!

Kommentare:

  1. wunderbar! ich kenne selbiges mit dem zucker-butter-kuchen aus dem inselcafé auf spiekeroog. herrlichste erinnerungen! - es waren wattewölkchen, die auf der zunge zerschmolzen. sogar unserer früherer bundespräsident rau, der oft auf der insel weilte, ließ ihn sich neben uns schmecken!
    danke für diesen sehnsuchts-bericht! jetzt will ich sofort auf die fähre...

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  2. Der Kuchen sieht unglaublich lecker aus und schön ist, dass Du Deine Erinnerungen mit uns teilst! LG

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  3. Famos Famos! Ein Kuchen mit wunderschöner Geschichte. Zauberhaft! Liebe Grüße mit vielen Sonnenstrahlen (und ja, Kissen und Deckchen landeten im gleichen Färbebad), philuko

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  4. wie fein...eine gebackene Erinnerung:)
    netten Gruss
    Susanne

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  5. Das sieht verführerisch aus. Lecker, Rezept ist notiert!

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  6. Mmmh .. ich kann den Duft des Kuchens schon fast riechen. Klingt das lecker. Und dazu noch diese tolle Geschichte. Danke :)
     
    Liebe Grüße, Sindy

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  7. Ein Kuchen ohne Milch. Ich habe hunger. genau jetzt. Auf Irmis Teekuchen. Schade dass ich vor dem Wochenende keine Zeit finden werde es zu backen!
    Ach Liebchen, kannst du mir den Link für das Muffin Rezept ohne Milch und Ei mal schicken?

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  8. Vielen Dank für deinen netten Kommentar!
    Der Teekuchen sieht sehr lecker aus!!!Danke,dass du mit uns deine Erinnerungen geteilt hast.Deine Geschichte ist so schön und gemütlich!
    liebe Grüße

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  9. hhhm das klingt ganz wunderbar und ich kann mir richtig vorstellen, wie gut er mit all diesen erinnerungen schmecken muss... toll!

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  10. gutes essen ist ja oft mit wunderbaren erinnerungen verbunden - und deine klingen zauberhaft :) hab ich schon erzählt, dass in der insel die tische namen haben? du könntest also wieder auf langeoog kuchen essen ... herzliche grüße!

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  11. Nordsee, herrlich. Langeoog kenne ich auch :)
    Der Kuchen sieht ebenfalls wunderbar aus.

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  12. Bei uns gab´s Geburtstagskuchen ... der sieht ja fast aus wie deiner. Von den Zutaten ist er auch ziemlich ähnlich nur das bei uns noch Kokosflocken und Kokosmehl dazu kam. Deine Fotos sind so wunderbar toll geworden. Liebste Grüße.

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  13. pssst ... Georg hat 31 Punkte gezählt ... ;-)

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  14. das sieht lecker aus und klingt ganz wunderbar!

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  15. herzlichen dank für eure kommentare - und natürlich auch für eure beiträge! es macht große freude, sich virtuell durch das süße zu futtern :)

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  16. Damit Du Dich auch real durch was Süßes futtern kannst, poste ich mal schnell noch den Link für die Franzbrötchen.
    http://www.essen-und-trinken.de/rezept/47933/franzbroetchen.html
    Viel Spaß beim Nachbacken und Genießen!
    Liebe Grüße, Sindy

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  17. Oh ja, Langeoog... jedes Jahr an Ostern mit meiner besten Freundin und ihren Eltern. Bei jedem Wetter Fahrradfahren, Besuch in der Teestube, Knoblauchbaguette, und abends in die Düne 13 :-)

    Sehr schöne Erinnerungen!

    Viele Grüße und schöner Tag noch,
    Juliane

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  18. Haha,..diesen Teekuchen habe ich beinahe fünf Jahre lang während meines "Exils" beim Bäcker gesehen,..nie gegessen wegen den Mandeln *hust*...und dabei ist er wahrscheinlich das einzig gute an Ostfriesland *lach*...nee,..so schlimm war es dort nicht *räusper*
    Vielen Dank für deinen Besuch :o)
    Groetjes,
    Maren

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  19. liebe sindy, danke für das franzbrötchen-rezept - das MUSS ich definitv nachbacken!

    haha, juliane, eine gleichgesinnte :-)

    und rosa: na, hoffentlich war es nicht so schlimm ;) aber wie ich sehe, kannst du mir vielleicht ganz bald tipps für amsterdam geben :))

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Ich danke - und freue mich :)